Im Zuge der fortschreitenden Modernisierung ihrer Workloads stellt sich für Unternehmen vor allem die Frage, wie sie das gesamte Spektrum an Datenbank-Workloads, darunter SQL-, NoSQL-, Vektor- und In-Memory-Datenbanken, unterstützen können. Die Modernisierung der Datenbankinfrastruktur erfordert eine durchdachte Strategie, die die Empfehlungen der Anbieter berücksichtigt und gleichzeitig den Wert einer einheitlichen Unternehmensplattform anerkennt, die sowohl vorhandene als auch zukünftige Anwendungsarchitekturen unterstützen kann.
Das Angebot von Red Hat umfasst mehrere Optionen für das Ausführen von Datenbank-Workloads in Hybrid Cloud-Umgebungen. Red Hat OpenShift bietet eine einheitliche Anwendungsplattform für die gesamte Datenebene und unterstützt Unternehmen dabei, die Konsistenz, Skalierbarkeit und operative Effizienz zu verbessern – unabhängig davon, ob sie Container einführen, Anwendungen modernisieren oder vorhandene virtuelle Maschinen (VMs) migrieren. Innerhalb dieses breiten Spektrums an Optionen ermöglicht Red Hat OpenShift Virtualization, ein Feature der umfassenderen OpenShift-Plattform, einen besonders flexiblen Weg in die Zukunft. Teams können damit VM-basierte Datenbank-Workloads neben containerisierten Anwendungen auf derselben bewährten OpenShift-Basis ausführen.
Die Basis: RHEL und KVM
Red Hat OpenShift Virtualization verwendet den KVM-Hypervisor (Kernel-based Virtual Machine) von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) – dieselbe unternehmensgerechte Virtualisierungstechnologie, mit der seit mehr als 17 Jahren erfolgreich kritische Datenbank-Workloads ausgeführt werden.
Da OpenShift neben anderen Guest-Betriebssystemen auch RHEL-basierte VMs unterstützt, können Unternehmen vorhandene Datenbank-Workloads migrieren. Diese Ausrichtung an dem umfassenden IT-Ökosystem von Datenbanken, die bereits für RHEL zertifiziert sind, sorgt für nachhaltiges Vertrauen in die Performance, Stabilität und Unterstützung der gesamten Umgebung.
3 Optionen zum Ausführen von Datenbanken auf Red Hat OpenShift
Red Hat bietet je nach Use Case unterschiedliche Integrations- und Supportmodelle an.
Red Hat OpenShift Virtualization mit eigener Datenbank
Das bestehende Supportmodell von Red Hat lässt sich auf sämtliche Workloads erweitern, die bereits auf RHEL unterstützt werden. Der Ansatz ist einfach: Wenn ein Datenbankanbieter sein Produkt für RHEL zertifiziert oder validiert, unterstützt Red Hat diese Workload, die auf OpenShift Virtualization ausgeführt wird. So wird der Wert Ihrer bestehenden Anbieterbeziehungen und Zertifizierungen erhöht. Außerdem wird sichergestellt, dass die Lösungen mit der erwarteten hohen Zuverlässigkeit und dem erwarteten Support ausgeführt werden können. Sie können mit der Modernisierung Ihrer Plattform beginnen und gleichzeitig wichtige Investitionen in vorhandene Datenbanktechnologien und -expertise erhalten.
- Microsoft SQL Server: Wird über das Server Virtualization Validation Program (SVVP) unterstützt. Da es für RHEL zertifiziert ist, wird es in der virtualisierten Umgebung unterstützt.
- Oracle Database (DB) und Real Application Clusters (RAC): Wurde von Red Hat mit einer Referenzarchitektur umfassend getestet. Es wird genauso ausgeführt wie auf den anderen RHEL-basierten KVM-Hosts. Weitere Informationen zu getesteten und unterstützten Konfigurationen finden Sie im Oracle Database Master Index.
- IBM Db2: Wird genau wie auf jedem anderen RHEL-basierten KVM-Host als VM ausgeführt.
- Enterprise-Cluster: Lösungen wie Percona XtraDB und DataStax (Apache Cassandra) verwenden RHEL-Zertifizierungen, um die Produktionsbereitschaft sicherzustellen.
Paketierte Datenbanken von Red Hat (über Application Streams)
Red Hat bietet zuverlässigen Support für eine Vielzahl gängiger Datenbank-Workloads und sorgt so für Stabilität und Sicherheit für kritische Anwendungen. Dieser Support wird direkt über Application Streams bereitgestellt, ein Mechanismus, der in der Richtlinie zum Lifecycle von RHEL Application Streams näher beschrieben wird.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Bereitstellungsmethode besteht darin, dass über Application Streams bereitgestellte Datenbanken automatisch von Ihrer bestehenden RHEL-Subskription abgedeckt werden. Diese integrierte Abdeckung bietet wichtige Gewissheit, dass die Datenbanken vollständig unterstützt werden, einschließlich Zugang zu wichtigen Sicherheits-Patches, Bug Fixes und kritischen Updates während des gesamten unterstützten Lifecycles.
Diese Support- und Patching-Garantie bietet einen besonderen Mehrwert für Deployments auf OpenShift Virtualization. Durch die direkte Integration des Datenbanksupports in das RHEL-Subskriptionsmodell vereinfacht Red Hat die Compliance, reduziert den operativen Aufwand und bietet eine sicherheitsorientierte und leistungsstarke Plattform für datenbankgestützte Anwendungen.
- Beispieldatenbanken: PostgreSQL, MariaDB und MySQL
- Der Vorteil: Vollständiger und sofort verfügbarer Support von Red Hat für gängige Anwendungsumgebungen.
Containernative Datenbanken mit Red Hat OpenShift Operators
Für Teams, die eine Kubernetes-native Verwaltung in Containern planen, bieten diese Datenbanken Kubernetes Operators, mit denen tägliche Aufgaben wie Backups, Patching und Skalierung automatisiert werden können.
- Beispielpartner: Crunchy Postgres, CockroachDB, EnterpriseDB (EDB) und MongoDB
- Der Vorteil: Diese sind vollständig für die Ausführung als Container validiert und bieten den höchsten Automatisierungsgrad, der auf der Plattform verfügbar ist.
Infrastruktur für die Zukunft
Die Modernisierung Ihrer Infrastruktur bedeutet nicht, dass Sie darauf warten müssen, dass die einzelnen Anbieter eine Support-Website oder -Matrix aktualisieren. Dank der Ausgereiftheit von RHEL und den Virtualisierungsfunktionen über den KVM-Hypervisor in OpenShift können Sie Ihre virtualisierten Datenbanken und containerisierten Anwendungen noch heute auf einer einzigen, konsistenten Plattform konsolidieren.
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Weitere Informationen
- Running database workloads on Red Hat OpenShift Virtualization
- iSCSI vs. NVMe/TCP: The ultimate storage showdown for Red Hat OpenShift Virtualization
- Scalable database performance with OpenShift Virtualization, out-of-the-box
- Verbesserung der Performance mehrerer I/O-Threads für OpenShift Virtualization
- Boost OpenShift database VM density with memory overcommit
- Virtualized database I/O performance improvements in RHEL 9.4
Anhang: Deployment-Optionen
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sind die folgenden Beispiele für Deployment-Optionen bei den jeweiligen Anbietern erhältlich.
Eine vollständige Liste mit Versionsnummern finden Sie in der Katalogliste für Datenbanken.
Datenbank | OpenShift-Deployment-Optionen |
Apache Cassandra | Container (Operator), virtuelle Maschine |
CockroachDB | Container (Operator), virtuelle Maschine |
Couchbase | Container (Operator), virtuelle Maschine |
Crunchy Postgres | Container (Operator), virtuelle Maschine |
EDB Postgres | Container (Operator), virtuelle Maschine |
Elasticsearch | Container (Operator), virtuelle Maschine |
IBM Db2 | Container (Operator), virtuelle Maschine |
MariaDB | Container (Operator), virtuelle Maschine |
MongoDB | Container (Operator), virtuelle Maschine |
Microsoft SQL Server | Container (Operator), virtuelle Maschine |
MySQL | Container (Operator), virtuelle Maschine |
NuoDB | Virtuelle Maschine |
Oracle | Virtuelle Maschine |
Percona XtraDB | Virtuelle Maschine |
PostgreSQL | Container (Operator), virtuelle Maschine |
Redis | Container (Operator), virtuelle Maschine |
Produkttest
Red Hat OpenShift Container Platform | Testversion
Über den Autor
Shane Heroux is a Principal Engineering Partner Manager at Red Hat, working at the intersection of open technology and partner ecosystems. His first Linux install was Slackware in the mid-'90s, where he found something bigger than software: a way of building things together that actually holds up.
Since joining Red Hat in 2018, he's worked across hybrid cloud, AI, and modernization efforts, translating technical complexity into outcomes that make sense for partners and customers. He works across product, engineering, and alliance leadership to align partner capabilities with what customers are actually trying to do, helping organizations build architectures that are open, adaptable, and built to last.
His approach combines technical depth with systems thinking and a humanities instinct. Open collaboration doesn't just scale platforms; it makes the whole ecosystem more useful.
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