Allgemeine Einstellungen für Red Hat

Success Story

ING-DiBa nutzt Open Source-Lösungen zur Vorbereitung auf zukünftiges Wachstum

Die ING-DiBa ist die drittgrößte Privatkundenbank Deutschlands. Die zugrunde liegenden Plattformen für Bankdienstleistungen sind für die Direktbank von kritischer Bedeutung. Red Hat® Enterprise Linux® und Red Hat Satellite ermöglichen der ING-DiBa eine höhere Effizienz, Performance und Skalierbarkeit durch Migration der vorhandenen Solaris SPARC-Server auf x86-Systeme unter Red Hat Enterprise Linux.

Kunde seit

2003

Frankfurt, Deutschland

Finanzbranche

Ziel

Austausch der Solaris SPARC-Systeme durch x86-Systeme unter Red Hat Enterprise Linux

Hardware

  • 40 x86-Server von HP (DL-380 mit 384 GB RAM, 2 CPU-Sockets)

Als Finanzdienstleister können wir bei der Zuverlässigkeit und Stabilität unserer Lösungen für den Rechenzentrumsbetrieb keine Kompromisse eingehen. Und genau in dieser Hinsicht hat uns Red Hat Enterprise Linux als Plattform restlos überzeugt.

Heiko MicHelson, Teamleiter für Virtualization & Cloud Services, ING-DiBa

Proprietäre Systeme der Bank stoßen an ihre Grenzen

Das Team der ING-DiBa für Virtualisierung und Cloudservices stand vor einer Richtungsentscheidung: Da die Hardware der drittgrößten deutschen Privatkundenbank ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hatte, war ein Systemupgrade oder Systemwechsel unverzichtbar. Die Bank hatte nun die Wahl, entweder die vorhandene proprietäre Hardware und Software aufzurüsten und sich weiterhin an eine bereits zu restriktiv gewordene IT-Architektur zu binden oder auf eine deutlich skalierbarere Open Source-Umgebung umzusteigen.

Fragmentierte Hardware

Zu diesem kritischen Zeitpunkt hatte die ING-DiBa insgesamt 100 physische Server in Betrieb. Serverseitig wurden Sun Solaris Systeme und hochgradig fragmentierte Hardwaresysteme ausgeführt, darunter Sun SPARC Server, Sun x86 Server und 25 unverwaltete Linux Server.

Risiken durch veraltete Ausrüstung

Durch die veraltete Hardware erhöhte sich das Risiko ungeplanter Ausfallzeiten, und die heterogene IT-Infrastruktur stellte die für das Systemmanagement zuständigen Administratoren vor große Herausforderungen. So waren etwa zur Anwendungswartung auf sämtlichen Servern zahlreiche manuelle Abläufe erforderlich. Fast alle Java-Anwendungen hatten ihre Performancegrenzen erreicht, und durch die eingeschränkte Skalierbarkeit der Systeme fiel es der IT-Abteilung zunehmend schwerer, mit den konstant steigenden Geschäftsanforderungen Schritt zu halten.

IT legt Wert auf Flexibilität

Die Zielvorgabe war klar: Das IT-Team der ING-DiBa strebte eine Serverbereitstellung in weniger als drei Tagen an. Außerdem sollten spürbare Einsparungen bei Gesamtkosten und Verwaltungsaufwand ohne Abstriche bei der Qualität oder Performance erzielt werden. Gefragt war zudem eine standardbasierte Lösung, die ein hohes Maß an Flexibilität bietet und künftige Aktualisierungen unterstützt.

Open Source bietet Wettbewerbsvorteile zur sicheren Erfüllung aller Anforderungen

Nach Auswertung unterschiedlicher Optionen schränkte die ING-DiBa die Auswahl auf zwei Modelle ein – Infrastrukturvarianten aus Solaris VM und Solaris 10 auf x86-Rechnern von Oracle bzw. VMware ESX 4.1 und Red Hat Enterprise Linux auf x86-Rechnern von HP. Die Lösung von Red Hat erwies sich beim Vergleich als deutlich attraktiver. Allerdings gab es Bedenken zur Umstellung auf Open Source.

Banken scheuen Risiken

Trotz der steigenden Beliebtheit von Open Source und dem zunehmenden Vertrauen in diese Technologien gehen Unternehmen in konservativen, risikoscheuen Branchen wie dem Finanzdienstleistungssektor den Wechsel von proprietären Lösungen zu Open Source nur zögerlich an. Im Fall der ING-DiBa erschien die Aktualisierung des vorhandenen proprietären Systems auf den ersten Blick als die sicherere Alternative. Aufgrund des anhaltenden Wachstums der Bank käme dies jedoch unweigerlich nur einem Aufschub des Problems gleich.

IT-Team prüft Vorteile von Linux

Nach eingehender Auswertung der Enterprise-Class-Lösungen für Linux kam die ING-DiBa zu dem Schluss, dass ihre anfänglichen Bedenken hinsichtlich Betriebszuverlässigkeit, Softwarequalität und Flexibilität unbegründet waren. Das IT-Team entschloss sich zu einer Migration auf Red Hat Enterprise Linux. Dank der ABI/API-Stabilität, einem der wertvollsten Features, können Änderungen nahezu ohne Risiko vorgenommen werden. Die Zuverlässigkeit von Red Hat Enterprise Linux wird durch Tausende Zertifizierungen von unabhängigen Softwareanbietern und Originalgeräteherstellern untermauert, die den gesamten zehnjährigen Lifecycle des Betriebssystems abdecken.

Open Source bietet Sicherheit

„Zu den entscheidenden Kriterien, die für diese Lösung gesprochen haben, gehören der geringere Administrationsaufwand, die höhere Flexibilität, die verkürzte Bereitstellungsdauer sowie die verbesserte Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Auch die Tatsache, dass uns die Lösung von Red Hat garantierte Zukunftssicherheit bieten konnte, war ein großes Plus“, so Heiko Michelsen, Teamleiter für Virtualization & Cloud Services bei der ING-DiBa.

Reibungslose Migration in Rekordzeit

Zur Unterstützung der Migration auf Red Hat Enterprise Linux stellte Red Hat eine Standardbetriebsumgebung (Standard Operating Environment, SOE) aus Schritt für Schritt umsetzbarer Implementierungsarchitektur und entsprechender Roadmap zur Verfügung. Die Bereitstellung erfolgte durch den Kölner Red Hat Advanced Business Partner DASS IT, einen Spezialisten für die Entwicklung und Implementierung angepasster Open Source-Lösungen.

Da Red Hat bereits über einschlägige Erfahrungen bei der Erfüllung vergleichbarer Anforderungen verfügt, konnte die Migration reibungslos neben dem täglichen Geschäftsbetrieb der ING-DiBa durchgeführt werden. „Die Standardbetriebsumgebung von Red Hat bot uns eine erprobte Methodik und Lösung, die unseren Projektanforderungen perfekt gerecht wurde und zum Erfolg der Migration beigetragen hat“, so Michelsen.

Im Rahmen des Migrationsprojekts wurden 100 SPARC-Systeme durch 40 x86-Systeme von HP ersetzt. Die Migration der Solaris-Bankingumgebung auf ein virtualisiertes System auf Basis von Red Hat Enterprise Linux wurde schnell, kosteneffektiv und mit minimalem Aufwand abgeschlossen. Die flexible neue Infrastruktur zahlt sich bei der ING-DiBa in mehrfacher Weise aus:

  • Ein einzelner Mitarbeiter installierte in nur vier Tagen 74 virtuelle Maschinen, und 13 Red Hat Enterprise Linux Server wurden in 23 Minuten installiert.
  • Ein SAP Rechner wurde in vier Minuten wiederhergestellt.
  • Eine vollständig neue parallele Bankingumgebung wurde innerhalb von drei Tagen eingeführt.

Auf neue Geschäftsmodelle ausgelegtes System

Mit der standardisierten Architektur für das Onlinebanking kann die ING-DiBa künftig ohne Weiteres neue Infrastrukturen bereitstellen, um innovative Geschäftsmodelle zu unterstützen. Dank der hohen Anzahl an wiederverwendbaren Komponenten und der vorhandenen Automatisierungsmechanismen war zur Bereitstellung einer parallelen Bankingumgebung für Mobilgeräte nur ein minimaler Arbeits- und Zeitaufwand erforderlich.

Application Server bietet erhöhte Verfügbarkeit

Ende 2012 waren insgesamt 850 virtuelle Server im aktiven Einsatz. Bis Mitte 2013 stieg diese Zahl auf 1.230. Neben der SAP Infrastruktur setzt jetzt die gesamte Application Server- und Webschicht der Onlinebankinginfrastruktur der ING-DiBa auf Red Hat Enterprise Linux auf. „Mit der Verlagerung der Application Server-Schicht auf Red Hat JBoss® Middleware hat sich die Verfügbarkeit und Skalierbarkeit der Bankingsysteme der ING-DiBa erheblich verbessert“, so Jörg Forstner, Leiter für Technical Engineering und Application Services bei der ING-DiBa.

Red Hat bietet Optimallösung

„Der kritische Erfolgsfaktor bei diesem Projekt war die perfekte Kombination aus Plattform, Tools und Methodik“, erläutert Dirk Herrmann, Head of Strategic Consulting bei Red Hat Deutschland. „Als maßgeschneiderte Plattformlösung bietet Red Hat Enterprise Linux ein hohes Maß an Stabilität und Flexibilität und kann zudem mit einem großen Netz aus Lösungs- und Supportpartnern aufwarten. Red Hat Satellite ist ein flexibles, skalierbares Tool für das integrierte Systemmanagement mit einem beachtlichen Potenzial für Integration, Erweiterung und Automatisierung. Nicht zuletzt wurde unsere SOE-Methodik den Geschäftsanforderungen und Zielen der ING-DiBa in perfekter Weise gerecht. Mit einem derartigen Grad an Standardisierung, Automatisierung und internem Know-how innerhalb des extrem kurzen Zeitraums von nur einem Jahr liefert unser SOE-Lösungsangebot einen eindrucksvollen Beleg für sein Wertschöpfungspotenzial.“

Vereinfachtes Systemmanagement mit Red Hat Satellite

Für Bereitstellung, Skalierung und Management von Red Hat Enterprise Linux setzt die ING-DiBa auf Red Hat Satellite, eine Systemmanagementlösung mit sämtlichen Tools zur effizienten Systemadministration. Red Hat Satellite unterstützt das Lifecycle Management von Software und System und ermöglicht die vollständig automatisierte Bereitstellung und Installation von Betriebssystemen auf allen Servern der Bank. Mit Red Hat Satellite lassen sich Softwareaktualisierungen vornehmen, Konfigurationen verwalten sowie physische und virtuelle Red Hat Enterprise Linux Server überwachen.

Geringeres Fehlerrisiko durch Automatisierung

Das automatische Management ist vor allem für Unternehmen wie die ING-DiBa wichtig, die potenzielle Quellen für Benutzerfehler ausschließen müssen und langfristig Zeit, Kosten und Personal einsparen möchten.

„Als Finanzdienstleister können wir bei der Zuverlässigkeit und Stabilität unserer Lösungen für den Rechenzentrumsbetrieb keine Kompromisse eingehen. Und genau in dieser Hinsicht hat uns Red Hat Enterprise Linux als Plattform restlos überzeugt“, so Michelsen.

Effiziente Abläufe, geringer Aufwand und Kosteneinsparungen

Produktivitätssteigernde Tools

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens IDC zur Plattform Red Hat Enterprise Linux sind Bereitstellungskonsistenz, Tools und Homogenität die wichtigsten Produktivitäts- und Effizienztreiber. Die ING-DiBa konnte seit Einführung der neuen Lösung den Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren, sodass ein einzelner Administrator problemlos bis zu 250 Server verwalten kann.

Weniger Supportanfragen

Mit dem vollständig automatischen, wellenbasierten Patchmanagement kann das IT-Team Patches für die 1.200 Server jeweils auf bis zu 150 Systemen gleichzeitig installieren. Dank der Features für Zuverlässigkeit, Automatisierung, Effizienz und Qualitätstests von Red Hat Enterprise Linux hat sich die Anzahl der Supportanfragen bei der ING-DiBa deutlich verringert. Die Inanspruchnahme des Bereitschaftsdiensts ist von 2-3 Vorfällen pro Woche auf 1-2 Anrufe im Monat zurückgegangen.

Weniger Serviceanrufe

Dirk Janssen, Systemtechniker bei der ING-DiBa, erläutert das Plus an Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit beim IT-Service am folgenden Beispiel: „Früher gingen auf unserem Bereitschaftshandy pro Woche 2-3 Anrufe mit Anfragen zur Problembehebung ein. Jetzt ist meine größte Sorge, ob das Handy kaputt ist, weil es nicht mehr klingelt.“

Geringere Kosten

Zuletzt konnte sich die Bank durch den Austausch der alten Systeme auch Einsparungen bei den laufenden Kosten sichern. Die Wartungskosten für die Hardware lassen sich mit einem umfassenden 3-Jahres-Wartungsvertrag einfacher und kosteneffektiver verwalten, und die Kosten für Softwarelizenzen wurden durch den Austausch der UNIX Systeme gesenkt.

Red Hat hat alle Erwartungen übertroffen

„Die erfolgreiche Implementierung des Projekts hat unsere Erwartungen übertroffen. Red Hat Enterprise Linux hat sich als Betriebssystemplattform für geschäftskritische Anwendungen bewährt, und das Managementsystem Red Hat Satellite bietet uns eine flexible Lösung mit hohem Erweiterungs- und Automatisierungspotenzial“, so Michelsen.

„Das Fachwissen von Red Hat und seinen Partnern kann gar nicht genug betont werden. In einem nächsten Projekt werden wir prüfen, wie die noch verbleibenden Datenbanksysteme unter Solaris gegenüber Red Hat Enterprise Linux abschneiden“, so Michelsen weiter.

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