Allgemeine Einstellungen für Red Hat

Success Story

Sprint spart Millionen zur Finanzierung von IT-Innovationen

Sprint wollte nicht länger hohe Lizenz- und Wartungskosten für proprietäre Middleware bezahlen und entschied sich für eine Open Source-Initiative mit der Red Hat® JBoss® Enterprise Application Platform, was zu deutlichen Einsparungen führte. Gleichzeitig konnte durch diese Lösung die Flexibilität der kritischen Anwendungen des Unternehmens verbessert werden.

Kunde seit

2004

Overland Park, Kansas

Telekommunikationsbranche

Ziel

Migration von einer veralteten und kostspieligen proprietären Middleware auf eine zuverlässige, kostengünstige und flexible Middleware nach offenen Standards

Hardware

  • Bestehende Architektur von Sprint

Die Standards, die Sprint zusammen mit Red Hat Consulting entwickelt hat, haben unseren Anwendungen zu einer grundlegenden unternehmensspezifischen Architektur verholfen, die ihnen mehr Flexibilität verleiht und künftig die Abhängigkeit von teuren Closed Source-Technologien vermeidet.

Jamie Williams, Director of IT Middleware, Sprint

IT-Ressourcen des Telekommunikationsanbieters werden durch proprietäre Middleware zu stark beansprucht

Sprint Nextel bietet ein umfassendes Angebot an funk- und kabelbasierten Kommunikationsdienstleistungen an, um Verbrauchern, Unternehmen und Behörden maximale Mobilität zu sichern. Das Unternehmen ist allgemein für die Entwicklung, Umsetzung und Bereitstellung innovativer Technologien bekannt und hat unter anderem als erster nationaler Anbieter in den USA einen drahtlosen 4G-Service angeboten. Zudem hat Sprint auch branchenführende mobile Datenservices und Prepaid-Marken wie Virgin Mobile USA, Boost Mobile und Assurance Wireless entwickelt und bietet sofortige Push-to-Talk-Funktionen für nationale und internationale Märkte sowie ein globales Tier 1-Internet-Backbone.

Anbieter befreit sich von proprietärem Vendor Lock-in

Vor 2011 war Sprint bei seinen wichtigsten Geschäftsanwendungen an die teuren, proprietären Middleware-Plattformen Oracle WebLogic und IBM WebSphere gebunden. Die hohen Lizenz-, Wartungs- und Supportkosten gingen auf Kosten von Investitionen in andere aussichtsreiche, geschäftsorientierte IT-Bereiche, und es war problematisch, die verschiedenen Versionen der unterschiedlichen Middleware-Produkte auf dem aktuellen Stand zu halten.

„Wir arbeiteten mit verschiedenen Anwendungen nicht unterstützter EOL [End-of-Life]-Versionen von WebSphere und WebLogic“, sagt Jamie Williams, IT Middleware Director bei Sprint. Schließlich erreichte das Unternehmen einen Punkt, an dem es sich entweder für ein kostspieliges und arbeitsaufwändiges Upgrade aller bestehenden Middleware-Umgebungen oder für die Einführung einer neuen Middleware-Plattform entscheiden musste.

Sprint setzt auf Open Source

Das IT-Team bei Sprint tendierte zur Einführung einer neuen Lösung, hatte jedoch ganz spezielle Anforderungen. Zunächst müsste die Middleware die Umstellung auf eine neue Plattform zu niedrigen Gesamtbetriebskosten unterstützen, ohne dass davon der Produktionsbetrieb oder geschäftskritische IT-Entwicklungsprojekte beeinträchtigt würden.

„Außerdem brauchten wir eine Middleware, die auf innovativen offenen Standards basierte, flexibel genug für unsere diversifizierte Anwendungsumgebung war, bereits 'kampferprobt' im Hinblick auf Produktionsstabilität bei Implementierungen für Telekommunikationsanbieter war und schließlich standardmäßig implementiert werden konnte, um die weitere Aktualisierung der Software zu erleichtern“, meint Williams.

Anbieter nutzt Chance zur Modernisierung der Infrastruktur

Zusätzlich zum Austausch der Middleware entschied Sprint, auch die damit verbundenen, bereits bestehenden Infrastrukturkomponenten zu modernisieren. „Wir strebten gleichzeitig danach, Anwendungen von physischen Standalone-Servern in eine virtualisierte Umgebung zu migrieren, von proprietären Betriebssystemen auf Linux® und von proprietären Webservern auf Apache“, erläutert Williams.

Sprint wählt IT-Plattform der nächsten Generation

Nach umfassenden Due Diligence-Tests und Machbarkeitsstudien entschied sich Sprint für die Red Hat JBoss Enterprise Application Platform als neue Middleware. Zudem entschied sich das Unternehmen für Red Hat Enterprise Linux als neue Betriebssystemumgebung. Im April 2011 genehmigte und finanzierte Sprint ein Großprojekt, bei dem alle veralteten WebLogic- und WebSphere-Middleware-Komponenten gegen Red Hat JBoss Enterprise Middleware ausgetauscht wurden, und begann mit der Migration der Anwendungen zu einer virtualisierten Red Hat Enterprise Linux Umgebung. Im weiteren Verlauf sollten alle neuen, bei Sprint entwickelten Anwendungen die JBoss Enterprise Application Platform nutzen.

Im Rahmen des zweijährigen Projekts wurde Sprint bei der Anwendungsmigration, der Festlegung bewährter Methoden und dem Aufbau einer zukunftssicheren Architektur von Red Hat Consulting unterstützt.

Massives Migrationsprojekt berührt alle Abteilungen

Im Rahmen der Migration wurden letztlich mehr als 100 Sprint Anwendungen von den veralteten proprietären Middleware-Plattformen auf den neuen JBoss-Standard umgestellt. Vom massiven Umfang dieses Migrationsprojekts sind alle Geschäftsbereiche bei Sprint betroffen, darunter Vertrieb, Personalverwaltung, Finanzen, IT und Entwicklung.

Williams hat eng mit den Kollegen aus der gesamten IT-Abteilung zusammengearbeitet, um einen Konsens zu finden, der allen kritischen Anwendungen gerecht wird, die von der Migration betroffen sind. Das Team von Red Hat Beratern unterstützte das interne Sprint IT-Team bei der Entwicklung Sprint-spezifischer Standards, um die Anwendungsportabilität, die Architekturflexibilität, die Zuverlässigkeit und die Leistungsfähigkeit zu verbessern und die Abhängigkeit von Herstellern zu reduzieren.

Modernisierung der Infrastruktur

Sprint IT hat die Migration von 57 der wichtigsten geschäfts- und projektkritischen Anwendungen erfolgreich abgeschlossen. Diese Anwendungen hatten zuvor mehr als 600 CPUs (WebLogic) und fast 24.000 PVUs (WebSphere) belegt. „Zu den migrierten Anwendungen zählen das Service- und Reparaturmanagement in unseren Einzelhandelsgeschäften, der Online-Prepaid-Verkauf, die sichere Dateiübertragung an Sprint-Partner, die Anlagen- und Bestandsverwaltung für das Sprint Wireless Network und vieles mehr“, sagt Williams. „Nach Abschluss des Programms werden wir mehr als 100 Anwendungen migriert haben, die vorher 1.000 CPUs für WebLogic und 100.000 PVUs für WebSphere belegt haben.“

Sprint modernisierte gleichzeitig seine Infrastruktur, indem Standalone-Server in virtuelle Maschinen unter Red Hat Enterprise Linux umgewandelt und veraltete Webserver durch Apache-Webserver ersetzt wurden.

Sprint sichert sich Einsparungen in Millionenhöhe, mit denen strategische IT-Initiativen finanziert werden können

Allein durch geringere Kosten für proprietäre Lizenzen und Wartung verspricht sich Sprint vom Wechsel zur Red Hat JBoss Enterprise Middleware jährliche Einsparungen in Höhe von über 4 Millionen Dollar. Darüber hinaus setzt das Team von Williams auch auf Implementierungsstandards und Managementtools wie das Red Hat JBoss Operations Network. Durch die damit verbundene Produktivitätssteigerung der Entwickler, Middleware-Administratoren und Systemsupportmitarbeiter bei Sprint konnten zusätzliche Einsparungen erzielt werden. Dank dieser Kosteneinsparungen kann Sprint nun verstärkt in IT-Projekte zur Entwicklung geschäftsorientierter Funktionen investieren, statt einfach die Infrastruktur „am Laufen zu halten“, wie Williams es formuliert.

Bessere Kontrolle durch Flexibilität

„Da unsere neue Umgebung auf Open Source-Standards basiert, können wir unsere Middleware-Plattform zu angemessenen Kosten ausbauen und uns auf die Entwicklung von geschäftsorientierten Anwendungen konzentrieren“, so Williams. „Außerdem kann Sprint nun dank der Flexibilität und Vielfalt der erfolgreich migrierten Anwendungen die Entwicklung des Infrastruktur-Hostings besser steuern, sowohl intern als auch extern oder in einer Hybrid-Umgebung.“

Entwickler arbeiten schneller

Entwickler können ihren Code nun schnell lokal und in anwendungsfreundlichen Entwicklungsumgebungen debuggen. „Die Standards, die Sprint zusammen mit Red Hat Consulting entwickelt hat, haben unseren Anwendungen zu einer grundlegenden unternehmensspezifischen Architektur verholfen, die ihnen mehr Flexibilität verleiht und künftig die Abhängigkeit von teuren Closed Source-Technologien vermeidet“, erläutert Williams.

Red Hat Support ist Garant für den Erfolg

Bei der Migration hat Sprint Unterstützung von Red Hat Global Support Services und Red Hat Training in Anspruch genommen. Red Hat Training hat mehrere Schulungen zu Red Hat JBoss Enterprise Middleware organisiert, um die Application Developer von Sprint auf die neue Plattform einzustellen. „Durch die Durchführung dieser Schulungen zu einem frühen Zeitpunkt im Projekt erhielten die Application Developer von Sprint das Wissen und Selbstvertrauen, das für die Migration der Anwendungen nötig war“, sagt Williams. „Und unser Red Hat TAM [Technical Account Manager] ist aktiv beteiligt, wenn Anwendungen die Produktionsmigration auf die neue Plattform abschließen.“

Sprint bleibt flexibel

Das Migrationsprojekt hat sich laut Williams nicht nur in finanzieller Hinsicht für Sprint ausgezahlt. Die Standardisierung und Modernisierung der Infrastruktur vieler kritischer Anwendungen wird auf längere Sicht die Produktivität der Entwickler steigern, die Markteinführung wichtiger Sprint Produkte beschleunigen und die Automatisierung von zentralen Geschäftsprozessen verbessern. „Auf dem heutigen Markt sind dies alles Schlüsselfaktoren, die Sprint helfen, flexibel zu bleiben und weiterhin führende Lösungen für den Markt zu entwickeln,“ sagt Williams.

Weitere Informationen

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