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Was ist Open Banking?

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Der Begriff Open Banking beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem Finanzdaten mithilfe von APIs (Application Programming Interfaces) von verschiedenen Parteien gemeinsam genutzt werden können. Dabei können Daten zwischen verschiedenen Finanzdienstleistern (Banken, Versicherern, Einzelhändlern usw.), zwischen Anbietern und ihren Kunden oder zwischen Einzelpersonen geteilt werden. Dies ist keine spezielle Technologie oder Lösung, sondern eine neue Art und Weise, Kunden eine größere Auswahl an Produkten und Services anzubieten. Dieser neue Ansatz verändert das etablierte Geschäftsmodell der Banken, das auf analogen Prozessen aufsetzt, von denen einige mehrere hundert Jahre alt sind.

Es sollte hier unbedingt angemerkt werden, dass das Wort „Open“ in Open Banking nicht bedeutet, dass keine schützenden Strukturen oder Maßnahmen vorliegen, sondern dass es sich hier um einen offenen Austausch digitaler Bankdaten mit der Zustimmung des Kunden handelt.

So hat die Beziehung zwischen Red Hat und NVIDIA der Royal Bank of Canada dabei geholfen, das Kundenerlebnis mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) zu optimieren. 

Kunden erwarten ständig bessere Lösungen von ihren Finanzdienstleistern. Das traditionelle Banking-Modell verliert in der modernen digitalen Welt immer mehr an Relevanz. Mithilfe von Open Banking lassen sich digitale Transaktionen optimieren und die Sicherheit von Online-Finanzdaten verbessern. Außerdem bietet es eine ganz neue Art und Weise der Interaktion zwischen Kunden und Banken. 

Es bietet Banken und Finanzinstituten auch diverse neue Möglichkeiten im Hinblick auf neue Umsatzquellen. So können neue Produkte und Services für den einzelnen Kunden personalisiert werden, was wiederum die Beziehung zwischen Bank und Kunde verbessert.

Open Banking (auch vernetztes Banking genannt) wird bereits in vielen Ländern praktiziert, in denen Banken und andere Firmen gemeinsam neue Produkte und Services entwickeln, darunter die Bezahlung von Waren mit einer digitalen Geldbörse oder auch E-Wallet. In der modernen digitalen Wirtschaft fordern Verbraucher bessere Produkte und Services von Finanzinstitutionen, und viele Banken haben dieses neue Modell bereits integriert, um wettbewerbsfähig bleiben zu können. In der EU gibt die zweite Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) Verbrauchern das Recht, ihre Finanzdaten bei Banken mit Drittanbietern zu teilen. Diese Entwicklung setzt sich mittlerweile auch außerhalb der EU fort. In den USA hat die Electronic Payments Association (NACHA) bereits ein Open Banking Framework eingerichtet, auch wenn hierfür noch keine Richtlinien etabliert worden sind. Ob Finanzinstitutionen Open Banking nun gezwungenermaßen oder freiwillig einführen, die Vorteile sind die gleichen: die Entwicklung neuer Methoden, um den Kunden Finanzdienstleistungen anbieten zu können.

In erster Linie basiert Open Banking auf der Nutzung von APIs. Die Kernfunktion einer API liegt darin, einem Softwareprogramm zu erlauben, Daten direkt mit einem anderen Programm auszutauschen. Das heißt in diesem Fall, dass eine Bank Daten direkt mit einer anderen Bank austauschen kann, sogar wenn beide unterschiedliche Software verwenden.

Manche modernen Finanzmanagement-Apps nutzen das, was als Screen Scraping bekannt ist, also das Auslesen und Kopieren von Textdaten direkt von einer Website. Diese Apps verwenden Daten, um Aufgaben (Zahlungen, Kontoverwaltung etc.) im Auftrag des Kunden auszuführen. Diese Methode kann zwar den beabsichtigten Zweck erfüllen, ist aber extrem ineffizient und komplex, da der Kunde z. B. die Passwörter für all seine Konten in die Verwaltungs-App eingeben muss. Außerdem werden dabei alle Kundendaten (darunter Einkaufshistorie, Kontostand, Gehalt etc.) dem Unternehmen offengelegt, dem die App gehört, auch wenn die Daten für die jeweilige Aufgabe gar nicht benötigt werden. Angesichts immer neuer Datenschutzverletzungen zwingt eine größere Sensibilität beim Datenschutz die Finanzdienstleister dazu, ihre Interaktionen mit dem Kunden neu zu überdenken.

Dieses Problem sollen APIs beim Open Banking lösen, denn mit APIs wird eine direkte Verbindung zwischen Anbietern aufgebaut, bei der der Kunde seine Passwörter nicht eingeben muss. Dies sorgt für bessere Sicherheit, da der Kunde genau angeben kann, welche Daten er mit wem teilen möchte.

Das traditionelle Banking wird uns sicher noch eine Weile erhalten bleiben. Allerdings ist das Open Banking bereits so gut etabliert, dass das traditionelle Modell in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung verlieren wird. Es reicht für etablierte Banken nicht aus, einfach ihre bestehenden Produkte und Services in den digitalen Raum zu verschieben. Darüber hinaus müssen sie ihr Geschäftsmodell überdenken, um sich auf dem Markt gegen digitale Firmen durchzusetzen, die in der Open Banking-Branche bereits angekommen sind.

Kunden möchten mehr Spielraum im Hinblick darauf, wo und wie sie ihre Finanzen verwalten können. Es liegt im besten Interesse der Finanzindustrie, Open Banking als Kernelement ihres Geschäftsmodells zu übernehmen. Um erfolgreich zu sein, benötigen sie eine kollaborative, offene Umgebung, die Innovationen fördert.

Weil wir daran glauben, dass Banking ohne Open Source nicht wirklich offen sein kann.Mit den Open Source-Lösungen von Red Hat erhalten die Finanzdienstleister die Möglichkeit, eine Basis zu schaffen, die Open Banking, ihre Altsysteme und auch zukünftige Änderungen unterstützt.

Kern des Open Banking, das auf Innovation und Zusammenarbeit aufbaut, ist die Transformation von Technologien, Prozessen und Unternehmenskultur. Wir können Ihnen helfen, eine Basis für Ihre Open Banking-Strategie zu schaffen.

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