Dieser Blog-Beitrag basiert auf einem Gespräch, das ich kürzlich mit Chris Sedore, dem CIO der Boston University, geführt habe. Er wurde im Artikel von Red Hat Research Quarterly vorgestellt: „Wir brauchen alle mit an Bord: Innovationen in der Forschung mit Unternehmensabläufen verbinden“. Lesen Sie unser vollständiges Gespräch hier.

Ich habe es schon immer geschätzt, komplexe Probleme zu lösen. Ob beim Basteln an Automotoren oder bei der Nutzung von Open Source-KI-Tools – der erste Durchbruch löst eine ganz besondere Begeisterung aus. Sie lösen das anfängliche Rätsel – den Prototyp – und das ist ein großartiges Gefühl. Wenn Sie sich dann jedoch intensiver mit den vielen Schichten des Stacks befassen, erkennen Sie, dass die erste Lösung nur der Anfang war. Sobald Sie die Funktionsweise des Systems wirklich verstehen, sehen Sie die Chance, das gesamte System zu verbessern. 

Damit Unternehmen künstliche Intelligenz erfolgreich nutzen können, müssen wir dieselbe technische Neugier auf den gesamten Stack anwenden – von der zugrunde liegenden Infrastruktur bis hin zur intelligenten Routing-Logik. So überwinden wir die wichtigste Hürde der heutigen KI: den Übergang von technischen Experimenten hin zur geschäftskritischen Realität.

Um diese Lücke zu schließen, ist ein Wechsel von isolierter Innovation hin zu einem kollaborativen Ökosystem erforderlich. Bleibt diese Lücke bestehen, führt dies zu Herausforderungen – etwa wenn ein technischer Durchbruch nicht die Sicherheits-, Skalierbarkeits- und Compliance-Standards erfüllt, die globale Unternehmen benötigen. Indem wir jedoch ein Framework schaffen, in dem Wissenschaft, Startups, Open Source Communities und Branchenführende zusammenarbeiten, können wir technische Versprechen in Marktrealität verwandeln. Dieser kollaborative Ansatz fördert die Stabilität und das Vertrauen, die Unternehmen für eine langfristige Priorisierung von KI benötigen.

Die Kraft einer kollaborativen Grundhaltung

Innovation wird oft als reines Zahlenspiel betrachtet, als hinge der Erfolg allein von der Menge der generierten Prototypen ab. Die tatsächliche Wirkung entsteht jedoch dadurch, wie wir die richtigen Personen zusammenbringen. Die Bewältigung moderner KI-Herausforderungen erfordert ein vielfältiges Ökosystem, in dem alle Beteiligten eine klare Rolle spielen – diese Rollen dürfen jedoch nicht isoliert voneinander existieren. Wir setzen darauf, dass die Wissenschaft die Grenzen der Grundlagenforschung verschiebt und Startups mit disruptiver Geschwindigkeit agieren. Open Source Communities bieten die essenzielle Ebene für radikale Zusammenarbeit und Transparenz, die Innovationen glaubwürdig hält, während Branchenführende die für eine Produktionsumgebung erforderliche operative Disziplin und Skalierbarkeit einbringen. 

Bei KI müssen das Wissen und die Anforderungen der einzelnen Rollen jedoch frühzeitig und regelmäßig geteilt werden. Dazu gehört auch der Geschäftsbereich – die Endnutzenden, die die praktische Anwendung verstehen. In der aktuellen Landschaft sind geschäftliche Anforderungen und technische Lösungen miteinander verflochten. Sie können das eine nicht ohne ein tiefes Verständnis des anderen entwickeln. Dieser kontinuierliche Austausch zwischen den technischen Fachkräften und den Nutzenden bildet den Schwerpunkt, der Talenten und Investitionen zum Erfolg verhilft.

Wir erleben diesen kollaborativen Ethos durch unser Engagement im Massachusetts AI Hub in der Praxis. Indem wir die Investitionen des Bundesstaates in Hochleistungsinfrastruktur, die Verfügbarkeit kritischer Daten und die Förderung der Startup Community unterstützen, tragen wir zur Schaffung eines Zentrums bei, in dem Talente und Investitionen lokal gedeihen. Wichtige Säulen sind dabei unser Red Hat Collaboratory an der Boston University und die Mass Open Cloud (MOC) Alliance. Diese Partnerschaft konzentriert sich auf genau die Infrastruktur, die Open Source-Forschung ermöglicht. Sie bietet eine praxisnahe Umgebung zum Testen, Härten und Verfeinern der Open Source-Technologien, die den gesamten KI-Stack stützen. Wenn wir eine Umgebung schaffen, in der Forschende an Open Source-KI mitwirken und davon profitieren können, entwerfen wir ein Modell für Innovation, das auf Zusammenarbeit basiert.

Einstiegshürden senken

Damit Startups auf dem B2B-Markt erfolgreich sind, müssen sie Hürden wie komplexe Vorschriften und die Fragen der Datensouveränität überwinden. Zudem stehen sie vor einer Vielzahl technologischer Wahlmöglichkeiten. KI ist in den Schichten des Stacks so komplex wie nie zuvor, wobei sich jede Schicht mit einer eigenen Geschwindigkeit verändert.

Spezielle Initiativen wie The Open Accelerator in Massachusetts helfen dabei, diese Lücke zu schließen. Diese Partnerschaft zwischen Red Hat, IBM und dem US-Bundesstaat Massachusetts bringt die Open Source Community zusammen, um die Lücke bei der Einsatzbereitschaft in Unternehmen zu schließen. Durch die Balance zwischen einem umfassenden Engagement im IT-Ökosystem und fachkundiger Anleitung für jene, die komplexe Herausforderungen in regulierten Branchen und anderen geschäftskritischen Umgebungen bewältigen, bietet The Open Accelerator die Expertise für kommerzielle Navigation und Architektur, die Startups benötigen. So entwickeln sie Lösungen, die den Transparenzanforderungen von Unternehmenskäufern entsprechen, während sie gleichzeitig ihr Recht auf die freie Wahl ihrer Technologie behalten.

Diese Architekturerfahrung resultiert aus der jahrelangen Arbeit mit Nutzenden in anspruchsvollen Produktionsumgebungen und basiert auf der Maximierung des Werts, den Open Source und gemeinsame Standards bieten. Durch Beiträge zu offenen Standards für den Inferenz-Lifecycle unterstützt Red Hat die Entwicklung einer anbieterneutralen, hardwareunabhängigen Engine, welche die Portierbarkeit von Startups über alle Umgebungen hinweg fördert. Dies knüpft direkt an die Notwendigkeit von Transparenz an. Indem wir Offenheit in jeder Schicht des Stacks fördern, unterstützen wir die Entwicklung stabiler, produktionsbereiter Systeme, auf die sich Unternehmen verlassen können.

KI als horizontale Kraft

Dieses Vertrauen ermöglicht es der KI, als horizontale Kraft zu agieren. Wenn wir KI als eine Funktion auf Plattformebene und nicht als eine Reihe isolierter Experimente betrachten, können wir mehrere Branchen gleichzeitig unterstützen. Da die zugrunde liegenden Infrastrukturanforderungen für Robotik, Life Sciences und allgemeine Geschäftsabläufe sehr ähnlich sind, ist ein Plattformansatz sinnvoll. Er ermöglicht es uns, eine einzige KI-Funktion einmal zu entwickeln und sie in vielen Bereichen anzuwenden, sodass das gesamte IT-Ökosystem von der gemeinsamen Innovation profitiert. Genau das geschieht derzeit mit der Intelligence Layer. Durch die Nutzung offener Standards für verteilte Inferenz und semantisches Routing unterstützen wir Startups dabei, effiziente, agentische KI zu entwickeln, die portierbar bleibt und proprietäre Abhängigkeiten in allen Sektoren vermeidet.

Das Potenzial skalieren

Die Arbeit von Red Hat zur Überbrückung der Lücke bei der Einsatzbereitschaft in Unternehmen bietet einen praktischen Ansatz, den wir auf unzählige IT-Ökosysteme anwenden können. Dies hilft Innovatoren beim Übergang vom Labor zum Rechenzentrum. Wir möchten, dass Gründende ihre Visionen frei entfalten, während wir sie dabei unterstützen, stabile, produktionsbereite Grundlagen zu schaffen, in die Unternehmen mit Sicherheit investieren können.

Bei der Entwicklung hin zu einer systemzentrierten Sichtweise auf KI liegt der Wert in der Effizienz des Routings und der Transparenz des Stacks. Red Hat treibt diesen Wandel durch Open Source-Innovationen voran und fördert den offenen Wissensaustausch, damit technische Durchbrüche für die Zukunft der KI in den Händen der Community bleiben, die sie entwickelt. Lassen Sie uns gemeinsam eine dauerhafte Erfolgsgeschichte schreiben.

Erfahren Sie mehr über die KI-Vision von Red Hat und unser Engagement für Open Source-Innovationen.


Über den Autor

In her role as Senior Vice President, AI Innovation Hub, Stefanie Chiras leads Red Hat's strategy for engaging with and catalyzing regional AI ecosystems. The initiative's first and primary focus is the Massachusetts AI innovation hub. As a key part of this engagement, she will lead Red Hat's contribution to creating The Open Accelerator, a new AI accelerator for startups. Success in Massachusetts will serve as the model for scaling into additional collaborations.

This mission directly leverages her previous experience as Senior Vice President, Partner Ecosystem Success. In that role, she was responsible for building strong collaborations with and between partners across Red Hat’s global ecosystem. Chiras now applies this proven blueprint for ecosystem building to the AI Innovation Hub, fostering the critical relationships that will power the next generation of AI.

Earlier in her career at Red Hat, Chiras was Senior Vice President and General Manager of the Red Hat Enterprise Linux organization, where she was responsible for the entire product line.

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