Allgemeine Einstellungen für Red Hat

Success Story

Santos erhält innovative, geowissenschaftliche IT-Plattform

Santos versorgt als einer der führenden Öl- und Gasproduzenten Australiens Kunden in ganz Australien und Asien. Mit Red Hat® Enterprise Linux® verzeichnete Santos ein Plus an Performance, Zuverlässigkeit und Stabilität und reduzierte den Verwaltungsaufwand mit unmittelbaren und langfristigen Kosteneinsparungen von über 2,5 Mio. USD.

Kunde seit

2005

Adelaide, Australien

Öl- und Gasbranche

Ziel

Verbesserung der IT-Infrastruktur und Reduzierung der Kosten einer Umgebung, die schwer zu verwalten, unzuverlässig und mit hohen Lizenzgebühren verbunden war

Software

Hardware

  • 12 x IBM 3650 M3 mit NVIDIA Quadro Plex

Red Hat hat sich schon seit einiger Zeit als führende Plattform in der Öl- und Gasbranche etabliert, da es die bevorzugte Entwicklungsplattform für die wichtigsten Anbieter von geowissenschaftlicher Software darstellt. Es ist allseits bekannt, dass Red Hat besseren Support für Hardware liefert als andere Linux Distributionen. Das vereinfacht die Migration in der Anfangsphase.

Andy Moore, IS Manager for Subsurface, Santos Limited

Australisches Energieunternehmen suchte Ausweg aus proprietärer IT

Die IT-Infrastruktur von Santos, einem Unternehmen für Öl- und Gasexploration, basierte auf proprietären Systemen und war auf Datenserver, Application Server und Anwendungs-Workstations an mehreren Standorten im gesamten Land verteilt. Einen kritischen Punkt erreichte das Unternehmen, als es sich mit vier äußerst ernsten Problemen konfrontiert sah.

IT-Umgebung wird zu komplex

Zunächst war die IT-Umgebung von Santos im Laufe der Zeit so komplex geworden, dass sich die Verwaltung sehr schwierig gestaltete. Die Systeme und Benutzer waren auf sechs nationale und internationale Standorte mit isolierter Infrastruktur für Storage, Backup und Datenbanken verteilt. Alle Komponenten mussten jede Nacht synchronisiert werden, damit sämtliche Systeme und Benutzer mit aktuellen Datensätzen arbeiten konnten – oder zumindest mit den gestrigen Daten. Die jeweils für drei separate Architekturen kompilierten Anwendungen wurden lokal auf 32-Bit- und 64-Bit-Workstations sowie remote mithilfe von drei unterschiedlichen Arten an proprietärer Thin und Fat Client Software ausgeführt. Die Systemadministratoren wurden dadurch tagtäglich vor neue Herausforderungen gestellt, und es wurde schnell deutlich, dass eine Vereinfachung der IT-Umgebung unausweichlich war.

Engpass durch Datenüberfrachtung

Zweitens sah sich Santos mit einer wahren Datenexplosion konfrontiert. Aufgrund der geowissenschaftlichen Ausrichtung des Unternehmens muss die IT-Abteilung von Santos immens große Datensätze an seismischen Daten verarbeiten, die innerhalb kurzer Zeit generiert werden können. Da die Netzwerkverbindungen der Desktops jedoch durch den Datentransfer überlastet wurden, kam es bei der Datenauswertung an den Workstations zu Staus und Verzögerungen. Einfach ausgedrückt, benötigte das Unternehmen eine schnellere Datenautobahn zu den Benutzern.

Proprietäre Software drückt auf das Budget

Drittens machten Santos wie vielen anderen australischen Unternehmen die hohen Lizenz- und Wartungskosten im Zusammenhang mit der proprietären Thin Client Software zu schaffen. Verschärft wurde der Kostendruck noch dadurch, dass Betriebskosten für Legacy-Reserven eingespart werden mussten, um in zusätzliche Initiativen für Entwicklung und Wachstum investieren zu können.

IT-Infrastruktur ist anfällig für Ausfälle

Zuletzt stand Santos auch beim Support und der Zuverlässigkeit vor Problemen. Die verteilte Infrastruktur führte bei der Bereitstellung neuer Datenauswertungssoftware zu mehreren Ausfallpunkten und zusätzlichem Verwaltungsaufwand.

„Anwendungsperformance, Datenmanagement, Systemadministration, Lizenzkosten, Support und Zuverlässigkeit – in all diesen Bereichen mussten dringend Verbesserungen erzielt werden. Ganz abgesehen von diesen spezifischen Problempunkten standen wir – als Unternehmen im Bereich der Öl- und Gasexploration und -förderung – aber auch noch vor anderen branchenbezogenen Herausforderungen. Unsere Geowissenschaftler und Ingenieure gehen bei der Suche und Gewinnung von Öl und Gas laufend an die Grenzen der Technologie und darüber hinaus. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben“, so Andy Moore, IS Manager for Subsurface, Santos Limited.

Inmitten der globalen Finanzkrise musste Santos eine Lösung finden, um die Performance zu verbessern und Kosten zu senken – und das, ohne für die Suche zusätzliches Geld auszugeben.

Santos prüft Vorteile von Open Source

Die Entscheidung für Red Hat fiel Moore zufolge nicht schwer.

„Red Hat Enterprise Linux bot sich angesichts unserer Anforderungen von Beginn an als zugrunde liegendes System an, und zwar sowohl unter den Kriterien einer Entwicklungsumgebung als auch unter dem Gesichtspunkt einer Produktionsumgebung“, erläutert er.

„Red Hat hat sich schon seit einiger Zeit als führende Plattform in der Öl- und Gasbranche etabliert, da es die bevorzugte Entwicklungsplattform für die wichtigsten Anbieter von geowissenschaftlicher Software darstellt. Hinzu kommt der ausgezeichnete Support. Es ist allseits bekannt, dass Red Hat besseren Support für Hardware liefert als andere Linux Distributionen. Das vereinfacht die Migration in der Anfangsphase.“

Open Source wird technischen Ansprüchen gerecht

Nach Beurteilung mehrerer proprietärer Thin Client-Angebote kam Santos zu dem Schluss, dass keines davon allen Ansprüchen des Unternehmens hinsichtlich hochleistungsfähiger, hardwarebeschleunigter 3D-Grafiken über LAN- und WAN-Verbindungen vollauf gerecht wurde. Das Unternehmen wandte sich daher an die Open Source Community und wurde dort mit den Open Source-Projekten TurboVNC und VirtualGL fündig. Zum ersten Mal trat Santos als Hauptsponsor bei einem Open Source-Entwicklungsprojekt auf, und Mitglieder aus dem eigenen IT-Team arbeiteten sechs Monate lang gemeinsam mit den Entwicklern daran, TurboVNC uneingeschränkt unternehmenstauglich zu machen.

Red Hat Login für Geowissenschaftler

Santos richtete ein internes Webportal als Verbindungs- und Kooperationsschnittstelle für Benutzer ein. Damit können Benutzer bei ihren Red Hat Enterprise Linux Desktops angemeldet bleiben und sich praktisch überall (Konferenzraum, Home Office, Niederlassungen im In- und Ausland usw.) über ihren regulären Laptop (mit 24"-Monitor bei Verwendung am Schreibtisch) erneut bei derselben Sitzung anmelden.

Nach Aufnahme des Produktionsbetriebs zeigte sich, dass die neue Open Source-basierte Thin Client-Lösung den herkömmlichen 64-Bit-Desktop-Workstations von Santos weit überlegen war. Dies sprach sich schnell herum, sodass die Geowissenschaftler ihre Red Hat Enterprise Linux-basierten Desktops bald nur noch über TurboVNC ausführten und darum baten, die Workstations aus Platzgründen ganz zu entfernen. Um der zunehmenden Last durch die steigende Anzahl von Online-Benutzern gerecht zu werden, wurde die TurboVNC/VirtualGL-Farm um zusätzliche Red Hat Server erweitert.

Red Hat wird zum Selbstläufer

Die proprietäre Infrastruktur in den landesweiten Niederlassungen von Santos wurde aufgegeben, nachdem deutlich wurde, dass alle nationalen Benutzer lieber über WAN mit der neuen Open Source-basierten Thin Client-Lösung arbeiteten als mit ihrer lokalen Hardware. Was als einfacher Austausch des Thin Client-Systems von Santos gedacht gewesen war, hatte sich zu einem echten Selbstläufer entwickelt. Inzwischen erfolgt der gesamte Zugriff auf Red Hat und die entsprechenden geowissenschaftlichen Anwendungen (etwa Paradigm) remote über TurboVNC-Sitzungen im Serverraum von Santos in Adelaide. (Paradigm ist ein marktführender Anbieter von Explorations- und Förderungssoftware für die Öl- und Gasbranche, dessen Lösungen zur Visualisierung und Auswertung von seismischen Daten verwendet werden.)

Santos erhält Support

Beim Kauf und Aufbau der Serverfarm arbeiteten die Systemadministratoren von Santos eng mit Red Hat Support Services zusammen, um auf Anhieb den gewünschten Erfolg zu erzielen. Dies war besonders wichtig, weil die Organisation zum ersten Mal mit IBM x86-Servern unter Red Hat zu tun hatte. Im Team von Santos sind auch mehrere Red Hat Certified Engineers (RHCE®s) und Red Hat Certified Technicians (RHCTs) vertreten, deren Zahl künftig noch weiter erhöht werden soll.

Santos spart Millionen und fördert innovative Projekte

Die innovative Lösung stellte für Santos eine erfrischende Abwechslung dar, denn sie sicherte dem Unternehmen sofort eine schnellere, billigere und stabilere Plattform. Wie sich außerdem schnell herausstellte, bot sie darüber hinaus auch zahlreiche andere betriebliche Vorteile.

„Not macht erfinderisch. Wundersamerweise haben wir genau die eine Lösung gewählt, die es uns erlaubt hat, die Administration zu vereinfachen, die Performance zu verbessern, Kosten zu senken, die Funktionalität zu erweitern, die Sicherheit zu optimieren und sogar Strom zu sparen – all das mit einer einzigen Open Source-Lösung. Rundherum ein voller Erfolg“, freut sich Moore. „Die Einführung von Red Hat hat sich für uns als echte Win-win-Situation erwiesen.“

Benutzer können Daten schneller abrufen

Nach der Migration auf den neuen Open Source-basierten Thin Client steht allen Benutzern bei Santos nun ein deutlich schnellerer Datenpfad zur Verfügung, da sich Rechenleistung und NFS-Storage am selben Ort befinden. Auch das Datenmanagement wurde massiv vereinfacht. Da alle australischen Benutzer dieselben Server, Anwendungen, Disks und Datenbanken verwenden können, entfällt die Datensynchronisierung zwischen den einzelnen nationalen Standorten.

„Letztlich liefert uns eine einzige, hoch performante Thin Client-Lösung über Standard-Laptops eine 64-Bit-Standardumgebung mit einer 3D-Renderleistung, die unsere Benutzer so noch nicht erlebt haben“, so Moore.

Einsparungen von 2,5 Mio. USD bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung

Zu den weiteren beeindruckenden Vorteilen zählen unmittelbare Einsparungen von über 2,5 Mio. USD durch den Wegfall von Thin Client-Lizenzkosten sowie die gesunkenen Kapitalkosten und den geringeren Verwaltungsaufwand. Darüber hinaus können die hoch geschätzten Geowissenschaftler bei Santos ihre Aufgaben nun deutlich effizienter erledigen. Davon profitiert ihre Produktivität und (dank steigender Öl- und Gasreserven) möglicherweise auch der Unternehmensgewinn.

Optimierte Verarbeitung von seismischen Daten

Zusätzlich zu diesen beachtlichen Vorteilen wurde aus den alten Thin Client Blade-Servern und Torque Open Source Cluster-Tools ein neues HPC Cluster (High-Performance Computing) unter Red Hat Enterprise Linux in Auftrag gegeben. Damit wurden deutliche Fortschritte bei der Verarbeitung von seismischen Daten und den Funktionen zur Reservoirsimulation erzielt.

„Red Hat Enterprise Linux sichert uns eine größere Zuverlässigkeit und Stabilität, mehr konsistent verfügbare Anwendungsfeatures sowie eine optimierte Sicherheit, da unsere wertvollen Unternehmensdaten den Serverraum nie verlassen. Außerdem bietet die Lösung eine bessere Performance und eine umfassendere Funktionalität und erspart uns das lästige ständige An- und Abmelden. Das wiederum bedeutet, dass mehrere Benutzer an verschiedenen Standorten im In- und Ausland gleichzeitig auf ein und dieselbe Sitzung zugreifen können, was sich vorteilhaft auf die Zusammenarbeit auswirkt“, resümiert Moore.

Hinzu kommen jährliche Energieeinsparungen von über 300.000 kWh, ein geringerer Kühlbedarf in den Büros und eine verbesserte CO2-Bilanz durch den Wegfall der Workstations.

Santos erkennt das innovative Potenzial der Open Source Community

Santos führt seinen Erfolg vor allem auf die Bereitschaft zurück, sich jenseits von Microsoft und den traditionellen Softwareanbietern der Branche nach Lösungen umzusehen. Das Unternehmen war vorausschauend genug für eine Zusammenarbeit mit der Open Source Community, die nach Einschätzung von Santos einen immensen Wertschöpfungsbeitrag für Organisationen leisten kann.

„Tatsächlich ist für Red Hat Enterprise Linux und Open Source Software extrem guter Support erhältlich, und vor dem Hintergrund einer rund um die Uhr verfügbaren globalen Community aus technischen Experten ist der Support viel besser und sicherer, als ihn ein einzelner Anbieter realistisch gesehen leisten kann“, meint Moore.

„Red Hat und Open Source haben uns den Weg zu einem absolut innovativen Einsatz von Technologie und neuartigen Denkweisen geebnet. Wir konnten Talente aus aller Welt erreichen und sehen plötzlich spektakuläre Ergebnisse und neue Chancen, die vorher unvorstellbar gewesen wären. Das ist das Potenzial von gemeinschaftlicher Arbeit, und der Nutzen solcher Kooperationen geht weit über unsere IT-Infrastruktur, unser Unternehmen und unsere Branche hinaus“, so Moore.

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