| Red Hat Enterprise Linux 4: Installationshandbuch für IBM® POWER Architecture Architekturen | ||
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In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Red Hat Enterprise Linux von der CD-ROM mittels des grafischen, Maus-basierten Installationsprogrammes installiert wird. Sie erhalten einen Überblick über folgende Themenbereiche:
Kennenlernen der Benutzeroberfläche des Installationsprogrammes
Starten des Installationsprogrammes
Auswählen einer Installationsmethode
Konfigurationsschritte während der Installation (Sprache, Tastatur, Maus, Partitionen usw.)
Abschließen der Installation
Wenn Sie bereits zuvor eine grafische Benutzeroberfläche oder GUI (Graphical User Interface) verwendet haben, dann sind Sie bereits mit diesem Prozess vertraut. Benutzen Sie Ihre Maus zu Navigationszwecken, um auf Schaltflächen zu klicken oder Textfelder für die Texteingabe zu aktivieren.
Sie können zu Installationszwecken für das Navigieren durch die Bildschirme auch Ihre Tastatur benutzen. Die
Wenn Sie eine grafische Installation mit einem System durchführen möchten, das diese Fähigkeit nicht besitzt, wie z.B. ein partitioniertes System, können Sie VNC oder Display-Forwarding benutzen. Beide dieser Installationsoptionen setzen ein aktives Netzwerk während der Installation und die Verwendung von Boot-Argumenten voraus. Für weitere Informationen zu verfügbaren Boot-Optionen siehe Anhang E.
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Wenn Sie das grafische Installationsprogramm nicht verwenden möchten, steht Ihnen auch weiterhin das textbasierte Installationsprogramm zur Verfügung. Um das Installationsprogramm im Textmodus zu starten, geben Sie folgenden Befehl ein:
Nähere Anweisungen für eine Installation im Textmodus finden Sie unter Abschnitt 2.2. Es wird strengstens empfohlen Installationen mit dem grafischen Installationsprogramm durchzuführen. Das GUI Installationsprogramm von Red Hat Enterprise Linux bietet die volle Funktionalität, einschließlich LVM-Konfiguration, was in der Installation im Textmodus nicht verfügbar ist. Benutzer, die die Text-basierte Installation verwenden müssen, können den Anleitungen für die GUI Installation folgen und dort alle benötigten Informationen erhalten. Benutzer von iSeries-Systemen dürfen nicht vergessen Boot-Optionen hinzuzufügen, wie in diesem Handbuch (Anhang E) für andere Betriebssysteme beschrieben. Dazu müssen sich diese zuerst in ein OS/400 System als iSeries-Benutzer einloggen, und dann die IPL Parameter in der OS/400 Sitzung angeben. |
Um ein OpenPower, p5, i5 oder pSeries-System von CD-ROM zu booten, müssen Sie das Boot-Gerät zur Installation im System Management Services (SMS) Menü angeben.
Um in die System Management Services GUI zu gelangen, drücken Sie
In einer Textkonsole, drücken Sie
Erst einmal im SMS Menü angelangt, wählen Sie die Option Select Boot Options. In diesem Menü, geben Sie Select Install or Boot a Device an. Wählen Sie dort CD/DVD und dann den Bustyp (in den meisten Fällen SCSI). Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie auch alle Geräte überprüfen lassen. Dies überprüft alle verfügbaren Busse auf Boot-Geräte, einschließlich der Netzwerk-Adapter und Festplatten.
Letztlich, wählen Sie das Gerät, das die Installations-CD enthält. YABOOT wird von diesem Gerät geladen und Ihnen steht ein boot:-Prompt zur Verfügung. Drücken Sie
Wenn Sie ein Nicht-iSeries System (oder ein *STMF auf i5) über das Netzwerk booten, benutzen Sie die Datei images/netboot.img auf CD #1.
Legen Sie die Installations-CD in das CD-ROM Laufwerk ein. Ermitteln Sie den Volumennamen, mit dem OS/400 auf die CD Bezug nimmt. Dieser kann durch Ausführen des Befehls wrklnk '/qopt/*' an der OS/400 Befehlszeile herausgefunden werden. WRKOPTVOL gibt weitere Informationen zu den optischen Medien. Solange sich keine CD mit dem gleichen Namen in einem anderen Laufwerk befindet, ist der Volumenname Red_Hat. Beachten Sie, dass wenn der Volumename einen Timestamp enthält (wie es der Fall ist, wenn Namenskonflikte auftreten) ein Auswerfen und Wiedereinlegen der CD eine Änderung des Volumennamens zur Folge hat und Sie diesen demnach wieder neu ermitteln müssen.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Network Server (NWS) ausgehängt ("varied off") ist, indem Sie den OS/400 BefehlWRKCFGSTS (*nws) verwenden.
Bearbeiten Sie die Network Server Description (NWSD). Setzen Sie das IPL-Source-Feld auf *STMF.
Setzen Sie das Feld für die IPL Stream-Datei auf /QOPT/RED_HAT/PPC/ISERIES/BOOT.IMG (Groß-/Kleinschreibung ist nicht von Bedeutung), wobei Red_Hat der Volumenname der CD ist, wie in /QOPT gegeben.
Setzen Sie die IPL-Parameter-Option auf 'dd' (einschließlich der einfachen Anführungszeichen), wenn Sie einen Treiber verwenden. Andernfalls, setzen Sie die Option auf *NONE.
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Red Hat empfiehlt die Verwendung von vnc oder display=<workstation> Bootbefehlen, um eine grafische Installation zu beginnen. Andernfalls, setzen Sie das Feld auf *NONE, um eine Installation im Textmodus durchzuführen. Gehen Sie sicher, dass Sie auf Ihrer Workstation den xhost+ Befehl auf den Hostnamen des zu installierenden Systems zu setzen. Für weitere Informationen zu verfügbaren Bootbefehlen siehe Anhang E. |
Verwenden Sie einen Telnet-Client, um zu der virtuellen Konsole der OS/400 Partition, die Ihre Linux-Partition enthält, zu verbinden. Hierfür empfiehlt sich ein Befehl wie telnet <hosting partition> 2301. Siehe Abschnitt 2.1.5 für weitere Informationen zur Benutzung von virtuellen Konsolen.
Hängen Sie die NWS ein ("vary on"). Die Boot-Sequenz beginnt auf der virtuellen Konsole in wenigen Sekunden. Das Installationsprogramm beginnt automatisch. Wenn Sie eine VNC- oder X-Host-basierte Installation durchführen, kann die Netzwerk-Information über die virtuelle Konsole konfiguriert werden.
Diese Informationen gelten nur für Benutzer von nicht-partionierten OpenPower-, p5- und pSeries-Systemen, welche eine Videokarte als Konsole benutzen. Benutzer von partitionierten OpenPower-, p5, i5 and pSeries-Systemen sollten direkt zum Abschnitt Abschnitt 2.1.5 übergehen.
Das Red Hat Enterprise Linux Installationsprogramm bietet Ihnen mehr als nur die Dialogfelder, die während der Installation angezeigt werden. Ihnen steht auch eine Reihe von Systeminformationen zur Verfügung, und Sie haben die Möglichkeit zur Eingabe von Befehlen an einem Shell-Prompt. Diese Informationen werden auf fünf virtuellen Konsolen angezeigt, zwischen denen Sie mit einer einfachen Tastenkombination hin- und herschalten können.
Eine virtuelle Konsole ist ein Shell-Prompt in einer nicht-grafischen Umgebung und es wird auf diese von der eigentlichen Maschine und nicht Remote zugegriffen. Auf mehrere virtuelle Konsolen kann simultan zugegriffen werden.
Diese virtuellen Konsolen sind sehr hilfreich, wenn bei der Installation von Red Hat Enterprise Linux Probleme auftreten. Dort angezeigte Meldungen können dabei helfen, Probleme konkret festzulegen. In der Tabelle 2-1 finden Sie einen Überblick über die virtuellen Konsolen, deren Inhalte und die Tastenkombinationen zum Umschalten zwischen diesen Konsolen.
Eigentlich gibt es keinen Grund, die Standardkonsole (virtuelle Konsole Nr. 7 für grafische Installationen oder virtuelle Konsole #1 für text-basierte Installationen) zu verlassen, es sei denn, Sie möchten Problemen bei der Installation auf den Grund gehen.
| Konsole | Tastenkombination | Inhalt |
|---|---|---|
| 1 | | Installationsdialogfeld |
| 2 | | Shell-Prompt |
| 3 | | Installationsprotokoll (Meldungen des Installationsprogramms) |
| 4 | | Systembezogene Meldungen |
| 5 | | Weitere Meldungen |
| 7 | | Grafikanzeige unter X |
Tabelle 2-1. Konsole, Tastenkombination und Inhalt
HMC vterm ist die Konsole for jedes partitionierte OpenPower, p5, i5 oder pSeries System. Diese wird durch das Klicken mit der rechten Maustaste auf die Partition auf der HMC und dem anschließenden Auswählen von Open Terminal Window geöffnet. Es kann immer nur ein einzelnes vterm mit der Konsole verbunden werden. Ebenso gibt es keinen Konsolen-Zugang für partitionierte Systeme neben vterm. Oft wird dies auch als 'virtuelle Konsole' bezeichnet, unterscheidet sich jedoch von den virtuellen Konsolen in Abschnitt 2.1.3 oder der virtuellen Konsole der iSeries in Abschnitt 2.1.5.
Bevor Sie die iSeries virtuelle Konsole für die Installation benutzen können, müssen Sie eine DST userid erzeugen und dieser Autorität zum Zugriff auf die virtuelle Konsole geben. In V5R2 starten Sie einfach SST (STRSST von der Befehlszeile der Hosting OS/400 Partition) und wählen die Option 8, Work with service tools user IDs. Sie können nicht die QSECOFR userid verwenden, um auf die virtuelle Konsole zuzugreifen, Sie müssen eine neue userid erzeugen. Haben Sie erst einmal eine userid erzeugt, geben Sie dieser Partition remote panel key Zugriff für Ihre Linux-Partition.
Um auf die virtuelle Konsole zuzugreifen, benutzen Sie den Befehl telnet <systemname> 2301 wobei <systemname> der Hostname der OS/400 Partition ist. Beim Verbinden, listet die virtuelle Konsole die Linux-Partitionen auf der Hosting OS/400 Partition. Wählen Sie die Partitionsnummer und geben Sie Ihre DST userid und Ihr Passwort an.
Die virtuelle Konsole ist über eine Reihe von Telnet-Clients verfügbar, arbeitet aber am Besten über Linux-basierte X-Terminals (oder GNOME-Terminals), die den Standard telnet-Client oder den MS Windows PuTTY-Client verwenden. Andere Telnet-Clients, wie der Standard Windows Telnet-Client, haben Probleme mit der Textdarstellung der virtuellen Konsolen, beim text-basierten Installationsprogramm oder Kontrollsequenzen in Programmen wie vi, weswegen deren Benutzung nicht empfohlen ist.
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