Was ist Live Migration?

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Die Migration von VMs kann folgende Vorteile haben:

  • Load Balancing: VMs können auf Hostmaschinen mit einer geringeren Auslastung verschoben werden, wenn ihr Host überlastet oder ein anderer Host nicht ausreichend ausgelastet ist. Mithilfe von Load Balancing kann die Kapazität und Netzwerkperformance von VMs verbessert werden.
  • Hardware-Unabhängigkeit: Die Hardware-Unabhängigkeit wird durch den Hypervisor ermöglicht, der das Betriebssystem und Ressourcen von den VMs isoliert. Da sie in isolierten Umgebungen ausgeführt werden, sind VMs nicht von spezifischer Hardware abhängig. In vielen Situationen können Sie eine VM von einer Hardware zu einer anderen migrieren, ohne dass dabei Ausfallzeiten entstehen. (Es gibt allerdings auch Einschränkungen, beispielsweise wenn Sie von einer CPU-Architektur zu einer anderen wechseln.)
  • Energieeinsparung: VMs können auf andere Hosts weiterverteilt werden, sodass in Zeiten geringer Auslastung nicht genutzte Hostsysteme abgeschaltet und so Energie und Kosten eingespart werden können.
  • Geografische Migration: VMs können an einen anderen physischen Standort verschoben werden, um die Latenzzeit zu verringern oder wenn dies aus anderen Gründen erforderlich ist, beispielsweise zum Ausgleichen von Fehlertoleranz oder Disaster Recovery.

Mehr über Virtualisierung erfahren

Die meisten Virtualisierungsplattformen enthalten Tools für die Live Migration. Dazu zählen unter anderem folgende Technologien:

Red Hat® OpenShift® Virtualization Live Migration: OpenShift Virtualization baut auf dem KubeVirt-Projekt auf und enthält ein integriertes Live Migration-Tool. Bei der Live Migration wird eine virtuelle Maschine von einem Knoten zu einem anderen innerhalb des OpenShift Clusters übertragen. 

VMware vSphere vMotion: vSphere vMotion ist der Live Migration-Prozess von VMware, der Ausfallzeiten eliminiert und es ermöglicht, eine laufende VM von einem physischen Server zu einem anderen zu verschieben. 

Hyper-V von Microsoft Windows Server: Live Migration ist ein Hyper-V-Feature in Windows Server, mit dem VMs von einem Hyper-V-Host zu einem anderen verschoben werden können.

Nutanix: Die Live Migration-Funktion von Nutanix AHV ermöglicht das Verschieben einer Guest-VM von einem AHV-Host zu einem anderen AHV-Host oder -Cluster, falls beim gewählten Host Ressourcen zur Verfügung stehen.

Eine Live Migration besteht aus mehreren Schritten. Die Schritte können je nach Plattform und Use Case variieren, das Ziel einer Live Migration bleibt jedoch dasselbe. Nachfolgend finden Sie die einzelnen Schritte einer Live Migration mit OpenShift Virtualization.

Schritt 1: Vorbereitung

Der Quellknoten bereitet die VM auf die Migration vor, und der Scheduler, der sich auf der Cluster-Ebene befindet (in diesem Fall der OpenShift Scheduler), wählt den Zielknoten aus. Da eine Live Migration von gemeinsam genutztem Storage abhängig ist, mounten sowohl die Quelle als auch das Ziel gleichzeitig den Storage (d. h. sie greifen auf diesen zu), wenn ein VM-Image gespeichert wird.

Schritt 2: Anfrage

Als nächstes stellt der Quellknoten eine Migrationsanfrage an den Zielknoten. Der Zielknoten beginnt damit, das VM-Image zu laden, und reserviert die korrekte Container-Größe. Für diesen Schritt ist außerdem eine Virtualisierungsplattform erforderlich, damit die VM-Ressourcen zwischen den beiden Umgebungen verteilt und ohne Unterbrechung ausgeführt werden können. Falls keine Ressourcen verfügbar sind, wird die VM weiter ohne Auswirkungen im Quellknoten ausgeführt.

Schritt 3: Übertragung

Der Hypervisor – eine Software, die VMs erstellt und ausführt – kopiert den Speicher aus dem Quellknoten in das Ziel. Es befindet sich eine pausierte Kopie der VM in beiden Knoten, aber der Quellknoten wird als Hauptknoten betrachtet, damit die Migration im Falle eines Fehlers fortgesetzt werden kann.

Schritt 4: Fertigstellung

Nach der Übertragung informiert der Zielknoten den Quellknoten darüber, dass er das Betriebssystem-Image erhalten und die Migrationstransaktion ausgeführt hat. Jetzt wird der Zielknoten zum Primärknoten. Der Quellknoten kann nun die ursprüngliche VM beenden.

Schritt 5: Abschluss

Mit dem neuen Primärknoten ist die Live Migration abgeschlossen. Die migrierte VM wird auf dem Zielknoten ausgeführt, und der Betrieb wird wie gewohnt fortgesetzt.  

YouTube video: Is OpenShift Virtualization right for your VMs? Dauer des Videos: 1:57

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