Erstellen einer virtuellen Maschine mit Instanztyp

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Wenn Ihre Organisation auf eine neue Virtualisierungslösung umsteigt, können Sie mithilfe der grafischen Benutzeroberfläche (GUI) der Red Hat OpenShift Konsole in Red Hat® OpenShift® Virtualization schnell virtuelle Maschinen (VMs) erstellen. In diesem Artikel werden Sie Schritt für Schritt durch das Erstellen einer VM mit einem Instanztyp geführt – eine schnelle und skalierbare Option für den Einstieg in OpenShift Virtualization. Bei diesem Verfahren wird eine vorkonfigurierte Vorlage verwendet, die es Ihnen ermöglicht, eine funktionsfähige virtuelle Maschine mit allen erforderlichen Konfigurationen bereitzustellen. 

Ein Instanztyp umfasst vordefinierte Ressourcengrößen und Hardwarekonfigurationen für eine virtuelle Maschine, mit denen die anschließende wiederholte Erstellung standardisierter virtueller Maschinen vereinfacht wird. Instanztypen erfassen Hardwarespezifikationen, um Konsistenz zu ermöglichen und das Erstellen von virtuellen Maschinen zu vereinfachen. Durch die Verwendung von Instanztypen mit Red Hat können Nutzende vordefinierte und auf die jeweiligen Workloads zugeschnittene VM-Konfigurationen auswählen, um die Anwendungsanforderungen zu erfüllen. Ein Instanztyp ist eine Basisressource, die alle wesentlichen Merkmale einer virtuellen Maschine umfasst:

  • Central Processing Unit (CPU)
  • Arbeitsspeicher
  • Standard-Geräteeinstellungen

Migration und Management virtueller Infrastrukturen

Beim Erstellen einer virtuellen Maschine mit einem bestimmten Instanztyp müssen Sie das Startlaufwerk für Betriebssysteme wie Red Hat Enterprise Linux®, Fedora und andere auswählen. Instanztypen mit dem Label „available boot source“ eignen sich ideal für einen schnellen Erstellungsprozess.

Die Red Hat OpenShift Webkonsole bietet eine zentralisierte grafische Benutzeroberfläche für die Verwaltung und Interaktion mit Ihren Red Hat OpenShift Container Platform Clustern. Sie umfasst Konsolenansichten für Administration, Entwicklung und Virtualisierung – jeweils zugeschnitten auf spezifische Benutzerrollen und Tasks – sowie Funktionen für Cluster-Management, Anwendungsmanagement und individuelle Anpassung.

Um eine VM mit einem bestimmten Instanztyp über die Red Hat OpenShift Webkonsole zu erstellen, führen Sie die folgenden 5 Schritte aus. 

Schritt 1: Zugriff auf die VM-Instanztypen

  • Melden Sie sich bei der Red Hat OpenShift Konsole an.
  • Navigieren Sie zum Abschnitt Virtualization.
  • Wählen Sie Catalog aus.
  • Wählen Sie Instance types aus.

Schritt 2: Auswahl des Instanztyps

  • Durchsuchen Sie die Liste der verfügbaren, vordefinierten VM-Instanztypen. Red Hat bietet Instanztypen mit unterschiedlichen Konfigurationen (network, overcommitted, runtime, compute exclusive, general purpose) für verschiedene Arten von Workload-Anforderungen.
  • Wählen Sie den Instanztyp aus, der Ihrem Betriebssystem entspricht. Diese Instanztypen sind für Betriebssysteme wie Red Hat Enterprise Linux, Fedora und Windows vorkonfiguriert.
  • Klicken Sie auf Create virtual machine, um den geführten Erstellungsassistenten zu starten. 

Schritt 3: Konfigurieren der VM-Details

  • Sobald Sie einen Instanztyp ausgewählt haben, geben Sie der VM einen eindeutigen, beschreibenden Namen.
  • Wählen Sie das Red Hat OpenShift Projekt (Namespace) aus, in dem die VM bereitgestellt werden soll.

Schritt 4: Anpassen von Ressourcen, Storage und Netzwerk

  • Wählen Sie einen Instanztyp aus, um ein vordefiniertes Ressourcenprofil anzuwenden (wie small oder medium). Diese Profile vereinfachen die Ressourcenzuweisung, indem sie vordefinierte Pakete von Rechenressourcen bereitstellen, sodass Sie diese nicht manuell konfigurieren müssen.
  • Konfigurieren Sie den Storage mithilfe eines startfähigen Volumes, das automatisch anhand des Instanztyps konfiguriert wird. Das bootfähige Volume enthält das Betriebssystem der VM und die primäre Disk. Die Größe kann bei Bedarf angepasst werden. Das Erstellen eines startfähigen Volumes wird automatisch von einem DataVolume übernommen, welches das Image von der Quell-URL abruft und einen Persistent Volume Claim (PVC) für die VM provisioniert. Das PVC ist das Storage-Volume, auf dem das Boot Disk-Image der VM gespeichert ist.
  • Der Instanztyp stellt eine Standard-Netzwerkschnittstelle bereit. Für die meisten einfachen Bereitstellungen ist das Pod-Netzwerk ausreichend. 

Schritt 5: Fertigstellen und Bereitstellen

  • Überprüfen Sie alle konfigurierten Einstellungen.
  • Klicken Sie auf Create, um das Deployment zu starten.
  • Im Hintergrund lädt der Containerized Data Importer (CDI) das Disk-Image in den neuen PVC. Der CDI ist eine wesentliche Komponente von OpenShift Virtualization. Er erleichtert das Importieren von Disk-Images, das Klonen von Datenvolumes, das Hochladen lokaler Daten und ein automatisiertes Erstellen und Befüllen von PVCs. 

Sobald der Image-Import abgeschlossen ist, plant Red Hat OpenShift den Start der VM. An diesem Punkt ändert sich der Status der VM von Importing zu Running

Sobald Sie diese Schritte abgeschlossen haben, wird Ihre VM auf der Registerkarte Virtual machines angezeigt, und Sie können ihren Status überwachen.

Mit OpenShift Virtualization können Sie VMs nach der Bereitstellung managen und überwachen und können außerdem folgende Funktionen nutzen:

  • Snapshots und VM-Clones managen
  • VM-Migration in Aktion auslösen und überwachen
  • VMs durch Anzeigen von Metriken überwachen und Visualisierungen der VM-Betriebszustände anzeigen
  • VMs nach Projekten, Labels und Kommentaren ordnen, um Umgebungen übersichtlich und skalierbar zu halten
  • Bootreihenfolge und VM-Automatisierung anpassen

Außerdem können Sie Instanztypen anpassen, um benutzer- oder projektspezifische Standardeinstellungen für die VM-Erstellung festzulegen. Mit benutzerdefinierten Einstellungen können Sie Nutzenden einen bestimmten Satz konsistenter Optionen anbieten. Zu den Einstellungen, die Sie vornehmen können, gehören:

  • Festlegen einer Standard-Storage-Klasse, sodass alle neuen VMs einen bestimmten Storage-Typ verwenden
  • Festlegen einer Standardkonfiguration für die Netzwerkschnittstelle
  • Einbinden eines standardmäßigen öffentlichen SSH-Schlüssels (Secure Shell Protocol) für den sicheren Zugriff auf neue VMs

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Red Hat hat bereits viele Beiträge zur Entwicklung von Open Source-Virtualisierungssoftware geleistet. Red Hat OpenShift Virtualization ermöglicht es IT-Teams, ihre VMs zu einer modernen Virtualisierungsplattform zu migrieren, die einen klaren Modernisierungspfad bietet. OpenShift Virtualization bietet Funktionen zum Erstellen, Managen und Skalieren von VMs, sodass Sie von bestehenden Investitionen in die Virtualisierung profitieren und gleichzeitig die Einfachheit und Geschwindigkeit der Lösung nutzen können. OpenShift Virtualization ermöglicht die Nutzung eines zentralen Dashboards für folgende Funktionen:

  • Management von Systemen, VMs und cloudnativen Architekturen
  • Operative Skalierung durch Self Service-Provisionierung
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Red Hat OpenShift beinhaltet das Migrations-Toolkit für die Virtualisierung, sodass Sie herkömmliche VMs mit minimalen Ausfallzeiten auf eine moderne Plattform migrieren können. Die integrierten Tools ermöglichen es Ihnen, die VM-Kompatibilität zu bewerten, kritische Workloads zu identifizieren und einen Migrationsplan zu erstellen, der zu Ihnen passt. 

Um Ihre Lösung optimal zu nutzen, können Sie den Migrationsprozess mit Red Hat Ansible® Automation Platform automatisieren und Red Hat Advanced Cluster Management for Virtualization nutzen, um die Wartung des gesamten VM-Lifecycles in Ihren Private und Public Cloud-Umgebungen sowie am Edge zu optimieren – alles über eine einzige Konsole, die Probleme meldet und nachverfolgt. In Kombination mit Red Hat Developer Hub können Entwicklungsteams VMs mithilfe standardisierter, skalierbarer Self Service-Funktionen erstellen und managen.

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