Success story

Intuit erzielt bahnbrechende Erfolge bei Steuersoftwareleistung

Intuit benötigte eine schnelle, zuverlässige und kosteneffektive Storage-Lösung für sein Steuererklärungsprogramm TurboTax. TurboTax ist ein Software-as-a-Service(SaaS)-Angebot, weshalb in erster Linie eine hohe Reaktionsfähigkeit des Systems gefordert war. Zur Gewährleistung von Hochverfügbarkeit benötigte Intuit eine Datenreplizierung zwischen zwei Rechenzentren. Mit der Wahl von Red Hat® Gluster Storage erhielt Intuit eine Lösung, die die Anforderungen des Unternehmens passgenau erfüllt und dennoch weitaus kostengünstiger ist als proprietäre Storage-Systeme.

Kunde seit

2011

Mountain View, CA

IT-Branche

Ziel

Bewältigung extremer Nachfragespitzen nach seiner Finanzsoftware TurboTax Online vor Stichterminen für die Steuererklärung sowie Schutz vor Systemausfällen

Software

Hardware

  • HP Proliant DL170E G6 servers

Manchmal muss man gewisse Risiken eingehen, wenn ein neuer Pfad beschritten wird. Die von uns erzielten zukunftsweisenden Erfolge bei Performance und Skalierbarkeit bei gleichzeitiger Kostensenkung rechtfertigen diesen Schritt aber voll und ganz. Dank Red Hat waren wir in der Lage, unsere Vorstellungen in die Realität umzusetzen.

Jeff Ludwig, Director of Product Development bei Intuit TurboTax

System von Intuit muss vor Stichterminen für die Steuererklärung extreme Nachfragespitzen bewältigen

Intuit ist eine der weltweit bekanntesten Marken im Bereich umfassender und benutzerfreundlicher Finanzsoftware für Verbraucher, Geschäftsleute und kleine Unternehmen. Eines der Vorzeigeprodukte des Unternehmens ist das SaaS-Angebot (Software-as-a-Service) TurboTax Online, mit dem Kunden ihre Steuererklärung online ausfüllen und einreichen können. Am Ende des Steuerjahres nutzen mehr als 25 Millionen Kunden die Lösungen von Intuit. In den beiden Rechenzentren des Unternehmens sind bereits Kundendaten im Umfang von 150-200 Terabyte gespeichert. Dieses Volumen erhöht sich jährlich um weitere 15-20 %.

Gesucht wird ein skalierbares, ausfallsicheres System

Intuit benötigte ein System, das auch zu Spitzenzeiten keinen Leistungseinbruch verzeichnet. Als Absicherung gegen lokale oder globale Ausfälle wollte das Unternehmen außerdem eine Replikationsarchitektur implementieren. „Darüber hinaus musste die Lösung einfach skalierbar sein, um mit unserem Geschäftswachstum Schritt halten zu können“, so Jeff Ludwig, Director of Product Development für Intuit TurboTax.

Milliarden kleine Dateien

Intuit legte Wert auf einen innovativen Ansatz, mit dem sich das Unternehmen nicht langfristig an ein großes proprietäres System mit bestimmten vorgegebenen Storage Arrays und Storage Racks binden würde. Aus diesem Grund prüften Ludwig und sein Team die Möglichkeiten von Open Source Software. „Wir brauchten ein schnelles, skalierbares Dateisystem, das in der Lage ist, Milliarden kleine Dateien zu verarbeiten“, verdeutlicht Ludwig. Zusätzlich musste die Lösung eine schnelle Synchronisierung zwischen den Rechenzentren ermöglichen, um die anspruchsvollen SLAs (Service Level Agreements) von Intuit für die Storage-Replikation zu erfüllen.

Intuit sichert sich verteiltes, bedarfsgerecht erweiterbares Dateisystem

Aufgrund des verteilten Dateisystems, das je nach Bedarf seiner Kunden skaliert werden kann, entschied sich Intuit für Red Hat Gluster Storage.

„Red Hat hat uns in allen Phasen begleitet – angefangen vom Entwurf und Aufbau der Architekturen über Hilfestellung bei Best Practices und die Beratung zu Designaspekten und Layout bis hin zu Leistungstests und Migration“, erinnert sich Mohit Anchlia, Lösungsarchitekt für Intuit Finanzanwendungen für Verbraucher.

Volumengerechtes Design

Red Hat unterstützte Intuit insbesondere bei der Lösung einer Reihe von Problemen beim Architekturentwurf. „Unsere ursprüngliche Architektur konnte das replizierte Volumen nicht bewältigen, und es war nicht klar ersichtlich, wo der Engpass lag“, erklärt Ludwig. „Dank der engen Zusammenarbeit mit den Technikexperten von Red Hat konnten wir den Code für unsere Umgebung optimieren, sodass eine parallele Replikation zwischen den Rechenzentren möglich ist und wir unsere SLAs zur Verfügbarkeit erfüllen können.“ Ludwig betont, dass es sich hierbei nicht um ein typisches Supportprojekt handelte. „Das Team von Red Hat konnte sich wirklich in unsere dringenden, komplexen Probleme hineinversetzen und wusste genau, was zur Unterstützung unseres Anwendungsfalls, also der knotenübergreifenden Datenverteilung, erforderlich war.“

Zwei Standorte für garantierte Redundanz

Die endgültige Implementierung umfasst zwei Standorte mit jeweils 38 Red Hat Gluster Storage 2.0-Storage-Knoten. Bei den Knoten handelt es sich um HP ProLiant DL170e G6 Server mit je 2 CPUs des Typs Xeon L5640 mit 2,27 GHz und Hyper-Threading – die in 24 logische CPUs unterteilt sind – und 48 GB Arbeitsspeicher. Jeder Server verfügt über 7 TB lokalen Speicher, der an einen Smart Array Controller in einer RAID-10-Konfiguration angebunden ist, womit sich pro Knoten ein Speicherplatz von 3,5 TB ergibt.

Jeder Knoten mit 3,5 TB Storage ist mit dem XFS-Dateisystem formatiert und als GlusterFS-Volumenbaustein integriert. Für das Volumen wird eine Replika-2-Konfiguration verwendet, was insgesamt 66,5 TB nutzbaren Storage pro Cluster ergibt (3,5 TB multipliziert mit 19 Replika-Paaren).

An jedem Standort wird ein primäres Produktionsvolumen gehostet, auf das Anwendungsserver über den nativen GlusterFS FUSE-Client schreiben. Das Produktionsvolumen an jedem Standort wird mithilfe der xsync Geo-Replikation auf ein Slave-Volumen am jeweils anderen Standort repliziert. Das SLA für die Produktionsstandards gibt 30 Minuten für alle Standortreplikationen vor.

Geschäftskritische Anwendung erfüllt Anforderungen zu geringeren Kosten

Mit Red Hat Gluster Storage kann Intuit schnell auf die sich häufig ändernden Anforderungen für private Steuererklärungen reagieren. Darüber hinaus bietet das Produkt gegenüber proprietären Systemen auch deutlich niedrigere Gesamtbetriebskosten, sodass Intuit von einem höheren ROI profitiert. Die Kosten pro Terabyte an Storage sind um das Sechzehnfache gefallen.

„Red Hat's Technical Account Teams waren äußerst professionell und haben uns dabei unterstützt, die Lösung innerhalb des geforderten Zeitrahmens zu implementieren“, so Anchlia. „Latenz ist für unsere Kunden ein sehr wichtiges Thema – bei Abfragen wird eine sofortige Reaktion der Anwendung erwartet. Letztendlich ergeben sich aus der Reaktionsgeschwindigkeit und der Qualität unserer Anwendung TurboTax Online enorme Vorteile für den Kunden.“

Systemdesign schließt Leistungsabstriche in der Hauptnutzungsphase aus

Aufgrund der vorgegebenen Geschäftszyklen und der hohen Aktivität zu Spitzenzeiten kann sich Intuit keine Verlangsamung bei seiner Software leisten – und schon gar keinen Totalausfall. „Ein Ausfall unserer Anwendung am Ende des Steuerjahres wäre untragbar. Die Negativschlagzeilen würden in einem solchen Fall nicht lange auf sich warten lassen“, so Ludwig. „Mit der endgültigen Architektur von Red Hat Gluster Storage gibt es keinen Single Point of Failure (SPOF), und die High Availability ist durchgängig gewährleistet.“

Intuit bewältigt Herausforderungen mit Red Hat Manager

Gemeinsam mit Red Hat Global Support Services setzte Intuit einen Technical Account Manager (TAM) für Red Hat Gluster Storage ein. Der TAM übernahm die Koordination der Support-, Geschäfts- und Engineering-Ressourcen von Red Hat und stellte so sicher, dass alle Anforderungen von Intuit erfüllt werden konnten.

„Der uns zugewiesene TAM konnte unsere Architektur und die Herausforderungen für unser Unternehmen wirklich nachvollziehen und uns entsprechende Empfehlungen zu Best Practices geben“, fügt Anchlia hinzu.

Red Hat empfahl Intuit, alle nicht für die Datenbank relevanten Daten in das Dateisystem zu verlagern. „Auf diese Weise konnten wir die High Availability für unsere Anwendung in mehreren Rechenzentren sicherstellen – und das zu Kosten, die mit einer reinen Datenbanklösung nicht möglich gewesen wären.“

Intuit geht mit Big Data Storage neue Wege

Auch bei Big Data, einem noch relativ jungen Technologiebereich, erwies sich das Fachwissen von Red Hat als sehr nützlich. „Red Hat weiß, dass sich das Layout sogenannter Big Data-Lösungen von standardmäßigen Dateisystemen unterscheidet“, erklärt Ludwig. „Viele für kleine Datenmengen geeignete Verfahren lassen sich nicht auf große Datensätze übertragen. Daher müssen im Vorfeld Planungen getroffen und häufige Tests durchgeführt werden.“

Die Bewältigung großer Datenmengen ist in zahlreichen Unternehmen ein Thema. Während andere Firmen sich noch im Planungsstadium befanden, erkannte Intuit, dass der sofortige Einsatz moderner Technologie erforderlich war – immerhin ging es um das Vorzeigeprodukt des Unternehmens. „Manchmal muss man neue Wege gehen und dabei gewisse Risiken in Kauf nehmen. Unsere bahnbrechenden Erfolge hinsichtlich Leistung und Skalierbarkeit bei gleichzeitiger Kostensenkung haben diesen Schritt aber voll und ganz gerechtfertigt“, so Ludwig. „Dank Red Hat waren wir in der Lage, unsere Vorstellungen in die Realität umzusetzen.“

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