Shawn Taylor erinnert sich an das Chaos, das er vorfand. „15 verschiedene Varianten von Servern“, sagt er und zählt eine bunte Mischung aus HP-Maschinen der Gen 4 bis Gen 6 auf. Einige verwendeten SAS, andere SATA und einige wenige verwendeten veraltete SCSI-Controller. „Fällt eine Festplatte oder eine Karte aus, jede Art von Ausfall, und das gesamte System geht unter.“
Shawn, IT Manager im Team Security Applications der North Carolina State University, ist für eine umfangreiche Sicherheitsinfrastruktur zuständig: 3.800 elektronische Türen, 3.500 IP-Videokameras und ein intelligentes Schlüsselmanagementsystem für Dienstleister. Die größte Herausforderung war jedoch nicht physisch, sondern virtuell. Eine fragmentierte Infrastruktur, sich überschneidende Anbieter, unvorhersehbare Kosten des vorhandenen Virtualisierungsanbieters und Kompetenzsilos zwischen IT- und Entwicklungsteams bremsten alles aus.
Zu dieser Zeit erwarb Broadcom VMware.
Das war Ende November 2023. Im Mai 2024 hatte Shawn VMware bereits durch Nutanix ersetzt. Und heute plant er den nächsten, strategischeren Schritt: die Konsolidierung seiner gesamten IT-Umgebung auf Red Hat OpenShift, einschließlich Virtualisierung, Storage und Container-Workloads. Es ist nicht nur ein technologischer Wandel, sondern auch ein kultureller.
Strategiewechsel: Von Legacy zu zukunftsweisenden Lösungen
Der Haupttreiber für den Wandel war keine strategische Vision, sondern eine pragmatische Reaktion auf die Budgetrealitäten. „Wir sind eine staatliche Behörde. Solche Preissteigerungen können wir nicht gut budgetieren“, erklärt Shawn. Die sich abzeichnende VMware-Erneuerung in Verbindung mit staatlichen Haushaltszwängen zwang zu einer schnellen Kehrtwende. Es wurden andere Lösungen vorgeschlagen, die möglicherweise günstiger waren als die Lizenzierung von Broadcom, aber nicht wesentlich.
„Es hat uns nicht weiter gebracht“, gibt Shawn zu. „Wir haben einfach ein teures Produkt durch ein anderes ersetzt.“
Warum also nicht diese Gelegenheit nutzen, um die Basis neu zu erfinden?
Die Chancen mit Red Hat OpenShift
Das Team von Shawn hatte Red Hat OpenShift bereits für Container-Workloads evaluiert. Erst ein Gespräch mit Red Hat eröffnete eine neue Möglichkeit. Dabei lenkte ihn insbesondere ein Vertriebsmitarbeiter auf Red Hat OpenShift Virtualization, eine Funktion von Red Hat OpenShift.
Anstatt Container auf einer Plattform und VMs auf einer anderen Plattform auszuführen, konnte NC State beide Systeme auf OpenShift konsolidieren. Wenn man dann noch OpenShift Data Foundation als Storage-Lösung hinzufügt, lässt sich der gesamte Stack – Computing, Storage und Orchestrierung – vereinheitlichen.
Warum das wichtig ist: Heute arbeiten die Teams in Entwicklung und IT bei NC State in Silos. Entwicklungsteams verwenden lokal Docker und MicroK8s. VMs laufen separat. Die Automatisierung erfolgt fragmentiert über Microsoft Endpoint Configuration Manager (ehemals SCCM) für Windows, Puppet und wahrscheinlich einige andere Lösungen für das Konfigurationsmanagement, je nach Bedarf. Die Migration zu OpenShift bedeutet:
- Eine konsistentere Plattform für Entwicklung, Test und Produktion
- Gemeinsame Nutzung von Tools und Automatisierung
- Lineare Lizenzierung, die eine bessere Budgetplanung ermöglicht
- Verbesserte Zusammenarbeit zwischen IT- und Entwicklungsteams
„Heute haben Entwicklungsteams möglicherweise Probleme mit dem lokalen Kubernetes“, bemerkt Shawn. „Morgen werden sie eine Webschnittstelle haben, auf der sie Container in ihren eigenen Umgebungen bereitstellen können. Das Gleiche gilt für das IT-Team.“
Ein realistischer Plan
Shawn ist realistisch. Er versucht nicht, alles zu containerisieren. Die meisten ihrer kritischen Systeme (Zugangskontrolle, Überwachung, Schlüsselverwaltung) laufen auf Windows-basierter kommerzieller Software und bleiben VMs.
Aber das Ziel ist klar: OpenShift wird innerhalb von 3 Jahren VMs und Container vollständig nebeneinander hosten, während OpenShift Data Foundation den Cold Storage übernehmen wird. Um die Ressourcenzuweisung zu optimieren und die Skalierung für anspruchsvolle Video-Workloads zu vereinfachen, fließen diese weiterhin über Windows-VMs in Network Attached Storage (NAS)-Backends, anstatt sie zum OpenShift Storage zu migrieren. Dies gewährleistet eine dedizierte Leistung für Videos und ermöglicht gleichzeitig, die Funktionen von OpenShift vollständig für andere Anwendungen zu nutzen.
Blick in die Zukunft
Das Team von Shawn besteht nur aus 7 Personen. „Die meisten in meinem Team sehen aus wie ich“, scherzt er. „Wir stehen kurz vor der Rente.“ Wie bei den meisten Veränderungen nimmt das Erlernen einer neuen Technologie Zeit und Budget in Anspruch. 2 junge Fachkräfte, eine aus der Entwicklung und eine aus der IT, bilden mittlerweile die Zukunftsstrategie.
Hinzu kommt die Komplexität der Ausführung von zustandsbehafteten VMs auf OpenShift. Zeitplanung, Node-Patching und Storage-Anbindung sind keine trivialen Aufgaben. Heutzutage erfolgt ein Großteil des Patchings manuell. Shawn hofft, dass er dies zukünftig mit Red Hat Ansible Automation Platform automatisieren kann.
Erkenntnisse und Schlussfolgerungen
In dieser Geschichte geht es nicht nur um Migration. Es geht darum, eine IT-Basis zu schaffen, die die tatsächliche Arbeitsweise widerspiegelt. Eine solche Lösung schließt Lücken zwischen den Teams, eliminiert redundante Systeme und ermöglicht es Ihnen, 5 Jahre im Voraus zu planen, ohne Überraschungen in Bezug auf Lizenzfragen zu befürchten.
„Ohne die Beziehung, die wir zu Red Hat haben, wäre das nicht möglich gewesen“, sagt Shawn. Diese ehrliche, transparente und kooperative Beziehung macht den Unterschied.
Während die meisten IT-Geschichten eine Top-Down-Ansicht darstellen, bietet die Geschichte von Shawn eine praxisnahe Perspektive auf die Komplexitäten des täglichen IT-Betriebs. Sie erinnert daran, dass es bei der Infrastruktur nicht nur um Performance oder Kosten geht, sondern um die Abstimmung von Menschen, Prozessen und Plattformen. Und wenn diese Abstimmung gelingt, kann selbst ein kleines Team mit knappem Budget die Zukunft nach eigenen Vorstellungen gestalten. Hier kann Red Hat helfen: Von kleinen Teams mit Ressourceneinschränkungen bis hin zu großen IT-Umgebungen – mit den offenen, innovativen Hybrid Cloud-Plattformen von Red Hat können Sie für die Gegenwart entwickeln und sich gleichzeitig auf die Zukunft vorbereiten.
Produkttest
Red Hat OpenShift Virtualization Engine | Testversion
Über den Autor
Simon is a technologist and product marketing leader with more than 25 years of experience spanning enterprise IT infrastructure, cloud, and emerging technologies. Combining deep technical knowledge with a strong understanding of customers and markets, he helps organizations make sense of major shifts in enterprise computing, from virtualization and hybrid cloud to AI.
At Red Hat, Simon focuses on OpenShift and the evolving virtualization and hybrid cloud landscape. He is passionate about translating complex technology into practical business value and helping customers understand how new approaches can address real-world IT challenges. Simon also contributes to industry discussions through publications, events, and technology communities.
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