e-NABLE

Offene Technologie, schnellerer Fortschritt

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Über den Film

Der Anfang eines großen und großartigen Projekts

Im Jahr 2011 begann Richard Van As damit, eine künstliche Hand aus einem 3D-Drucker zu entwerfen. Er hatte bei Holzarbeiten alle Finger seiner rechten Hand verloren und konnte es sich nicht leisten, eine Prothese zu kaufen. Also beschloss er, selbst eine künstliche Hand anzufertigen.

Was darauf folgte, ist wirklich bemerkenswert – eine Studie im Geiste der offenen Entwicklung und der Kraft des Teilens.

Die Anfertigung einer Handprothese ist kompliziert. Nachdem er seine ersten Prototypen entwickelt hatte, wandte sich Richard Van As deshalb an Ivan Owen, einen Special Effects-Künstler und Puppenspieler, der eine große mechanische Hand gefertigt hatte. Obwohl sich Richard Van As und Ivan Owen noch nie getroffen hatten und auf verschiedenen Kontinenten lebten, begannen sie, ihr Wissen zu teilen und sich über Prototyp-Entwürfe auszutauschen.

Bald darauf wurden sie von anderen Menschen kontaktiert, die sie fragten, ob sie auch für sie eine künstliche Hand anfertigen könnten. Von da an begann ihre Arbeit, das Leben von Menschen zu verändern, die sie noch nie getroffen hatten. So auch das Leben von Liam und Waldo, zwei afrikanischen Jungen, die in einem YouTube-Video zu sehen sind.

Vernetzung von Herstellern aus der ganzen Welt

Als Jon Schull, Wissenschaftler am Rochester Institute of Technology (RIT), das YouTube-Video über Liam und Waldo sah, wurde er auf Kommentare von Menschen aufmerksam, die den beiden Jungen helfen wollten. Jon reagierte darauf, indem er eine Google-Karte erstellte, diese im Kommentarbereich veröffentlichte und die Leser dazu aufrief, ihren Standort auf der Karte hinzuzufügen, wenn sie bereit waren, für jemanden eine künstliche Hand anzufertigen.

Aus dieser Google-Karte entstand die e-NABLE Community, in der auf Grundlage dieses Engagements eine skalierbare und strukturierte gemeinnützige Organisation aufgebaut wurde. In nur eineinhalb Jahren wuchs die Anzahl der Pins auf der Karte von mehreren Hundert auf etwa 5.000.

Heute sorgt e-NABLE dafür, dass diese kollektive Energie in Taten, Fortschritt und die demokratische Verteilung von Hilfsmitteln an hilfebedürftige Menschen umgesetzt wird. Durch den Austausch von Ideen können die Hersteller bessere Prothesen anfertigen und die lebensverändernden künstlichen Hände schneller bereitstellen, als wenn sie alleine arbeiten würden.

Offene Technologie, schnellerer Fortschritt

Die Geschichte von e-NABLE zeigt, dass sich das Open Source-Entwicklungsmodell auch bei der Herstellung von Gegenständen bewährt. e-NABLE basiert auf einem Forschungs- und Entwicklungsmodell, in dem Benutzer zu Designern werden. Wir haben eine offene Maker Community kennengelernt, die kurz davor steht, eine gesamte Branche zu revolutionieren.

Und wir haben Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen getroffen, die den gemeinsamen Wunsch haben, anderen Menschen zu helfen, die sie noch nie getroffen haben. Unser Film widmet sich ihrer Geschichte und den bemerkenswerten Vorteilen der offenen Entwicklung.

Unsere gesamte Tätigkeit bei Red Hat basiert ebenfalls auf diesen Grundsätzen. Ganz gleich, ob es darum geht, Code zu schreiben, eine Community zu gründen oder einem bedürftigen Kind zu helfen: Open Source verändert die Art, wie wir leben und arbeiten.

Über die e-NABLE Community Foundation

Die e-NABLE Community ging aus dem Rochester Institute of Technology (RIT) hervor und kombiniert 3D-Druck mit auf Crowdsourcing basierenden Innovationen und Serviceleistungen. Die Unterstützung und Leitung von e-NABLE erfolgt durch das Center for MAGIC (Media, Arts, Games, Interaction, Creativity) des RIT, dessen Initiative für Access and Collaborative Technologies, und durch die Arbeit von Jon Schull, Forschungswissenschaftler bei MAGIC.

Weitere Informationen zu den Projekten sowie zu Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeit mit Ihrem 3D-Drucker und zu Spendenmöglichkeiten finden Sie auf enablingthefuture.org.

Über Open Source Stories

Open Source Stories ist eine neue Reihe von Red Hat Filmen, die sich mit den Geschichten von Menschen beschäftigt, die Open Source im täglichen Leben und Geschäftsalltag einsetzen. Die Filme stellen Einzelpersonen und Unternehmen vor, die durch den Einsatz von Open Source auf lokaler oder internationaler Ebene Veränderungen bewirken. Jeder Film zeigt das Potenzial von Open Source aus einer speziellen Perspektive und veranschaulicht, welchen Beitrag Open Source zur Stärkung von Vertrauen, Innovation, persönlichem Verdienst oder Forschung und Entwicklung leisten kann.

Die Geschichten machen deutlich, dass die Strategie und Philosophie von Red Hat weit über Software hinausgeht und in ganz unterschiedlichen Bereichen den Ausschlag für konkrete Veränderungen geben kann – vom Bildungssektor über Maker Communities und wohltätige Organisationen bis hin zu Unternehmen.

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Blick hinter die Kulissen

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