Das Fedora-Projekt gibt heute bekannt, dass die Beta-Version von Fedora Linux 43 – die neueste Version des kostenlosen Open Source-Betriebssystems – jetzt verfügbar ist. Erfahren Sie im Folgenden mehr über die neuen und aktualisierten Funktionen von Fedora 43 Beta. Stellen Sie sicher, dass Ihr System auf dem neuesten Stand ist, bevor Sie ein Upgrade von einem früheren Release durchführen.

Was ist neu in Fedora 43 Beta?

Verbesserte Installation und Desktop

  • Standardmäßige Anaconda WebUI für Fedora Spins: Dies schafft eine konsistentere und modernere Installationserfahrung für alle Fedora-Desktop-Varianten. Es bringt uns auch näher daran, das ältere GTK-Installationsprogramm zu ersetzen, sodass alle Fedora-Nutzenden von der gleichen ausgefeilten und benutzerfreundlichen Oberfläche profitieren können.
  • Umstellung des Anaconda-Installationsprogramm auf DNF5: Dies bietet eine bessere Unterstützung und Debugging-Möglichkeiten für paketbasierte Anwendungen innerhalb von Anaconda. Es ist zudem ein größerer Schritt hin zur eventuellen Einstellung oder Entfernung von DNF4, das sich jetzt im Wartungsmodus befindet.
  • Standardmäßige Aktivierung von automatischen Updates in Fedora Kinoite: Sorgt dafür, dass Nutzende ihr System nach einem einfachen Neustart mit den neuesten Bug Fixes und Funktionen ausführen, wobei die Updates automatisch im Hintergrund ausgeführt werden.
  • Festlegung einer Standard-Schriftart für Monospace-Fallback: Legt eine standardmäßige Fallback-Schriftart fest, wenn eine bestimmte Monospace-Schriftart fehlt. Die Schriftartenauswahl bleibt auch stabiler und vorhersagbarer, selbst wenn Nutzende neue Schriftartenpakete installieren. Es treten keine störenden Schriftartenänderungen auf, wie sie in früheren Versionen vorkamen.

Systemverbesserungen:

  • Update der GNU-Toolchain: Ermöglicht Fedora, mit den neuesten Funktionen, Verbesserungen sowie Fehler- und Sicherheitskorrekturen aus den Upstream-Projekten gcc, glibc, binutils und gdb auf dem Laufenden zu bleiben, und stellt einen funktionierenden System-Compiler, Assembler, statischen und dynamischen Linker, Kernsprachen-Runtimes und Debugger bereit.
  • Paketspezifische RPM-Makros für Build-Flags: Bietet eine Standardmöglichkeit für Pakete, um die Standardliste der Compiler-Flags zu ergänzen. Es bietet auch eine sauberere und einfachere Methode für Paketbetreuende, um paketspezifische Anpassungen an Build-Flags vorzunehmen. Dadurch wird die Notwendigkeit vermieden, Umgebungsvariablen manuell zu bearbeiten und erneut zu exportieren. Zudem beugt es potenziellen Problemen vor, die durch die alte manuelle Methode entstehen könnten, und stellt sicher, dass Flag-Anpassungen korrekt angewendet werden.
  • Fedora CoreOS mit Containerfile erstellen: Diese Änderung führt den Build-Prozess von Fedora CoreOS (FCOS) unter einem Standard-Container-Image-Build durch und ersetzt das benutzerdefinierte Tool CoreOS Assembler. Es bedeutet auch, dass alle, die Podman installiert haben, FCOS erstellen können, was den Prozess sowohl für einzelne Nutzende als auch für automatisierte Pipelines vereinfacht.

Upgrades und Entfernungen

  • Veralteter Gold Linker: Stellt das Unterpaket binutils-gold ein. Diese Änderung vereinfacht die Entwicklungserfahrung, indem die Anzahl der verfügbaren Linker von vier auf drei reduziert wird. Dadurch werden die Auswahlmöglichkeiten für Projekte optimiert. Zudem wird das Projekt vor potenziellen Problemen durch Bitrot geschützt – einer Verschlechterung der Qualität eines Pakets, die dazu führt, dass es im Laufe der Zeit nicht mehr erstellt werden kann oder unsicher wird.
  • Einstellung von python-nose: Das Paket python-nose wird in Fedora 43 Beta entfernt. Dadurch wird verhindert, dass neue Pakete mit einer Abhängigkeit von einem nicht mehr gewarteten Test-Runner erstellt werden. Entwickelnden wird empfohlen, zu aktiv gewarteten Test-Frameworks wie python3-pytest oder python3-nose2 zu migrieren.
  • Einstellung von gtk3-rs, gtk-rs-core v0.18 und gtk4-rs v0.7: Verhindert, dass Fedora weiterhin von alten, nicht mehr gewarteten Versionen dieser Bindungen abhängig ist und weniger veraltete Software sowie weniger nicht mehr gewartete Paketversionen ausliefert.
  • Python 3.14: Der aktualisierte Python-Stack in Fedora 43 Beta ermöglicht es, kritische Fehler bereits vor der finalen Version 3.14.0 zu identifizieren und zu melden, indem Fedora-Pakete gegen eine in Entwicklung befindliche Version erstellt werden. Dies kommt dem gesamten Python-Ökosystem zugute. Entwickelnde erhalten in dieser Version auch Zugriff auf die neuesten Funktionen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Golang 1.25: Stellt die aktuellsten Updates in Go bereit, einschließlich der standardmäßigen Leckerkennung von `go build -asan` beim Programmende, der Option `go doc -http` zum Starten eines Dokumentationsservers und der Möglichkeit, Unterverzeichnisse eines Repositorys als Modul-Root zu verwenden. Wir werden weiterhin eine zuverlässige Entwicklungsplattform für die Go-Sprache und die damit entwickelten Projekte bereitstellen.
  • Idris 2: Bietet Zugriff auf neue Funktionen in Idris 2, wie z. B. Quantative Type Theory (QTT), die eine gleichzeitige Programmierung und eine detaillierte Kontrolle der Ressourcennutzung ermöglicht. Es verfügt auch über eine neue Kernsprache, eine minimalere Prelude-Library und ein neues Ziel, das zu Chez Scheme kompiliert werden kann.

Weitere Informationen zu den vielen wichtigen Änderungen in Fedora Linux 43 finden Sie auf der Seite „Change Set“ .

Was ist eine Fedora Beta-Release?

Fedora Beta-Releases sind Code-komplett und werden dem endgültigen Release sehr ähnlich sein. Die Fedora-Projekt-Community wird dieses Release intensiv testen. Wir möchten jedoch auch, dass unsere Endnutzenden überprüfen und sicherstellen, dass die für sie wichtigen Funktionen wie vorgesehen funktionieren. Die Bugs, die Sie finden und melden, tragen dazu bei, Ihr Erlebnis zu verbessern und das Erlebnis von Millionen von Fedora Linux-Nutzenden weltweit zu optimieren! Gemeinsam können wir Fedora Linux nicht nur stärken. Indem diese Korrekturen und Optimierungen Upstream an die Kernel-Community weitergegeben werden, können wir auch zur ganzheitlichen Verbesserung des Linux-Ökosystems und der freien Software beitragen.

Testen wir Fedora 43 Beta gemeinsam

Da es sich um eine Beta-Version handelt, gehen wir davon aus, dass Fehler oder fehlende Funktionen auftreten können. Um Probleme zu melden, die während der Tests aufgetreten sind, wenden Sie sich an das Fedora QA-Team über die Test-Mailingliste oder den #quality:fedoraproject.org-Kanal im Fedora Chat (Matrix). Im Verlauf des Tests werden häufige Probleme in der Kategorie „Common Issues“ (Häufige Probleme) auf Ask Fedora nachverfolgt.

Tipps zum effektiven Melden von Fehlern finden Sie unter „Wie Sie einen Fehler melden“.


Über den Autor

Jef Spaleta was an early contributor to fedora.us repo and Fedora Project. He was elected to the Fedora Board as an at-large community representative before life took him to Alaska ( and Antarctica!) to study the Aurora for several years. During those early years of Fedora, he was involved in much of the public discussions around the project’s shape and he was an ever-present voice in Fedora’s IRC channel, helping users and getting them started with constructively contributing. He also did a modest amount of Fedora packaging maintenance work. Now at Red Hat, Jef continues this work as Fedora Project Leader.
 

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