Allgemeine Einstellungen für Red Hat

Success Story

Roche IT kann Apps für die Pharmabranche schneller entwickeln

Das Pharma- und Diagnostikunternehmen Roche implementiert Red Hat® Unternehmenslösungen, die im IT-Zentrum des Unternehmens, Pharma Informatics Madrid, weiterentwickelt wurden. Dieses IT-Kompetenzzentrum in Madrid bietet IT-Services weltweit für den gesamten Konzern. Dank dieser Lösungen gewann Pharma Informatics an Flexibilität und konnte das Systemmanagement und die Automatisierung von Operationen optimieren. Zudem ist nun eine schnellere Markteinführung von Anwendungen möglich.

Kunde seit

2007

Basel, Schweiz

Gesundheitswesen

Ziel

Erhöhung der Effizienz der IT-Infrastruktur, Anbieterunabhängigkeit, Erhöhung der Plattformflexibilität sowie Kostensenkung

Hardware

  • Bestehende Architektur von Roche

Heute gilt Red Hat JBoss Middleware als der wichtigste Java Application Server auf dem Markt. Das bedeutet, dass jeden Tag mehr Unternehmen mit der Lösung arbeiten, zu ihrer Innovation beitragen und sie exponentiell weiterentwickeln.

César Infantes, Middleware Senior Engineer, Roche

Globales IT-Zentrum muss verteilte Abläufe schnell abwickeln

Das Pharma- und Diagnostikunternehmen Roche legt großen Wert auf Forschung und Entwicklung und erforscht, entwickelt und vertreibt Therapieprodukte und -leistungen sowie innovative Diagnoselösungen. Diese Produkte und Dienstleistungen umfassen Prävention, Früherkennung von Krankheiten, Diagnoseverfahren, Behandlung und Gesundheitskontrolle.

IT liefert strategische Lösungen

Mit der Madrider Niederlassung Pharma Informatics verfügt Roche über ein IT-Kompetenzzentrum, in dem sich der Großteil der weltweiten IT-Infrastrukturservices des Konzerns befindet. Seit seiner Schaffung hat das IT-Kompetenzzentrum sechs weltweite Rechenzentren unterstützt und bietet strategische Lösungen für wichtige Geschäftsprozesse in den Bereichen:

  • Marketing
  • Distribution
  • Finanzen
  • Personalwesen

IT muss über 100 Projekte unterstützen

Der Standort Madrid unterstützt außerdem die weltweiten Forschungs- und Entwicklungsabteilungen des Unternehmens. Das Zentrum arbeitet an über 100 kritischen internationalen Projekten für Roche und stellt Computerservices und Support für mehr als 115.000 Nutzer in 150 Ländern bereit. Darüber hinaus wird die Infrastruktur des Unternehmens mit über 8.000 Servern, 200.000 Computern und einer Storage-Kapazität von mehr als 2.800 Terabyte verwaltet.

Roche stellt ungefähr 600 Java-Anwendungen auf seiner Plattform bereit, darunter 200 Anwendungen von Genentech, seinem führenden biotechnologischen Tochterunternehmen. Die Application Server, auf denen diese Anwendungen gehostet werden, stellen einen entscheidender Bestandteil der IT-Infrastruktur dar. Das Upgrade dieser Plattform musste daher unbedingt mit größter Sorgfalt durchgeführt werden.

Ziel: Schnellere Markteinführung

Bei der Erneuerung der Middleware-Plattform des Unternehmens sollten insbesondere zwei Ziele erreicht werden. Erstens sollte die Effizienz der Infrastruktur verbessert werden. Hierzu war Folgendes notwendig:

  • Reduzierung der Arbeitslast für Entwickler und Beschleunigung der Markteinführung
  • Verbesserung der Infrastrukturbereitstellung
  • Optimierung von Abläufen
  • Schnellere Entwicklung von Java-Anwendungen

Roche senkt Anbieterkosten

Zweitens wollte das Pharmaunternehmen eine Anbieterbindung vermeiden und die Flexibilität der Plattform erhöhen. Darüber hinaus strebten die Finanz- und Einkaufsmanager auch eine Senkung der Lizenzgebühren und Plattformkosten an. Die IT-Manager von Roche waren an einer Open Source-basierten Alternative interessiert. Das Unternehmen bewertete 10 Application Server-Lösungen und entschied sich für die Red Hat JBoss® Enterprise Application Platform. Die Lösung hat sich als zuverlässig und skalierbar erwiesen und überzeugt durch leistungsstarke Funktionalität bei niedrigeren Gesamtbetriebskosten.

„2007 prognostizierten zahlreiche Marktanalysten für Red Hat JBoss Middleware die Position als Marktführer im Bereich Middleware. Heute gilt Red Hat JBoss Middleware als der wichtigste Java Application Server auf dem Markt. Das bedeutet, dass jeden Tag mehr Unternehmen mit der Lösung arbeiten, zu ihrer Innovation beitragen und sie exponentiell weiterentwickeln“, so César Infantes, Middleware Senior Engineer bei Roche.

Open Source bietet Flexibilität und Innovationsmöglichkeiten

Bei der anderen Java Application Server-Lösung musste Roche die komplette Produktpalette des Anbieters verwenden. Diese Anbieterbindung war kostenintensiv und schränkte die Flexibilität und Innovationsmöglichkeiten stark ein. Die Kombinierbarkeit verschiedener Technologien von Red Hat und anderen Anbietern ist nur einer der vielen Vorteile der neuen Plattform. So kann die Infrastruktur weiterwachsen und immer den Anforderungen des Unternehmens nachkommen.

IT kann eigene Infrastruktur erstellen

„Bei der aktuellen Plattform können wir die benötigten Red Hat Technologien auswählen und mit Lösungen anderer Anbieter kombinieren, sodass die Funktionalität noch weiter verbessert wird. So können wir unsere eigene, individuelle Infrastruktur erstellen. Für unser Unternehmen ist dies von großem Wert“, betont Justo Stoll, Domain Head für Integration, Middleware und Application Services bei Roche.

„Echte technologische Innovationen sind das Ergebnis vieler verschiedener Komponenten. Um dies zu erreichen, benötigen Sie die Flexibilität und Offenheit, wie man sie bei einem Unternehmen wie Red Hat findet“, fügt Stoll hinzu.

IT stellt Apps schneller im globalen Netzwerk bereit

„Wir können von Madrid aus dem weltweiten Netzwerk von Roche IT-Services bieten“, so Infantes. „Eine schnelle Verteilung unserer Anwendungen ist für uns äußerst wichtig, und mit Red Hat ist dies möglich. Wir sind in der Lage, mit nur wenigen Administratoren alle Rechenzentren des Unternehmens in Europa und den USA zu verwalten. Mit den leistungsstarken Funktionen der Red Hat Lösungen für Automatisierung und Monitoring haben wir unsere gesamte Infrastruktur optimal unter Kontrolle und konnten zudem die Markteinführung unserer Anwendungen beschleunigen.“

Schnellere Bereitstellung für Entwickler

Red Hat Satellite ist eine Plattform für das Systemmanagement. Red Hat JBoss Operations Network bietet Funktionen für das Anwendungsmanagement und Monitoring. Gemeinsam haben die beiden Lösungen dazu beigetragen, dass Roche die Prozesse für die Infrastrukturbereitstellung automatisieren, standardisieren und in die Systeme für Monitoring und Backup integrieren konnte. Entwickler können Software damit schneller und auf standardisierte Weise bereitstellen.

Zudem lassen sich Anwendungen jeder Art (Web, mobil, Krankenhaus oder Pharmaindustrie) deutlich schneller zur Verfügung stellen oder ändern. Ein Middleware-Administrator ist jetzt für etwa 100 Anwendungen zuständig, und die Infrastrukturbereitstellung wurde von Wochen auf wenige Tage verkürzt.

„Heute sind unsere Entwickler viel zufriedener“, berichtet Infantes. „Abgesehen davon, dass die meisten von ihnen ohnehin Open Source-Lösungen bevorzugen, freuen sie sich über die äußerst stabile Plattform, auf der sie ihre Anwendungen viel schneller und wirtschaftlicher fertigstellen können.“

Innovation aus der Community

Das IT-Team von Roche schätzt auch die einfallsreiche, innovative Open Source Community. Unzählige Benutzer widmen ihre Zeit der Verbesserung von Open Source Software. „Die Open Source Community entwickelt laufend neue Innovationen, die nach Test, Bewertung und Standardisierung in die kommerziellen Lösungen eingebunden werden. Dabei haben wir die Anforderungen des Marktes stets klar und deutlich im Blick“, erläutert Infantes.

„Neben dem hervorragenden technischen Support unterstützt Red Hat auch diese aktive und unaufhörlich wachsende Community. So finden wir leicht die erforderlichen Lösungen und Architekturen, um unsere Plattform zu verbessern oder unsere Probleme zu lösen“, so Infantes weiter. „Glücklicherweise mussten wir den technischen Support nicht oft in Anspruch nehmen. Aber wenn es doch einmal nötig ist, treffen wir dort immer auf Ansprechpartner mit großem Fachwissen, die uns wirklich weiterhelfen können. Bei unserer vorherigen Java-Lösung mussten wir uns bis zur dritten Supportebene vorarbeiten, bis wir einen Techniker gefunden hatten, der uns weiterhelfen konnte. Bei Red Hat waren wir schon mit dem Service des ersten Support-Ansprechpartners sehr zufrieden.“

Consulting-Unterstützung für die Plattform

Red Hat Consulting spielte bei der Definition der Plattformstruktur und ihrer Bereitstellung eine entscheidende Rolle. „Wir schätzen insbesondere die Anpassungsfähigkeit der Red Hat Solutions an unsere Anforderungen und unsere Infrastruktur. Die für den Unternehmenseinsatz geeigneten Lösungen von Red Hat lassen sich gut in unsere vorhandenen Lösungen integrieren und funktionieren ebenso gut im Zusammenspiel mit neuen Lösungen anderer Anbieter. So sind wir flexibler und haben mehr Raum für Innovation“, freut sich Stoll.

Lösungen stellen Regulierungsbehörden zufrieden

Die Pharmabranche entwickelt sich ständig weiter. Innovation ist hier von zentraler Bedeutung. Zudem unterliegt die Branche zahlreichen Regulierungen und strengen Kontrollen der US-amerikanischen Food and Drug Agency und der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Die Open Source-Lösungen von Red Hat eröffnen Roche die Möglichkeit zu Innovationen und schnellem Wachstum, während gleichzeitig strenge Sicherheitskriterien und Verpflichtungen eingehalten werden können. Außerdem entsteht keine Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter. „Vor unser endgültigen Entscheidung haben wir den Markt erforscht sowie unsere Anforderungen und die verschiedenen verfügbaren Optionen genau analysiert. Wir empfehlen Unternehmen, die verschiedenen Optionen gründlich zu prüfen und sich anschließend für die Lösung zu entscheiden, die den jeweiligen Anforderungen am besten entspricht. Dabei sollte ein Anbieter gewählt werden, der sich als langfristiger Partner eignet und in der Zukunft keine Einschränkungen mit sich bringt“, so Stoll.

Roche erwägt Einführung weiterer Red Hat Lösungen

„Bei Red Hat haben wir das Gefühl, dass wir noch Großes erwarten können, da wir in absehbarer Zukunft PaaS-Lösungen (Platform-as-a-Service) bereitstellen werden. Aktuell läuft der Proof of Concept zu OpenShift von Red Hat. Dabei wird ausgewertet, wie die Lösung noch mehr Flexibilität und Elastizität im Wachstum bieten kann und wie sich unsere Plattformen je nach Bedarf auf- und abwärts skalieren lassen. Ich denke, wir befinden uns in einer sehr spannenden Phase, und wir freuen uns darauf, diese Lösung zu implementieren“, so Stoll.

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