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Open Source

Was ist Open Source-Software?

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Open Source-Software wird über eine spezielle Lizenz veröffentlicht, die den Quellcode für Endbenutzer legal zur Verfügung stellt. Es gibt viele derartige Lizenzen, aber normalerweise wird Software als Open Source betrachtet, wenn:

  • Sie ohne zusätzliche Kosten in Form des Quellcodes verfügbar ist, d. h. Nutzer können den Code, aus dem die Software besteht, anzeigen und beliebige Änderungen daran vornehmen.
  • Der Quellcode für eine andere neue Software weiterverwendet werden kann, d. h. jeder kann aus dem Quellcode ein eigenes Programm erstellen und es verteilen.

Ist Open Source-Software kostenlos?

Open Source-Software bedeutet nicht unbedingt, dass ausführbare Software kostenlos weitergegeben wird. Es bedeutet lediglich, dass der Quellcode kostenlos zur Verfügung steht.

So ist beispielsweise der Quellcode für Red Hat® Enterprise Linux® für jedermann frei verfügbar. (Sehen Sie selbst.) Für die Konvertierung dieses Quellcodes in ausführbaren Code braucht es jedoch Fachwissen, Zeit und Server. Wenn ein Unternehmen gerne den produktionsbereiten Code von Red Hat Enterprise Linux hätte, ohne ihn selbst aus dem Quellcode rekonstruieren zu müssen, erwirbt es eine Subskription.

Open Source-Software wird gelegentlich mit der Freie-Software-Bewegung in Zusammenhang gebracht, was zu Verwirrung darüber führen kann, ob Open Source tatsächlich „frei“ bedeutet. Die Freie-Software-Bewegung entstand aus der Hackerkultur der 1970er Jahre und wurde von Richard Stallman im Rahmen des GNU-Projekts und der gemeinnützigen Free Software Foundation offiziell gegründet. „Freie Software“ betont dabei die Freiheit in Bezug auf die Rechte von Endbenutzern, kann aber manchmal mit „kostenlos“ verwechselt werden.

Tatsächlich sagen weder „freie Software“ noch „Open Source-Software“ etwas über die Kosten aus. Beide Arten von Software können legal verkauft oder verschenkt werden. Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden hat mit der Art und Weise zu tun, wie die Software freigegeben und mit anderen geteilt wird. Wenn Sie bei freier Software Änderungen am Quellcode vornehmen und diese dann mit anderen teilen möchten, müssen Sie diese Änderungen auch wieder für das ursprüngliche Projekt freigeben. Für Open Source-Software besteht diese Einschränkung für gewöhnlich nicht.

Trotz der praktischen Unterschiede haben freie Software und Open Source-Software auch Gemeinsamkeiten. Tatsächlich werden beide Begriffe manchmal unter „Freie und Open Source-Software“ (FOSS) zusammengefasst.

FOSS im Vergleich zu proprietärer Software

Der Hauptunterschied zwischen proprietärer Software und FOSS besteht in der Verfügbarkeit des Quellcodes. Proprietäre oder kommerzielle Software wie Microsoft Windows und Adobe Photoshop steht den Endbenutzern nicht als Quellcode zur Verfügung. Freie Software wie der Linux-Kernel (die Basis von Red Hat Enterprise Linux) und Open Source-Software wie Google Chromium (die Basis des Chrome-Webbrowsers) sind über ihre jeweiligen Lizenzen als Quellcode verfügbar.

Da es sich bei Linux um freie Software handelt, teilt Red Hat die Änderungen, die beim Erstellen von Red Hat Enterprise Linux vorgenommen werden, mit der Open Source Community. Da es sich bei Chromium um Open Source-Software handelt, muss Google die Änderungen, die beim Erstellen von Chrome vorgenommen werden, nicht mit der Community teilen.

Es gibt verschiedene Typen von Open Source-Lizenzen. Wenn beispielsweise eine Person aus Ihrem Quellcode neue Software erstellt, ist sie dann verpflichtet, diese unter derselben Lizenz (wie bei der GNU GPL) herauszugeben, oder kann sie die Software unter einer anderen Lizenz freigeben (wie bei der GNU LGPL)? Das Internet und das immer beliebter werdende Cloud-Computing-Modell würden sich ganz anders präsentieren, wenn ihre Ursprünge nicht auf Open Source-Software beruhen würden.

Warum ist Open Source-Software wichtig?

Open Source-Software ist für alle wichtig, nicht nur für Programmierer. Denn anders als beim Closed Source-Modell, beinhaltet Open Source für viel mehr Menschen die Möglichkeit, selbst innovativ tätig zu werden. Open Source Communities sind beispielsweise um Open Source-Projekte herum organisiert, in denen sich jeder anmelden und Code beitragen kann. Genauso wie in Teams, die proprietäre Software entwickeln, müssen in diesen Gruppen Standards bei den Beiträgen zu den Open Source-Projekten eingehalten werden. Im Unterschied zu ersteren stehen die Projekte jedoch jedem zur Verfügung, der einen Beitrag leisten möchte.

Dieses Open Source-Entwicklungsmodell hat zu einigen der wichtigsten Anwendungen und Cloud-Plattformen geführt, die heutzutage verwendet werden. Zu den beliebtesten gehört LAMP, ein Modell von Service-Stacks, die einen Großteil des Webs unterstützen. LAMP steht für:

  • Linux: ein Open Source-Betriebssystem (BS) und das größte Open Source-Projekt der Welt
  • Apache: ein plattformübergreifender Open Source-Webserver, der im frühen Web eine Schlüsselrolle spielte
  • MySQL: ein Open Source-Managementsystem für relationale Datenbanken, das von vielen datenbankgesteuerten Webanwendungen verwendet wird
  • PHP: eine allgemeine Skriptsprache, die in der Softwareentwicklung verwendet wird (manchmal anstelle von Perl oder Python)

Weitere Beispiele für beliebte Open Source-Technologien sind das Betriebssystem Android für Mobilgeräte, der Webbrowser Mozilla Firefox, das weit verbreitete Versionskontrollsystem Git sowie die beiden ähnlichen Office-Alternativen OpenOffice und LibreOffice. Die meisten Innovationen in den Bereichen Cloud Computing, Big Data und künstliche Intelligenz stammen aus Open Source-Softwareprojekten. 

Neben der maßgeblichen Rolle im frühen Web und bei einigen der populärsten Anwendungen, die heute verwendet werden, bietet Open Source-Software weitere Vorteile für Unternehmen und einzelne Programmierer. Wenn der Quellcode offen ist, kann ihn jeder ansehen und sich neue Programmierkenntnisse aneignen. Mit einer Open Source-Lizenz können Schüler und Studenten Code bearbeiten, Programmieren üben und sich mit Freunden und der erweiterten Open Source Community austauschen oder sogar Korrekturen an vorhandenen Open Source-Projekten vornehmen.

Open Source bietet Unternehmen außerdem die Möglichkeit, die Software an ihre spezifischen Anforderungen anzupassen oder innovative Funktionen zu entwickeln, die nicht im ursprünglichen Quellcode enthalten waren. Was außerdem für Open Source-Software spricht, ist die Tatsache, dass viel mehr Entwickler nach Sicherheitslücken suchen, da der Quellcode offen verfügbar ist und von einer aktiven Community unterstützt wird.

Open Source-Software beruht auf dem Open Source-Entwicklungsmodell. Dieses Modell ist dezentral und fördert die offene Zusammenarbeit und Peer-Produktion. Es hatte Einfluss auf eine breite Bewegung in der Softwareentwicklung, deren Kernprinzipien oft als „das Open Source-Prinzip“ bezeichnet werden.

Das Open Source-Prinzip ist so effizient, da es enorm viele technische Talente binden kann. Die Mehrheit aller technologischen Innovationen findet heute in der Open Source Community statt, und so nutzen heute Menschen auf der ganzen Welt Open Source-Software. Hinter vielen beliebten Websites und Anwendungen finden Sie Projekte wie Linux, Kubernetes und Git, und Open Source-Browser wie Firefox und Chrome sind sehr weit verbreitet.

Wichtige Open Source-Softwareprodukte

Red Hat Enterprise Linux logo

Red Hat Enterprise Linux ist ein Open Source-Betriebssystem, mit dem Sie Ihre Apps in virtuellen, Bare-Metal-, Container- und Cloud-Umgebungen skalieren können.

Red Hat OpenShift Logo

Red Hat OpenShift® basiert auf Kubernetes, einer Open Source-Plattform, die Linux-Container-Operationen automatisiert. OpenShift umfasst automatisierte Operationen für den gesamten Stack, so dass all Ihre Hybrid Cloud- und Multi-Cloud-Bereitstellungen verwaltet werden.

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