Allgemeine Einstellungen für Red Hat

Success Story

Cigna entwickelt eine Private Cloud

Cigna benötigte bessere Provisioning-Verfahren, um mit den innovativen Lösungen seiner Entwickler Schritt halten zu können. Zu diesem Zweck wurde ein dynamisches Team zusammengestellt, das mit dem Aufbau einer IaaS-Struktur (Infrastructure-as-a-Service) zur Bereitstellung von Self-Service Funktionen beauftragt wurde. Der anfängliche Proof of Concept von Cigna – aus Red Hat® Lösungen und von Red Hat unterstützten Open Source-Projekten – war so erfolgreich, dass er sofort in allen Bereichen der IT-Abteilung großen Anklang fand. Heute arbeiten die Entwicklungs- und Infrastrukturteams von Cigna in perfekter Übereinstimmung miteinander und können ihren Kunden Geschäftsanwendungen schneller und mit geringerem finanziellen Aufwand bereitstellen – was sich natürlich positiv in der Bilanz von Cigna bemerkbar macht.

Kunde seit

2004

Bloomfield, Connecticut

Versicherungen

Ziel

Optimierung der IT-Infrastruktur, sodass Teams neue Anwendungen für die Kontaktzentren, die Website und die Mobilportale von Cigna entwickeln können

Hardware

  • Bestehende Architektur von Cigna

Im Hinblick auf unser weiteres Wachstum in den USA sowie die Expansion in andere Länder müssen wir stärker denn je auf unsere Ausgaben achten. Für uns kommen die Kombination aus Red Hat Technologien, die derzeit in unserem Unternehmen stattfindenden Innovationen und die Entwicklungen im Gesundheitswesen zum genau richtigen Zeitpunkt zusammen, sodass wir dieses Ziel erreichen können.

John DeFeo, Vice President of Infrastructure Services, Cigna

Gesucht: Eine flexible IT-Infrastruktur, die mit der Gesundheitsbranche Schritt halten kann

Die Gesundheitsreform in den USA sorgt für dramatische Änderungen im Gesundheitswesen. Angesichts neuer Vorgaben müssen Gesundheitsdienstleister zunehmend flexibel reagieren.

„Für unsere tägliche Arbeit bedeutet dies, dass wir stets in enger Verbindung mit unseren Kunden stehen müssen“, berichtet John DeFeo, Vice President of Infrastructure Services bei Cigna. „Um geschäftliche Flexibilität zu erzielen, benötigen wir eine flexibel agierende IT-Abteilung. Unsere Systeme und Netzwerke müssen rund um die Uhr verfügbar sein, ob in unseren Kontaktzentren, auf unserer Website oder in unserem Mobilportal. Unser erklärtes Ziel ist es, dass unsere Kunden uns stets erreichen und die für den informierten Austausch mit ihren Ärzten benötigten Angaben abrufen können, damit sie sich jederzeit optimal um ihre Gesundheit kümmern können.“

Schnellere Anwendungsentwicklung erfordert eine flexible Infrastruktur

Um die wachsenden geschäftlichen Anforderungen erfüllen und sich besser an neue Umstände anpassen zu können, stellten die Anwendungsentwickler bei Cigna auf flexible Methoden zur Softwareentwicklung um. Dadurch konnten sie Anwendungen wesentlich schneller und effizienter entwickeln und ändern. Die Infrastrukturabteilung war jedoch nicht in der Lage, in geeigneter Weise darauf zu reagieren. Je schneller sich Server mit den entsprechenden Systemen und Softwareprogrammen zusammenstellen ließen, desto schneller könnten neue Anwendungen bereitgestellt werden.

Cigna entschied sich zur Umstellung auf ein IaaS-Modell (Infrastructure-as-a-Service). Ziel dabei war es, durch eine vollständig automatisierte Bereitstellung der IT-Infrastruktur den IT Self-Service zu optimieren.

Startup als Garant für Flexibilität in der Organisation

Unternehmensprojekte zur Transformation grundlegender Geschäfts- und IT-Abläufe gelingen nur, wenn ein interner Konsens erreicht wird. Und je radikaler die Änderung desto schwieriger gestaltet sich dieser Prozess. Da sich DeFeo dieser Tatsache bewusst war, stellte er 2011 ein funktionsübergreifendes Projektteam zusammen, um die eingefahrenen Denkansätze der IT-Abteilung zu überwinden. Derartige Teams verfolgen häufig einen kompromisslosen Ansatz und können radikale Innovationen bewirken.

„Dieses Team ähnelte einem Startup innerhalb von Cigna“, erläutert DeFeo. „Wir haben eine kleine Gruppe aus hochkompetenten Spezialisten zusammengestellt, sie mit etwas Investitionskapital ausgestattet, ihnen ein Ziel vorgegeben und sie in aller Ruhe an einer innovativen Lösung arbeiten lassen. Ihre Aufgabe war es, eine Lösung zu entwickeln, die unseren Anforderungen an eine hohe Flexibilität gerecht wird.“

Neustart ohne Einschränkungen

Das Team hatte zudem völlige Wahlfreiheit hinsichtlich der besten Technologie für diesen Zweck und konnte die bisher verwendete Infrastruktur völlig außer Acht lassen. Die (ursprüngliche) Idee war, einen Machbarkeitsnachweis für ein Infrastruktur-Provisioning im Self-Service Verfahren zu entwickeln.

Cigna erstellt innovatives IT-Framework

Das Team wandte sich innovativen Open Source-Lösungen zu, die das Grundgerüst der Prototyplösung bilden sollten. Vorhandene Lücken wurden durch angepassten Code geschlossen. Der Proof of Concept für „Cigna On Demand“ wurde im April 2012 umgesetzt und in der Pilotphase einer ausgewählten Gruppe aus fünf Entwicklern und Testern zur Verfügung gestellt. Die Benutzerfreundlichkeit, prägnante Architektur, robuste Self-Service-Funktionalität und vollständig automatisierte Bereitstellung brachte Cigna On Demand schnell über das Team hinaus den Ruf einer äußerst wertvollen Ressource ein. Und da immer mehr Entwickler lauthals nach Cigna On Demand verlangten, begannen die Arbeiten an einer zweiten Version, die den Anforderungen der umfassenden IT-Abteilung von Cigna gerecht werden sollte.

Das Votum der Community

„Cigna On Demand war ursprünglich nur als Proof of Concept für denkbare IaaS-Funktionen angedacht“, erläutert Chris Stetson, Cloud Orchestration Leader bei Cigna. „Es war höchst interessant zu beobachten, wie sich daraus im Nu etwas entwickelte, das im ganzen Unternehmen Anklang fand.“

„Als wir mit der Arbeit an der zweiten Version begannen, stellten wir fest, dass hier weit mehr gefragt war als nur Self-Service-Funktionalität oder grundlegende Automatisierung. Es galt, ein Framework zu entwickeln, das Automatisierung als Service bereitstellen konnte“, erinnert sich Rob Starr, Architecture Manager bei Cigna.

Eine Cloud für tausend Apps

Mit diesem übergeordnetem Ziel vor Augen, steht mit der Cigna Private Cloud (CPC) letztendlich eine Plattform zur Verfügung, die Daten und Anwendungen als Services bereitstellt. Entwickler werden dann Tools erhalten, mit denen sie ihre eigenen automatischen Abläufe und Services auf Grundlage dieser Plattform erstellen können. Da die CPC zudem mit Blick auf Anschlussfähigkeit entworfen wurde, können in absehbarer Zukunft auch PaaS-Technologien (Platform-as-a-Service) wie OpenShift by Red Hat® eingesetzt werden.

Die ursprüngliche Implementierung für die CPC bestand aus einigen Blade-Servern mit 16 Kernen und 256 GB, auf denen Red Hat Enterprise Virtualization ausgeführt wurde, wobei auf Red Hat Enterprise Linux® basierende virtuelle Rechner die Kernkomponenten des Systems darstellten. Als weitere wichtige Tools kamen die Red Hat JBoss® Enterprise Application Platform, Red Hat JBoss Web Server und Red Hat Satellite Server hinzu.

Consultants leisten Hilfestellung bei der Prototypentwicklung

Bei der Ausarbeitung und Implementierung des Proof of Concept für Cigna On Demand sowie beim Entwurf der Private Cloud nahm Cigna zudem Red Hat Consulting Services in Anspruch. Die Red Hat Consultants spielten eine wichtige Rolle bei der Prototyperstellung und definieren derzeit künftige Funktionen, mit denen die Private Cloud von Cigna ausgestattet werden soll.

Klein anfangen. Testen. Schnell profitieren.

Dank der Partnerschaft mit Red Hat musste Cigna, anders als bei klassischen kommerziellen Softwarepaketen, keine Kompromisse eingehen. „Im Fall von Open Source muss man wenig Geld investieren und kann Produkte in Ruhe ausprobieren“, so Starr. „Wenn etwas nicht funktioniert, versucht man es eben mit einem anderen Ansatz. Und da uns Red Hat nicht mit komplizierten Lizenzen oder anderen Vorgaben Steine in den Weg legt, können wir unseren Benutzern im Handumdrehen wertvolle Dienste leisten.“

Einsparungen bei den IT-Kosten

Durch die deutlich gesunkenen Kosten für die IT-Infrastruktur macht sich das CPC-Projekt auch in der Bilanz von Cigna positiv bemerkbar.

„Im Hinblick auf unser weiteres Wachstum in den USA sowie die Expansion in andere Länder müssen wir stärker denn je auf unsere Ausgaben achten“, mahnt DeFeo. „Für uns kommen die Kombination aus Red Hat Technologien, die derzeit in unserem Unternehmen stattfindenden Innovationen und die Entwicklungen im Gesundheitswesen zum genau richtigen Zeitpunkt zusammen, sodass wir dieses Ziel erreichen können.“

Die Führungskräfte von Cigna berichten, dass sich Red Hat von Anfang an als großartiger Partner erwiesen hat. „Als wir diesen Weg einschlugen, achteten wir zunächst immer auf die Unterschiede zwischen kommerziellen Angeboten und Open Source-Produkten. Bei der Evaluierung und in den frühen Entwicklungsstadien waren die Red Hat Consultants für uns ein unverzichtbarer Partner“, so DeFeo.

Kunden profitieren durch interne Geschwindigkeit

Der wichtigste Vorteil der CPC-Implementierung ist, dass die Infrastrukturabteilung von Cigna nun in der Lage ist, internen Kunden Services viel schneller zur Verfügung zu stellen. „Durch die zügige Zusammenstellung von Infrastrukturen können wir endlich mit der schnellen Anwendungsentwicklung und den flexiblen Entwicklungsmethoden in unserem Unternehmen Schritt halten. Das ist wirklich eine gewaltige Verbesserung“, freut sich DeFeo. „Und schlussendlich resultieren daraus spürbare Vorteile für unsere Geschäftspartner und Kunden.“

Die grundlegende Benutzergruppe für die CPC besteht aus Entwicklern, Testern und Engineers. Die Provisioning-Zeit für eine Entwicklungsumgebung beträgt jetzt nicht mehr mehrere Wochen, sondern gerade mal ein paar Minuten.

Interne Teams stehen geschlossen hinter Open Source

Die CPC half nicht nur beim Abbau zahlreicher Hürden, sondern fördert auch das harmonische Miteinander von Entwicklungs- und Infrastrukturabteilungen. Die Interaktionen zwischen diesen beiden Gruppen verlaufen mittlerweile fast völlig reibungslos. „Es ist uns gelungen, flexible Entwicklungs-, Infrastruktur- und Betriebsmethoden miteinander zu verbinden”, so Stetson. „Nur so lässt sich echte Flexibilität erzielen.“

Die Vermarktungsstrategie von Red Hat, bei der innovative Ideen aus Projekten der Open Source Community zu grundsoliden gehärteten Unternehmensprodukten weiterentwickelt werden, führt Starr zufolge zu äußerst hochwertigen Lösungen. „Durch die Arbeit mit diesen vorgelagerten Projekten der Red Hat Community können unsere Entwickler äußerst schnell Prototypen erstellen und neue Lösungen für die Geschäftsbereiche von Cigna kreieren“, erläutert er.

Tatsächlich versucht Cigna derzeit, die von Red Hat verfolgte Strategie der Community-Entwicklung auch intern umzusetzen.

Dynamischere Arbeitsmethoden für Teams in der Cloud

Cigna erwägt derzeit auch einen internen Community-basierten Support. Anstatt eine dedizierte Support-Abteilung für Infrastrukturprobleme bereitzustellen, möchte Cigna seine Mitarbeiter dazu ermuntern, ihre Fragen von der Community beantworten zu lassen.

Nichtsdestotrotz ist DeFeo der Ansicht, dass sich die CPC On Demand-Initiative keineswegs im technischen Bereich am deutlichsten bemerkbar macht, sondern vielmehr ein unternehmensweites Phänomen darstellt. „Der größte Effekt bestand in der Dynamik und Zusammenarbeit innerhalb der gesamten IT-Abteilung. Nie zuvor haben sich die Entwicklungs- und Infrastrukturteams so gut aufeinander abgestimmt. Dies hilft uns erheblich dabei, unseren Geschäftspartnern gegenüber eine einheitliche IT-Front zu präsentieren. Außerdem konzentrieren sich jetzt alle wieder mehr auf unsere Kunden.“

Cigna in engerem Kontakt zur Community

DeFeo geht davon aus, dass sich Cigna künftig nicht nur besser auf seine Kunden einstellen kann, sondern auch auf die Ärzte, Ambulanzen und Krankenhäuser, die sich um die Gesundheit der Kunden von Cigna kümmern.

„Innovative Ideen, Flexibilität und die reibungslose Interaktion zwischen Entwicklungs- und Betriebsabteilungen sind ausschlaggebend für den künftigen Erfolg unseres Unternehmens“, meint er. „Red Hat hat dabei eine entscheidende Rolle gespielt. Für uns ist Red Hat einer der ganz wenigen wirklich erstklassigen Technologie- und Supportanbieter in den Vereinigten Staaten.“

„Unseren Erfolg haben wir Red Hat und innovativen Open Source-Lösungen zu verdanken“, so Stetson.

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