Netzwerk-Compliance und -abweichungen sind ein weiterer wichtiger Bereich der Netzwerktransparenz. Die IT, einschließlich der Netzwerke, erhält bei Audits mehr und mehr Aufmerksamkeit. Moderne IT-Netzwerke müssen zumindest über grundlegende Härtung und Compliance mit den Unternehmensrichtlinien verfügen. Begriffe wie Netzwerksegmentierung, Banner, Deaktivieren von Telnet, Verwenden von Passwortobfuskation, Entfernen unverschlüsselter Zugangsdaten und Verwalten des Zugangs gehören zu den grundlegenden Anforderungen für Netzwerkadministrationsteams.
Die Anwendung von Konfigurationsrichtlinien und Härtungskonfigurationen in großem Umfang – auf Standalone-Multivendor-Geräten und auf Geräten hinter SDN-Controllern (Software-Defined Network) – macht die End-to-End-Orchestrierung dieser Konfigurationen extrem schwierig, wenn Sie manuelle CLI-Konfigurationen oder einfaches Skripting verwenden. Ohne Automatisierung lassen sich Skripte nur schwer mit dem gesamten Team von Netzwerk-Engineers teilen und verwalten.
Use Case 2: Konfigurationsmanagement
In dieser Phase lautet eine wichtige Frage: „Wie können wir Best Practices für die Konfiguration plattformunabhängig standardisieren und durchsetzen?“
Konfigurationsmanagement muss nicht unbedingt eine Alles-oder-Nichts-Entscheidung sein. Viele Unternehmen tun sich mit Automatisierung schwer, weil sie die Erfolgskriterien zu komplex gestalten. So ist beispielsweise die Automatisierung und Standardisierung einer gesamten Switching-Konfiguration viel komplizierter, als sich auf schnellere Aufgaben wie ACLs, SNMP (Simple Network Management Protocol), VLANs oder andere wichtige Konfigurationsressourcen zu konzentrieren, die in der gesamten Netzwerkinfrastruktur gängig sind.
Das Ziel besteht darin, nachhaltig für eine konsistent konfigurierte Umgebung zu sorgen. Durch schrittweise Erfolge gewinnen die Teammitglieder schnell Zeit zurück und verbessern gleichzeitig ihre Automatisierungskompetenzen. Sobald die Teammitglieder Vertrauen zueinander und in ihre Automatisierungsfähigkeiten aufbauen, können die Use Cases auf weitere Netzwerkressourcen ausgeweitet werden.
Red Hat Ansible Automation Platform vereinfacht den Einstieg in die Automatisierung. Teams können sehen, wie Ansible Automation Platform funktioniert, und Features testen, ohne die Automatisierung in größerem Umfang einzuführen.
Mit Ansible Validated Content bietet die Abdeckung von Backup-Vorgängen einen großen Mehrwert bei minimalem Risiko. In dieser Phase haben Sie keinen Einfluss auf die Produktion. Sie automatisieren schreibgeschützte Aufgaben, die Netzbetreiber ohnehin erledigen müssten, und verwenden dabei Playbooks, wie in Abbildung 6 dargestellt.