2018 Women in Open Source Award

Anerkennung. Wertschätzung. Inspiration.

Wir sind davon überzeugt, dass Open Source die technologische Zukunft darstellt. Es ist Zeit, die Beiträge von Frauen anzuerkennen und eine neue Generation dazu zu inspirieren, sich der Open Source-Bewegung anzuschließen.

Herzlichen Glückwunsch Dana Lewis und Zui Dighe!

Nachdem unsere Jury nun die 10 Finalistinnen ausgewählt hat, ist es an Ihnen, der Community, die Sieger zu wählen. Unser Dank geht an alle, die geholfen haben, die Frauen aus ihren Communities nominiert, diesen Award bekannt gemacht und die Preisträgerinnen gewählt haben. Lesen Sie weiter, um mehr über die Preisträgerinnen und Finalistinnen zu erfahren, die mit Open Source-Technologie Zeichen setzen.

Red Hat ist stolz, die Gewinnerinnen des Women in Open Source Awards 2018 bekanntgeben zu dürfen.

Dana Lewis, Gründerin der OpenAPS (Open Artificial Pancreas System) -Bewegung, und Zui Dighe, Studentin an der Duke University im US-Bundesstaat North Carolina, sind die Gewinnerinnen des Women in Open Source Awards 2018.

Dana Lewis

Preisträgerin des Community Awards 2018

In gerade einmal zwei Wochen und entgegen allen Erwartungen gelangten wir von „Sollen wir...“ über „Können wir...“ bis zu „Wir machen das jetzt einfach“. Es war das Ergebnis des #WeAreNotWaiting Gedankens und der Hilfsbereitschaft anderer Menschen.

Dana wurde mit dem diesjährigen Women in Open Source Community Award für ihre Bemühungen für an Typ 1-Diabetes Erkrankte geehrt. Frustriert mit der Unfähigkeit der Diabetes-Branche, für sie und andere Patienten ein funktionsfähiges Gerät zu entwickeln, hat Diana die Dinge selbst in die Hand genommen und im Rahmen eines Selbsthilfeprojekts kurzerhand ein eigenes künstliches Bauchspeicheldrüsensystem produziert. Aus dieser Initiative entstand später die OpenAPS-Community, ein FOSS (Free and Open Source Software) -Projekt, mithilfe dessen Diabeteskranke ein auf ihre speziellen Bedürfnisse abgestimmtes Gerät entwickeln können. Dana hat in dieser Community nahezu jede mögliche Rolle ausgefüllt.

Neben ihrer Tätigkeit als Community Manager hat sie auch Features für den Community-Algorithmus konzipiert, kodiert und getestet. Dazu hat sie wertvolle Beiträge zum Design sowie der Prüfung und Implementierung neuer Hardware-Projekte geleistet. Last but not least hat sie über 800 Commits und mehr als 15.000 Inhalte zur Dokumentation beigesteuert. Mittlerweile nutzen über 600 Menschen auf der ganzen Welt verschiedene auf ihrer Arbeit basierende DYI-Systeme. Über Nightscout Data Commons und OpenAPS Data Commons bringt Diana Forschungsprojekte auf den Weg und vertritt die Community regelmäßig bei Ärzten und Forschern in der Hoffnung auf weitere Innovationen. Aber ihre Leidenschaft gilt nicht nur der Diabetes-Gemeinschaft, sondern der generellen Nutzung von Open Source-Prinzipien zur Transformation der Gesundheitsversorgung für alle Menschen.

Zui Dighe

Gewinnerin des Academic Awards 2018

Es gibt unglaublich viel unausgeschöpftes Potenzial, wozu auch neue Ideen und unterschiedliche Ansichten gehören. Und die Integration all dessen ist das Prinzip von Open Source und damit auch dieses Awards.

Zui wurde mit dem diesjährigen Women in Open Source Academic Award für ihre Bemühungen ausgezeichnet, Daten speziell im Bereich Gesundheitsfürsorge für alle offen und zugänglich zu machen. Als Studentin für Biomedizinische Technik an der Duke University im US-Bundesstaat North Carolina machte sie ihre ersten Schritte im Bereich Open Source mit einem mobilen Entwickler-Kit für Gesundheitsanwendungen namens Sana. Mit diesem Tool entwickelte Zui eine App für die Verwendung mit einem kostengünstigen Kolposkopiegerät für einkommensschwache Gemeinden. Dieses Projekt wiederum entfachte ihre Leidenschaft zur Nutzung von Open Source-Technologien zur Unterstützung von Kommunen in Entwicklungsländern. So hat Zui zusammen mit einem Team aus Studenten ihrer eigenen Universität und der Makerere University in Kampala, Uganda, ein Remodeling eines Impfstoffträgers durchgeführt und dabei Innovationen unter Verwendung der Open Source-Bibliotheken Arduino, Particle und Adafruit entwickelt. Später haben sie und ein Studienkollege an der Duke Universität ihre Interessen dann auf erneuerbare Energien ausgeweitet. Mit ihrem Projekt der Überwachung von Umweltfaktoren in entlegenen Gebieten zwecks Bestimmung von Energiebedürfnissen mit besagtem Arduino-System haben die beiden beim internationalen Wettbewerb Go Green in the City 2018 von Schneider Electric den dritten Platz belegt. Zui möchte mit ihrer Arbeit die Lücke zwischen Innovation und Bedarf schließen und auf diesem Wege viele endlose Möglichkeiten entdecken.

Profil der Finalistinnen

Community Award

  • Dana Lewis

    Dana Lewis
    Gründer von OpenAPS und Designer des künstlichen DIY-Bauchspeicheldrüsensystems

    Anzahl der Jahre als Open Cource-Beitragende: 4

    Projekte oder Communities: OpenAPS, OpenAPS Data Commons, Nightscout Data Commons

    Zusammenfassung der Beiträge:
    Dana Lewis ist Gründerin der OpenAPS-Community und Designerin des künstlichen DIY-Bauchspeicheldrüsensystems. Sie begann dieses Projekt, weil sie mit ihren aktuellen Diabetes-Geräten äußerst unzufrieden war. So konnte sie nicht in Echtzeit auf ihre Blutzuckerdaten zugreifen und der Glukosemonitor, der sie des Nachts bei einem sinkenden Blutzuckerspiegel akustisch warnen sollte, war zu leise und brachte war deshalb keine Hilfe, sondern eher ein großes Gesundheitsrisiko. Sie kam das erste Mal mit Open Source über eine Person auf Twitter in Kontakt, die eine Möglichkeit gefunden hatte, Daten von Danas Gerät abzurufen. Dies ermöglichte ihr, einen lauteren Alarm zu konzipieren und kontinuierliche Algorithmen und Features zu entwickeln. Dazu arbeitet sie seitdem mit anderen Mitgliedern der Open Source Community an einem automatischen Insulinapplikationssystem bzw. einer künstlichen Bauchspeicheldrüse.

    Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Mitglieder der weltweiten OpenAPS Community um über 500 Personen angewachsen, die alle die Originalsystemdesigns von Dana verwenden. Die Community konnte dabei über 3 Millionen Stunden an praktischen Erfahrungen mit dieser Technologie sammeln. Dana hat in der Community bereits jede erdenkliche Rolle ausgefüllt, vom Design über die Codierung bis hin zur Prüfung von Features für einige der Algorithmen. Dazu hat sie alleine im vergangenen Jahr wertvolle Beiträge zu Design, Prüfung und Implementierung von 2 neuen Open Source Hardware-Projekten geleistet. Sie hat über 800 Commits und mehr als 15.000 Inhaltszeilen zur Open Source-Dokumentation beigesteuert und darüber hinaus als informelle Community-Managerin agiert und durch ihre Unterstützung vielen anderen den Weg zur Teilnahme an der Community auf vielfältige Art und Weise geebnet, und zwar unabhängig von Erfahrungsstand oder Fertigkeiten. Dazu unterstützt sie Forschungsprojekte über die Nightscout Data Commons und OpenAPS Data Commons, hat verschiedene Open Source-Tools entwickelt und so vielen Forschern aus allen Fachrichtungen die nötigen Mittel an die Hand gegeben, Datensätze auszuwerten und ihre Bemühungen zu beschleunigen.

    Dana hat ihre Errungenschaft Ärzten und Forschern auf der ganzen Welt zur Verfügung gestellt, um ihnen seine Integration in die eigene Arbeit zu ermöglichen. Dazu hat sie ihre Geschichte über TEDx und andere Konferenzen veröffentlicht, um der breiten Öffentlichkeit näherzubringen, wie sie Open Source-Tools zur Unterstützung von Menschen mit gesundheitlichen Problemen nutzen können, die vom gleichen patientenorientierten Ansatz profitieren könnten. Mit der Diabetesforschung aber war es für Dana noch nicht getan. So nutzt sie den Erfolg von OpenAPS zur Unterstützung anderer Patienten-Communities des Gesundheitsbereichs mit Open Source-Lösungen.

    Das sind ihre Pläne für das nächste Jahr und darüber hinaus:
    Die fortgesetzte Iteration von Open Source-Software und -Hardware für die Diabetes-Community mit dem Ziel, sie der weltweiten Bevölkerung zugänglicher zu machen. Dazu wirbt sie bei Herstellern traditioneller Diabetesgeräte darum, Open Source-Code zu prüfen und zur Verbesserung gewerblich verfügbarer Produkte zu nutzen, die letzten Endes auf den Markt kommen.

    Dana hofft, mit Open Source-Prinzipien die Art und Weise der Gesundheitsfürsorge langfristig verbessern zu können. Zu ihren Zielen gehören unter anderem die Beschleunigung der Forschungs-, Design- und Innovationsiteration, die Steigerung der Transparenz für diese Bemühungen und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Patienten und externen Experten. Sie unterstützt andere aktiv bei der Integration von Open Source zur Verbesserung der Zielindikatoren für Lebensdauer und Gesundheit des Menschen.

  • Rupa Dachere

    Rupa Dachere
    Gründerin und Executive Director, Präsidentin und Vorstandsvorsitzende von CodeChix

    Anzahl Jahre als Open Cource-Beitragende: 20+

    Projekte oder Communities:
    CodeChix, DevPulseCon

    Zusammenfassung der Beiträge:
    Rupa ist Gründerin und Präsidentin von CodeChix, einer an der Basis arbeitenden Nichtregierungsorganisation (NGO) mit Fokus auf die kontinuierliche Beschäftigung weiblicher Ingenieure in der Industrie mithilfe auf Open Source basierenden technischen und kulturellen Förderprogrammen. Unter ihrer Ägide hat sich CodeChix in der Bay Area von San Francisco in den letzten 8 Jahren zu einer aktiven Community aus mehr als 400 weiblichen Ingenieuren entwickelt.

    Darüber hinaus hat Rupa die CodeChix Technical Curriculums ins Leben gerufen, ein einzigartiges CodeChix-Programm, das jedermann technische Open Source-Lernprogramme zur Nutzung, Schulung oder Unterrichtung zur Verfügung stellt. Zu den Themen gehören dabei Android Entwicklung, Natural Language Processing (NLP), Sicherheit, Big Date und offene Hardware. Sie bringt dabei Masterstudenten und Doktoranden der Spitzenuniversitäten mit Industrieprofis zusammen, um diese auf dem CodeChix-OpenSource GitHub Repository gehosteten Open Source Curriculums zu entwickeln. Rupa hat dieses Programm mit einem Pilotprojekt für VMware 2016 ins Leben gerufen. Das Ergebnis: eine 30-prozentige Steigerung der Einstellrate für Frauen mit Ingenieursdiplom.

    Dazu ist sie Gründerin und Chefin von DevPulseCon, einer einzigartigen, hypertechnischen Mikrokonferenz für weibliche Ingenieure in Industrie und Akademia. Seit ihrer Gründung 2015 ist die Konferenz binnen drei Jahren von 80 auf 300 Teilnehmerinnen mit internationaler Beteiligung angewachsen.

    Das sind ihre Pläne für das nächste Jahr und darüber hinaus:
    Fokussierung auf ein kontinuierliches internationales Wachstum von CodeChix mit der ersten DevPulseCon in Indien und die Integration des kulturellen Open Source-Förderprogramms als Mainstream-Initiative mit technischen Schulungsreihen und Safe Space Panels. Rupa möchte mit ihren Programmen und ihrer Führungsrolle bei CodeChix auch in Zukunft ein Katalyst für das Onboarding von weiblichen Ingenieuren vom Ansatz der proprietären Quellen hin zu Open Source-Konzepten sein.

    Über die nächsten 3 bis 5 Jahre plant sie, DevPulseCon zu einer der großen Konferenzen der USA zu machen und auch nach Europa und Asien zu bringen. Im Rahmen dieser Expansion sollen zusätzliche Lernpfade für das Onboarding weiblicher Ingenieure in Open Source Communities integriert und Frauen im Allgemeinen dabei unterstützt werden, zu Open Source-Projekten beizutragen.

  • Beth „Pidge“ Flanagan

    Beth „Pidge“ Flanagan
    Beitragende zum OpenEmbedded/Yocto Projekt und CTO von Togán Labs

    Anzahl Jahre als Open Cource-Beitragende: 20+

    Projekte oder Communities:
    Yocto Projekt, Oryx Linux, OpenChain, Open Source Applications Vol II, OpenEmbedded, Open Source Entrepreneur Network

    Zusammenfassung der Beiträge:
    Beth „Pidge“ Flanagan ist Mitbegründerin und CTO von Togán Labs, einem von Frauen geführten technischen Startup-Unternehmen in Irland und einer der ersten fünf OpenChain-Partner. Togán Labs beabsichtigt, eine robuste Linux-Plattform für IoT-Anwendungen zu entwickeln, und das mit einer kontinuierlich diversen Belegschaft.

    Der Vorstand des Unternehmens weist ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis auf. Gleiches gilt für die Mitarbeiter. Beth koordiniert Outreach-Maßnahmen für ihre lokale Community und die Schulung vielversprechender Softwareentwickler, die sich dem Fachbereich auf nicht traditionellem Wege anschließen.

    Dadurch konnte sie ihre Position als Fürsprecherin der Community bezüglich der Unterstützung und Förderung von Frauen in anderen technischen Bereichen zementieren. Togán Labs hat sich dazu dem OpenChain-Projekt der Linux Foundation angeschlossen, bei dem Beth und ihre Mitarbeiter andere Firmen dabei unterstützen, die GPL Compliance schon in der Konzeptphase in ihre Softwareprozesse zu integrieren.

    Beth ist schon seit über 20 Jahren Open Source-Beitragende und mehrere Jahre als Build und Release Engineer des Yocto Projekts tätig. Dazu hat sie ein Kapitel für Architecture of Open Source Applications Vol II geschrieben und ist eine der Hauptbeitragenden für OpenEmbedded.

    Das sind ihre Pläne für das nächste Jahr und darüber hinaus:
    Beth möchte das technische Portfolio von Togán Labs auf wichtige Bestandteile des eingebetteten Linux-Ökosystems erweitern. Ebenfalls auf ihrer Agenda ist die Aufrechterhaltung des ausgeglichenen Geschlechterverhältnisses bei den Mitarbeitern von Togán Lab sowie die Nutzung de irischen Sprache am Arbeitsplatz mit dem Ziel, bis 2021 einen Prozentanteil von 50 % an der internen Kommunikation in dieser Sprache zu erreichen.

    Zurzeit arbeitet sie daran, die Konformität und Freischaltung von Open Source-Lizenzen für all diejenigen zu erleichtern, die OpenEmbedded, das Yocto Projekt und Oryx Linux verwenden. In Zukunft möchte sie OpenChain-Prozesse in diese Projekte integrieren, um die Erfüllung rechtlicher Vorschriften für Endbenutzer zu vereinfachen.

  • Karen Sandler

    Karen Sandler
    Executive Director, Software Freedom Conservancy/Cyborg Lawyer

    Anzahl der Jahre als Open Cource-Beitragende: 12

    Projekte oder Communities:
    Software Freedom Conservancy, GNOME Foundation, Software Freedom Law Center, Outreachy, Free Software Foundation, Free as in Freedom, Center for Research in Open Source Software (CROSS)

    Zusammenfassung der Beiträge:
    Karen Sandler ist Anwältin und Executive Director der Software Freedom Conservancy. Inspiriert von ihren persönlichen Erfahrungen mit der proprietären Software ihres implantierten Defibrillators leistet sie nun ihren Beitrag dazu, eine Welt zu schaffen, in der Nutzern die freie Wahl zugestanden wird. Im Rahmen der Software Freedom Conservancy leitet Karen ein Team, das vielseitigen Support für die Förderung kostenloser Softwareprojekte bietet.

    Die Conservancy koordiniert dazu Outreach-Programme und fördert die Copyleft-Durchsetzung sowie neue Initiativen zur Stärkung der globalen Bewegung für kostenlose Software. Sie hat ihre Expertise kostenlos mehreren Open Source-Softwareorganisationen zur Verfügung gestellt und ist als Vortragende bei vielen Konferenzen aufgetreten, darunter OSCON, SCALE und LinuxCon.

    In ihrer Zeit bei der GNOME Foundation hat sie mitgeholfen, eine erfolgreiche Diversity-Initiative namens Outreachy neu zu starten und auszubauen, mit der Hunderte von Personen mit den unterschiedlichsten Hintergründen in permanente dedizierte Beitragende für kostenlose Softwareprojekte verwandelt wurden. Sie steht außerdem einer Initiative vor, die die Verwendung von Open Source-Software für medizinische Implantate fördert.

    Das sind ihre Pläne für das nächste Jahr und darüber hinaus:
    Karen möchte sich weiterhin für die Unterstützung kostenloser Softwareprojekte, die Copyleft Compliance sowie die Schaffung einer vielfältigen und erfolgreichen Community einsetzen.

  • Katie McLaughlin

    Katie McLaughlin
    Site Reliability Engineer, Divio

    Anzahl der Jahre als Open Cource-Beitragende: 5

    Projekte und Communities:
    BeeWare, Django Software Foundation, Open Source Initiative, PyLadies

    Zusammenfassung der Beiträge:
    Katie war während der vergangenen 5 Jahre eine überaus aktive Teilnehmern an vielen Open Source Communities. Sie ist zurzeit als leitende Imkerin im Rahmen des BeeWare-Projekts tätig, bei dem sie ihre Expertise als Entwicklerin in den Bereichen Systemadministration und Infrastruktur einbringt, an der Prüfung und Handhabung von Beiträgen mitwirkt und wichtige Verbesserungen von Dokumenten durchführt.

    Sie verfügt über weitreichende Erfahrungen als Freiwillige, Kontaktperson für die Community, Koordinatorin, Ausschussmitglied und Gastgeberin zahlreicher Events wie PyCon US, DjangoCon US und OSCON. Sie ist Mitglied des Linux Australia Council, des Open Source Developer’s Club und aktuell Leiterin der Django Software Foundation. Katie ist häufig als Vortragende auf Konferenzen auf der ganzen Welt anzutreffen, darunter als Keynote-Sprecherin auf der PyCon AU 2017. Dazu setzt sie sich für die Anerkennung von Non Code-Beiträgen zu Open Source-Projekten ein, darunter Dokumentation, Bug Reporting, Triage und Community-Organisation, und lenkt dabei besondere Aufmerksamkeit auf die GitHub-Praktiken und deren Fokus auf Code-Beiträge aus der Öffentlichkeit. Ihr Octohatrack-Projekt bietet eine umfassende Liste aller Beiträge zu GitHub Repositories.

    2016 hat sie eine fingierte Konferenz namens KatieConf organisiert, um auf die Zahl der technischen Tagungen mit nur wenigen oder gar keinen weiblichen Vortragenden hinzuweisen. Die Teilnehmer dieser virtuellen technischen Konferenz mit zwei Tracks waren sämtlich Frauen mit Namen Katie oder einer Ableitung daraus. Das Ganze hat sich dann zu einer echten Minikonferenz namens Women Of Open Technology (WOOTConf) entwickelt, die im Rahmen der Linux.conf.au abgehalten wird. 2017 wurde Katie mit dem O’Reilly Open Source Award für ihr herausragendes Engagement für Open Source-Software ausgezeichnet.

    Das sind ihre Pläne für das nächste Jahr und darüber hinaus:
    Katie möchte weiterhin Vorträge zu Themen von technischer und sozialer Bedeutung halten bzw. als Organisatorin und Verwalterin Beiträge zum BeeWare-Projekt leisten. Sie möchte auch 2018 und 2019 als örtliche Vorsitzende der PyCon AU fungieren mit dem Ziel der Aufrechterhaltung und Erweiterung der Plattform für Python Entwickler in Australien.

Academic Award

  • ​Ann Barcomb

    ​Ann Barcomb
    Doktorandin, FOSS-Communities, University of Limerick, Irland

    Anzahl der Jahre als Open Cource-Beitragende: 24

    Projekte und Communities:
    Perl

    Zusammenfassung der Beiträge:
    Ann Barcomb ist eine Doktorandin mit Forschungsschwerpunkt auf Free and Open Source-Software-Communities. Sie hat zahlreiche Forschungspapiere und -artikel zum Thema Open Source Community-Management veröffentlicht, darunter den kürzlichen Opensource.com Artikel über effiziente, forschungsgestützte Ansätze zur Verwaltung infrequenter Beiträge.

    Ann hat im Alter von 10 Jahren ihre ersten Programmiererfahrungen in BASIC gemacht. Später an der Universität kamen dann UNIX sowie Dienstprogramme wie vi und LaTeX hinzu, was dazu führte, dass sie ihr PC-System auf Linux umstellte. Sie hat über ihre gesamte Karriere kontinuierlich Open Source-Beiträge geleistet. Nach ihrem Studienabschluss war sie als Programmiererin tätig und musste später im Rahmen einer neuen Anstellung mit Perl eine ihr bis dahin unbekannte Sprache erlernen. Und es war dieser Umstand, der sie dazu inspiriert hat, sich mit Open Source zu befassen. Sie wurde von der Community sehr enthusiastisch aufgenommen und hat sich gerade deswegen zu eine sehr aktiven Teilnehmerin entwickelt. Weil sie in ihrer täglichen Arbeit 8 Stunden programmierte, entschied sie sich, ihren Beitrag über auf die Community fokussierte Arbeiten zu leisten, darunter als Organisatorin von und Vortragende bei Konferenzen sowie die Zusammenfassung von Mailing-Listen. Durch diese Erfahrung wiederum wurde ihre Forschungsinteresse neu entfacht, was zu ihrer Entscheidung zu einem Master- und aktuell Doktorstudium geführt that.

    Das sind ihre Pläne für das nächste Jahr und darüber hinaus:
    Im kommenden Jahr möchte Ann 2 akademische Artikel veröffentlichen und einen weiteren zum Thema Verwaltung episodisch mitwirkender Freiwilliger bei Open Source Communities unterbreiten. Dazu soll im gleichen Jahr ihre Dissertation zum Abschluss kommen. Ann engagiert sich auch weiterhin als Vortragende auf Konferenzen, wie kürzlich beim Open Source Summit Europe und dem London Perl Workshop. Dazu hat sie vor, einen weiteren Artikel für Opensource.com zu verfassen. Nach Abschluss ihres Studiengangs plant sie, weiter für die Open Source Community relevante Probleme zu untersuchen, und das entweder als Post-Doktorandin oder im Rahmen der Tätigkeit bei einer nichtakademischen Organisation.

  • Emily Shannon

    Emily Shannon
    Duke University, BA-Studium der Biomedizintechnik

    Anzahl der Jahre als Open Cource-Beitragende: 2

    Projekte und Communities:
    Duke eNable, Given Limb Foundation

    Zusammenfassung der Beiträge:
    Emily Shannon ist Präsidentin von Duke eNable, einer Gruppe, die mithilfe von Open Source-Designs und 3D-Druckern kostenlos Prothesen für Freizeitzwecke für Amputierte entwickelt. Den ersten Kontakt mit der Leistungsfähigkeit von Open Source knüpfte sie zu Beginn ihrer Tätigkeit bei Duke eNable, einem Ableger des globalen Freiwilligennetzwerks mit dem gleichen Namen. Die Studentengruppe nutzt Open Source-Designs als Ausgangspunkt für ihre Geräte und teilt die Designdatei für die Endprodukte auf ihrer Website. Im Rahmen ihrer Arbeit wurde Emily die Bedeutung der Kollaboration für den Erfolg in allen Bereichen bewusst, insbesondere seit die rasante Entwicklungsgeschwindigkeit der Technologie die Integration von Open Source-Praktiken praktisch obligatorisch macht.

    Unter der Führung von Emily ist das kleine Team von Duke eNable von 6 auf über 30 Personen angewachsen und erfolgreich Geräte für mehrere Kunden entwickelt. Dazu war sie Impulsgeber für das erste internationale Projekt des Teams. d. h. sie hat sich ein Stipendium der Given Limb Foundation für zwei Reisen nach Haiti im Jahre 2017 gesichert, um dort mithilfe von Open Source-Dateien eine 3D-Armprothese für ein Kind zu entwickeln und persönlich zu übergeben.

    Emily hat ihre Arbeitserfahrungen mit Open Source über den Duke eNable Blog (dukeenable.wordpress.com) und Opensource.com veröffentlicht.

    Das sind ihre Pläne für das nächste Jahr und darüber hinaus:
    Emily möchte ein MSc-Studium im Bereich Prothetik und Orthetik absolvieren und später als zertifizierte Orthopädietechnikern tätig sein. Sie würde mit ihren Erfahrungen auf diesem Gebiet gerne ihren Beitrag zu eNable und der Open Source Community leisten. Als lizenzierte Fachkraft plant sie, die Hälfte ihrer Zeit in Haiti mit den Open Source-Projekten zu verbringen, die sie mit Duke eNable ins Leben gerufen hat.

  • Jona Azizaj

    Jona Azizaj
    BA in Wirtschaftsinformatik, Universität Tirana, Albanien

    Anzahl Jahre als Open Cource-Beitragende: 3+

    Projekte und Communities:
    Fedora, LibreOffice, Nextcloud, Open Source Diversity

    Zusammenfassung der Beiträge:
    Jona Azizaj leistet Beiträge für Fedora, LibreOffice und Nextcloud und ist Mitglied von Open Labs Hackerspace in Tirana, der Hautstadt Albaniens. Open Labs Hackerspace ist eine lokale Community aus Tirana, die Open Source-Software fördert und Events in der Hauptstadt organisiert. Dank der Community und der einladenden Führerschaft von Jona besteht Open Labs Hackerspace mehrheitlich aus Frauen. Für viele Frauen in Tirana bietet Open Source lebensverändernde Möglichkeiten mit dem Erlernen von Kompetenzen in der Informatik. Open Labs Hackerspace ist der Ort, an dem sie negative Stereotypen und Vorurteile im Rahmen eines Support- und Mentor-Netzwerks überwinden können. Jona ist dazu eines der Gründungsmitglieder von Open Source Diversity. Darüber hinaus ist sie ein wichtiges Mitglied des Fedora Diversity-Teams und Mitbegründerin von LibreLadies.

    Jona fand ihre Inspiration für Open Source in der unterstützenden Community der Open Source Conference Albania (OSCAL), bei der sie mittlerweile als leitende Organisatorin fungiert. Im vergangenen Jahr setze sich diese 300 Personen zählende Konferenz aus 57 % weiblichen Organisatoren, einem Freiwilligen-Teams aus 92 % Frauen sowie einem weiblichen Besucheranteil von 64 % zusammen. Außer ihrer Tätigkeit als Organisatorin der OSCAL kommuniziert Jona mit vielen Open Source-Konferenzen in Europa, darunter OpenFest Bulgaria und EuroPython, über Vielfalt und Integration sowie die Steigerung der Beteiligung von Frauen an Open Source-Projekten.

    Jona und die Open Labs Hackerspace Community arbeiten zusammen mit der Kommunalregierung von Tirana an der Integration von Open Source im öffentlichen Sektor. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung haben sie raumbezogene Daten in OpenStreetMap integriert, ein offenes Datenportal mit Straßenmetriken und urbanen Daten entwickelt und die Migration zur Open Source Cloud Storage-Software Nextcloud unterstützt. 2017 hat Jona in der zweiten Jahreshälfte hauptsächlich an der Umstellung der Kommunalverwaltung von proprietärer Software auf LibreOffice gearbeitet. Sie spielt eine entscheidende Rolle im Hinblick auf den Aktivismus bzw. das Engagement von Funktionären des öffentlichen Sektors zur Unterstützung dieser Änderungen und hat zusammen mit dem Open Labs Hackerspace Team Angestellte der Kommunalverwaltung zur Teilnahme an der OSCAL eingeladen.

    Im Sommer 2017 hat sie sich am Rails Girls Summer of Code beteiligt, wo sie hauptsächlich an Nextcloud gearbeitet hat. Später im Jahr wurde sie zur Gewinnerin des Linux Foundation Training Scholarship gekürt. Kurs ihrer Wahl war dabei Linux System Administration People.

    Das sind ihre Pläne für das nächste Jahr und darüber hinaus:
    Im kommenden Jahr möchte Jona die Beteiligung von Frauen an Open Source-Projekten weiter steigern, Partnerschaften mit der lokalen Community vertiefen und die Leistungsfähigkeit von Open Source auch über die Landesgrenzen hinaus bekanntmachen. Dazu will sie zusätzliche lokale Workshops für Frauen zur Unterweisung in Programmiersprachen wie Python, Django und Ruby on Rails abhalten. Ebenfalls geplant ist die Veröffentlichung ihrer Erfahrungen mit Events wie dem Rails Girls Summer of Code als Motivation für eine rege Teilnahme an Open Source.

  • Nikki Stevens

    Nikki Stevens
    Arizona State University, Doktorandin im Fachbereich Menschliche und soziale Dimensionen von Wissenschaft und Technologie der School for the Future of Innovation in Society

    Anzahl der Jahre als Open Cource-Beitragende: 18

    Projekte und Communities:
    Drupal, Open Demographics Initiative, iMentor, Mozilla

    Zusammenfassung der Beiträge:
    Nikki leistet schon seit 10 Jahren Beiträge für Drupal. So hat sie bei lokalen Drupal-Konferenzen bereits zahlreiche Vorträge gehalten, junge Beitragende unter ihre Fittiche genommen, Dokumentation verfasst, Open Source Sprints geleitet und freiwillige Arbeit als Ausbilder geleistet. Nachdem ihre bewusst geworden war, dass diese Beiträge die Beteiligung und Sicherheit der Community fördern, hat sie ihre Bemühungen fokussiert und im Ergebnis 2016 die Drupal Diversity & Inclusion (DD&I) Initiative gegründet. In den letzten beiden Jahren konnte das DD&I-Team seine Zahl von 5 auf 500 Mitglieder steigern, einen eigenen Stand auf der DrupalCon Baltimore organisieren und viele neue Vor- und Beitragende betreuen. 2017 wurde Nikki mit dem Aaron Winborn Award gekürt, der höchsten Auszeichnung für gemeinnützige Dienste der Drupal Community.

    Im Rahmen ihres Studiums an der Arizona State University sucht sie nach Möglichkeiten, Open Source Communities robuster bzw. ihre Daten integrativer zu machen. Dies wiederum führte zur Gründung von Open Demographics, mithilfe dessen Community-Führer die Demographie ihrer Beitragenden auf integrative Art und Weise analysieren können. Vor kurzem hat Nikki Beratungsleistungen für Mozilla zur Verfügung gestellt, mit denen das Browser-Projekt verbessert und die Open Source-Umfrage von Mozilla auf den Weg gebracht werden soll. Dazu hat sie 2 Jahre als iMentor zugebracht und dabei mit Schülerinnen einer STEM Magnet High School in New York City gearbeitet.

    Das sind ihre Pläne für das nächste Jahr und darüber hinaus:
    Nikki möchte das erste Release des Open Demographics-Projekts abschließen und es mit der Linux Foundation oder OpenStack gemeinsam mit den Nutzern testen. Hochschultechnisch gesehen liegt ihr Fokus auf drei verwandten Bereichen: 1) einer Politik der Erhebung demographischer Daten in Open Source Communities, 2) der Analyse der Beziehung zwischen der Verfügbarkeit von Optionen eines ethnischen Engineerings und sozialem und kulturellem Kapital und 3) den epistemologischen Parallelen zwischen Datenstrukturen und Humannetzwerken.

  • Zui Dighe

    Zui Dighe
    Duke University
    Bachelor-Diplom in Biomedical Engineering und Computer Science

    Anzahl der Jahre als Open Cource-Beitragende: 3

    Projekte und Communities:
    SANA, Particle, Arduino, OPeN

    Zusammenfassung der Beiträge:
    Nach zweieinhalb Jahren ihres Studiums an der Duke University hat Zui Dighe dank der Leistungskraft von Open Source auf dem Campus und auch im Ausland bereits ihre Spuren hinterlassen. So ist sie eine der Hauptbeitragenden eines kostengünstigen Open Source-Systems, mit dem sich Temperaturen und GPS-Standorte von Impfstoffen in Entwicklungsländern mithilfe eines Arduino-basierten Geräts bestimmen lassen. Zui ist die technologische Leiterin eines transkontinentalen Teams aus Technikstudenten der Duke and Makerere Universitäten, das aus einem 2016 an beiden akademischen Einrichtungen durchgeführten Ingenieursstudium entstand. Zui wurde für ihre Arbeit mit Impfstoffträgern als Katsouleas NAE Grand Challenge Scholar ausgezeichnet und hat eine große Leidenschaft zur Überbrückung der Kluft zwischen Innovation und Bedarf entwickelt. Dazu hat sie beim Wettbewerb International Go Green in the City von Schneider Electric mit ihrer IoT-Lösung für Energiezugangsentwicklung den dritten Platz belegt. Mit dieser Technologie namens Illuminate lassen sich Umgebungen analysieren und mit den erhobenen wichtigen Daten und Analysen die Energiebedürfnisse ländlicher Gemeinden bestimmen.

    In der Industrie hat sie mit Via Global Health, einer Plattform für medizinische Geräte, zusammengearbeitet und ein Endbenutzer-Prüfsystem entwickelt, das Feedback für medizinische Geräte fördert, mit dem von den Benutzern initiierte Änderungen der medizinischen Innovation unterstützt werden. Als Praktikant bei Syapse, einem Hersteller medizinischer Präzisionssoftware für die Datendemokratisierung in allen Krankenhäusern, hat sie Algorithmen zur Übersetzung komplexer molekularer Labordaten in ein integriertes System zur einfachen Verwendung in Hospitälern entwickelt. Auf dem Campus war Zui CTO von Campus Enterprises tätig und hat in dieser Eigenschaft den Backend- und Tech-Stack für ein Produkt mit über 6000 Nutzern umstrukturiert. Dazu ist sie Mitbegründerin von bzw. leistet kontinuierlich Beiträge zum Startup Campus Wallet, einer Mobilanwendung für Loyalty-Karten und -Bonusse, mit denen Studenten auf dem Campus Nahrungsmittel und Getränke erwerben können. Damit können Studenten Prämien maximieren und Organisationen wichtige Daten zu ihren Kunden sammeln.

    Das sind ihre Pläne für das nächste Jahr und darüber hinaus:
    Zui möchte weiterhin daran arbeiten, in der Gesundheitsfürsorge und anderen Bereichen Daten offener und verfügbarer zu machen. Sie möchte ihr Grand Challenge Scholar Fellowship zur Implementierung des Impfstoffträgergeräts verwenden und die Daten per Open Source zur Verfügung stellen, um die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten zu fördern. Dazu plant sie, Illuminate als Produkt zu patentieren und den Code als Open Source bereitzustellen.

Red Hat Innovation Awards – der Ablauf

Anerkennung der Beiträge von Frauen zu Open Source

Wir suchen nach Frauen, die wichtige Beiträge zu einem Open Source-Projekt oder der Open Source Community leisten, einschließlich:

  • Code und Programmierung
  • Qualitätssicherung und Bug-Triage
  • Beteiligung an Open Hardware
  • Systemadministration und Infrastruktur
  • Design, Artwork, Benutzererlebnis und Marketing
  • Dokumentation, Tutorials und weitere Kommunikationsformen
  • Übersetzung und Internationalisierung
  • Open Content
  • Community-Förderung und Community-Management
  • Schutz geistigen Eigentums und rechtliche Reformen
  • Open Source-Methodik

Die Kandidatinnen können zwei verschiedene Preise erhalten

  • Women in Open Source Academic Award: Frauen, die in Vollzeit in einer Universität oder Fachhochschule eingeschrieben sind und 12 oder mehr Credit Points erwerben, egal, auf welcher Abschlussebene
  • Women in Open Source Community Award: Alle anderen Frauen

Wir empfehlen Ihnen, die Kandidatin beim Ausfüllen des Nominierungsformulars zu begleiten. So ist gewährleistet, dass wir ein vollständiges Bild und korrekte Angaben über ihre Beiträge erhalten. Falls Ihre Kandidatin Ihre Kompetenz nicht oder nur widerwillig anerkennt, finden Sie hier einige Ratschläge, um ihr dabei zu helfen, die Leistungen wertzuschätzen, die für andere so klar ersichtlich sind.

Preisträgerinnen 2017

Herzlichen Glückwunsch Avni Khatri und Jigyasa Grover, Preisträgerinnen des Women in Open Source Awards 2017!

Nachdem unsere Jury nun die 10 Finalistinnen ausgewählt hat, ist es an Ihnen, der Gemeinschaft, die Sieger zu wählen. Unser Dank geht an alle, die geholfen haben, die Awards bekannt zu machen, Frauen aus ihren Gemeinschaften nominiert und die Preisträgerinnen gewählt haben. Lesen Sie weiter, um mehr über die Preisträgerinnen und Finalistinnen zu erfahren, die mit Open Source-Technologie Zeichen setzen.

Frühere Preisträgerinnen

Erfahren Sie mehr über die Frauen, die diese bedeutende Auszeichnung für Beiträge zu Open Source erhalten haben.

Unsere Preisträgerinnen 2017

Unter den Preisträgerinnen und Finalistinnen 2017 finden sich Organisatoren, Mentoren, Program-Manager, Ingenieure, Präsidenten, Vizepräsidenten und Geschäftsführer. Ihre Arbeit zeitigt Auswirkungen auf alle Bereiche, von der Open Source-Weiterbildung über die Web-Literacy bis hin zu Lerntechnologien. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie diese inspirierenden Frauen die Welt verändern.

Avni Khatri

Preisträgerin des Community Awards 2017

Ich habe die Einrichtung dieser Labs mit der Hoffnung unterstützt, dass Kinder diese Technologie nutzen können und so Zugriff auf Bildungsinhalte bekommen, die ihnen sonst verwehrt bleiben würden. Wir möchten den Kindern zeigen, was möglich ist, damit sie ihr eigenes Leben sowie das ihrer Familien und Gemeinschaften verbessern können.

Avni gewann den Women in Open Source Community Award in diesem Jahr für ihre Bemühungen, Kindern die Möglichkeit zu geben, ihr Leben mithilfe von Technologie zu verbessern. Sie träumt davon, dass jeder, besonders Kinder, uneingeschränkten Zugriff auf Bildung hat, um sein Leben eigenständig gestalten und Verbesserungen für die eigene Gemeinschaft erzielen zu können. Für Avni ist FOSS (Free and Open Source Software) instrumental bei der Umsetzung dieser Vision und aus diesem Grund tut sie auch ihr Möglichstes, um mithilfe der NGO „Kids on Computers“ Technologie zu den unterrepräsentierten Gemeinden der Welt zu bringen. Avni ist entweder als Freiwillige (seit 2010) oder Präsidentin der Organisation (seit 2012) in entlegene Gegenden Mexikos, Indiens und Marokkos gereist, um Schullabore mit Linux-Computern, FOSS-Anwendungen und offenen Inhalten wie Offline-Wikipedia und Khan Academy auszustatten, und vor Ort Freiwillige zur Unterstützung der Labore zu organisieren. Vor kurzem hat sie zusammen mit anderen die neue Open Source-Plattform „For a Living“ gegründet, mithilfe derer Schüler Informationen zu verschiedenen Karrieren erhalten, und zwar im Rahmen von Interviews mit Profis und basierend auf Stellen, Interessen und Skills.

Jigyasa Grover

Gewinnerin des Academic Awards 2017

Ich glaube, dass wir nur besser sein können, wenn wir anderen helfen, sie ermutigen, diese verführerische Welt des Open Source zu erkunden. Und genau dadurch berühren wir unzählige weitere Menschen.

Jigyasa gewann den Women in Open Source Community Award in diesem Jahr für ihren Beitrag zur Open Source-Community. Schon zu Anfang ihrer studentischen Laufbahn arbeitete sie mit der anspruchsvollen algorithmischen C/C++ Programmierung, Java, Python und vielem anderen, was sie unweigerlich zu Open Source führte. Dazu war sie Entwicklerin für Pharo, eine Open Source Smalltalk IDE, und wurde letztlich zu einer der Hauptbeitragenden für das im Jahre 2015 veröffentlichte Pharo 4.0. Seither hat sie am Google Summer of Code 2015 und 2016 teilgenommen und erhielt Forschungsstipendien vom National Research Council of Canada und der ESUG beim französischen IRD (Institut de recherche pour le développement) -Institut. Sie möchte ihre Arbeit und Erfahrungen über Blogs, Code-Sharing auf GitHub, Organisation von Code Labs und Tech-Talks, als Leiterin des Frauen-Teams in wichtigen Hackathons, Vorträge auf Konferenzen sowie die Teilnahme an Mentoring-Programmen mit anderen teilen und sie dadurch inspirieren. Jigyasa ist dazu Direktorin des Women Who Code Delhi und nimmt regelmäßig an GDG, Google WTM, WiSE und Systers IWiC teil.

Lernen Sie unser Finalistinnen des Jahres 2017 kennen

Community Award

Amira Dhalla
Leiterin, Women and Web Literacy, Mozilla Foundation
Avni Khatri
Program Manager, Knowledge and Learning Technologies Group, Laboratory of Computer Science, Massachusetts General Hospital
Heather Kirksey
Vice President of NFV, Linux Foundation
Jessie Frazelle
Software Engineer, Google
Karen Sandler
Executive Director, Software Freedom Conservancy

Academic Award

Aastha Vijay
Studentin am Cummins College of Engineering for Women, Pune, Maharashtra, Indien
Dawn Foster
Doktorandin an der University of Greenwich, London
Jigyasa Grover
Studentin an der Delhi Technological University (früher bekannt als Delhi College of Engineering)
Nabanita De
Studentin an der University of Massachusetts, Amherst, US-Bundesstaat Massachusetts
Safia Abdalla
Studentin an der Northwestern University, US-Bundesstaat Illinois

Unsere Preisträgerinnen 2016

Die Preisträgerinnen und Finalistinnen der Women in Open Source Awards 2016 sind Ingenieurinnen, Entwicklerinnen, Community-Managerinnen, Beraterinnen, Unternehmerinnen, Dozentinnen und Pionierinnen. Sie leisten wichtige Beiträge zu unterschiedlichen Bereichen wie CPU-Power-Management, Programmen zur Förderung der Diversität in Gemeinschaften und Open Source-Bildung. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie diese inspirierenden Frauen die Welt verändern.

Preisträgerin des Community Awards 2016

Jessica McKellar

Jessica gewann den Women in Open Source Community Award für ihre Bemühungen, tolerantere Umgebungen in Open Source Communities und der Technologiebranche zu schaffen. Jessicas erste Bekanntschaft mit Open Source im Jahr 2006 war ein positives Erlebnis und sie arbeitet darauf hin, Open Source Communities für neue Mitwirkende einladender zu gestalten, sodass ihre ersten Erfahrungen genauso gut wie ihre sind.

Als Diversity Outreach Chair für die PyCon, das jährliche Python-Community-Event, nutzte Jessica ihr Netzwerk aus Frauen in der Technik, um die Anzahl der Rednerinnen bei der PyCon von 1 % im Jahr 2011 auf 40 % im Jahr 2016 zu erhöhen. Jessica gewann 2013 einen O‘Reilly Open Source Award für ihre Arbeit zur Förderung der Diversität in der Python Community. Darüber hinaus koordinierte sie die Beteiligung von Twisted und Python an Outreachy, einem Programm, das unterrepräsentierten Gruppen dabei hilft, in Open Source aktiv zu werden. Unter ihrer Leitung verbesserte Dropbox die Vertretung von Frauen in der Technik. Außerdem ist sie als Senior Technical Advisor für die HBO-Serie Silicon Valley tätig.

Preisträgerin des Academic Awards 2016

Preeti Murthy

Preeti gewann den Women in Open Source Award 2016 für ihre Beiträge zu Open Source. Als Bachelor-Studentin war Preeti Teil eines Teams, das Studierende mit Open Source bekannt machte. Nach dem Abschluss ihres Bachelors arbeitete sie drei Jahre lang als Linux-Kernelentwicklerin, wobei sie Code, Dokumentation, Tutorials, Open Content und andere Kommunikationsformen bereitstellte. Preeti verfügt über fast 60 Commits und Reviews im Bereich CPU-Power-Management. Darüber hinaus war sie ehrenamtlich als Co-Mentorin für das Praktikumsprogramm Outreachy tätig. Preeti verfolgt derzeit ein Master-Studium an der Carnegie Mellon University, wo sie und ihr Team an einer Programmierungs-Toolchain für Energy-Harvesting-Systeme arbeiten, die sie bald als Open Source veröffentlichen wollen.

Lernen Sie unser Finalistinnen im Jahr 2016 kennen

Community Award

Heidi Ellis
Professorin für Computerwissenschaft und Informationstechnologie an der Western New England University
Valerie Aurora
Mitgründerin der Ada-Initiative und Linux-Kernelentwicklerin
Carrie Anne Philbin
Bildungspionierin bei der Raspberry Pi Foundation
Julia Lawall
Forschungsbeauftragte bei Inria

Academic Award

Ankita Shukla
Studentin am Indian Institute of Technology (IIT)
Divya Upadhyay
Studentin am National Institute of Technology, Patna, Indien
Lynnette Ng
Studentin an der National University of Singapore
Dawn Foster
Doktorandin an der University of Greenwich

Lernen Sie unser Gewinnerinnen aus dem Jahr 2015 kennen

Die ersten Preisträgerinnen und Finalistinnen der Women in Open Source Awards haben zu Projekten beigetragen, die von offenen medizinischen Inhalten und rechtlichen Reformen bis hin zu Quellcode für verschiedene Open Source-Projekte reichen. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie diese inspirierenden Frauen die Welt verändern.

Preisträgerin des Community Awards 2015

Sarah Sharp

Sarah gewann den Community Award für ihre Anstrengungen zur Verbesserung der Kommunikation und Erleichterung des Einstiegs in Open Source Communities für Frauen. Sarah koordiniert Linux® Kernel Mentors for Outreachy (ehemals Outreach Program for Women), das unterrepräsentierten Gruppen dabei hilft, sich an Open Source-Projekten zu beteiligen. Als ausdrückliche Befürworterin der Kommunikationsverbesserung zwischen Kernel-Entwicklern trägt Sarah dazu bei, Open Source Communities höflicher, kollaborativer und einladender zu gestalten. Sarah erschuf und pflegte den Linux USB-3.0-Host-Controller-Treiber. Außerdem hat sie Open Source-Software und Hardware für Amateurraketen entwickelt – gebaut von der Portland State Aerospace Society – sowie Open Source-Software für den Betrieb der automatischen Bewässerungssysteme in ihrem Garten.

Gewinnerin des Academic Awards 2015

Kesha Shah

Kesha, eine Studentin in Vollzeit, gewann den Academic Award für ihre ausgezeichnete Programmierungs- und Betreuungsarbeit während ihres Studiums der Informations- und Kommunikationstechnik. Shah nahm mehrmals am Google Summer of Code Programm teil und leistete Beiträge zu drei Open Source-Organisationen: Systers, eine Initiative des Anita Borg Institutes, BRL-CAD und STEPcode. Außerdem betreute sie die Programme Season of KDE, Learn IT Girls! und Google Code-In und half so Schülern auf der ganzen Welt, ihre ersten Open Source-Beiträge zu entwickeln. Derzeit ist Sie als Leiterin für Women Who Code in Gujarat tätig. Shah war Empfängerin des prestigeträchtigen Google Anita Borg Memorial Asia-Pacific-Stipendiums und Preisträgerin eines Anita Borg Pass It On Awards für ihre Lehrtätigkeit in Kursen zu grundlegenden Computer- und Smartphone-Technologien für Frauen mittleren Alters, vor allem Mütter, in ihrer Provinz. Shah hat viele erste Open Source-Beiträge Studierender betreut und leitete viele von ihnen dazu an, sich regelmäßig zu beteiligen.

Lernen Sie unser Finalistinnen im Jahr 2015 kennen

Community Award

Shauna Gordon-McKeon
Program Director bei OpenHatch
Elizabeth K. Joseph
Systems Engineer bei HP
Deb Nicholson
Community Outreach Director bei MediaGoblin
Karen Sandler
Executive Director, Software Freedom Conservancy

Academic Award

Charul
Indian Institute of Information Technology, Allahabad
Sophia D’Antoine
Studentin am Rensselaer Polytechnic Institute
Studiert Informatik und Informations-Systemtechnik, Bachelor und Master
Emily Dunham
Oregon State University
Informatikstudentin
Netha Hussain
Government Medical College, Kozhikode, University of Calicut
Bachelor-Studiengang für Medizin und Chirurgie

Die Gewinner werden auf dem Red Hat Summit im Mai bekanntgegeben.

Laden Sie das vollständige Regelwerk [PDF] für den Women in Open Source Award 2018 herunter.