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Cloud Computing

Public Cloud vs. Private Cloud (und Hybrid Cloud)

Die Entscheidung für die Cloud ist für moderne Organisationen, die Ihre Rechenleistung skalieren möchten, naheliegend. Weniger klar ist allerdings, welche Option die richtige ist, also Public, Private oder Hybrid Cloud. Es folgt ein kurzer Vergleich der Vor- und Nachteile sowie der situationsbezogenen Aspekte jeder Cloud Computing-Umgebung.


Wo liegen die Gemeinsamkeiten?

In jeder Cloud werden skalierbare Ressourcen in einem Netzwerk abstrahiert, in Pools zusammengefasst und geteilt. Alle Cloud-Typen ermöglichen zudem Cloud Computing, also die Ausführung von Workloads im jeweiligen System. Dazu besteht jede einzelne von ihnen aus einer speziellen Kombination an Technologien, darunter befinden sich fast immer ein Betriebssystem, eine Managementplattform und APIs (Application Programming Interfaces). Zu jeder dieser Clouds lässt sich Virtualisierungs- und Automatisierungssoftware hinzufügen, die für zusätzliche Funktionen oder eine gesteigerte Effizienz sorgen.


Was sind die Unterschiede?

Früher konnte zwischen Public, Private, Hybrid und Multi-Clouds ganz einfach durch den Standort und die Eigentumsrechte unterschieden werden. Das aber hat sich grundlegend geändert. Deshalb gilt der nachfolgende Vergleich der Unterschiede nur unter Vorbehalt.

Public Clouds

Public Clouds sind Cloud-Umgebungen, die typischerweise aus IT-Infrastrukturen erstellt werden, die nicht dem Endbenutzer gehören. Traditionelle Public Clouds wurden früher fast ausschließlich „off-premise“ ausgeführt, heute aber stellen Cloud-Anbieter solche Services vor Ort (on-premise) in den Rechenzentren ihrer Kunden bereit. Aus diesem Grund haben Argumente wie Standort und Eigentum der Cloud ihre Bedeutung verloren.

Alle Clouds werden zu Public Clouds, wenn Umgebungen partitioniert und auf mehrere Mandanten verteilt werden. Auch Gebührenstrukturen sind nicht mehr notwendigerweise ein Kennzeichen von Public Clouds, seit manche Cloud-Anbieter (wie die Massachusettes Open Cloud) ihren Mandanten die kostenlose Nutzung ihrer Clouds erlauben. Die von Public Cloud-Anbietern verwendete Bare-Metal-IT-Infrastruktur kann ebenfalls abstrahiert und als IaaS (Infrastructure-as-a-Service) verkauft oder als PaaS (Platform-as-a-Service) entwickelt und vertrieben werden.

Private Clouds

Private Clouds lassen sich grob als Cloud-Umgebungen definieren, die nur einem Endbenutzer zugeteilt und üblicherweise hinter dessen Firewall ausgeführt werden. Alle Clouds werden zu Private Clouds, wenn die zugrundeliegende IT-Infrastruktur einem Einzelkunden mit komplett isoliertem Zugriff zugewiesen wird.

Aber Private Clouds müssen nicht mehr auf lokalen IT-Infrastrukturen aufsetzen. Heutzutage entwickeln Organisationen solche Clouds in gemieteten, Off-Premise-Rechenzentren, die einem Anbieter gehören, wodurch Argumente wie Standort und Eigentum ihre Bedeutung verlieren. Dies hat zudem zu einer Vielzahl an Untertypen von Private Clouds geführt, darunter:

Gemanagte Private Clouds

Hierbei erstellen und nutzen Kunden eine Private Cloud, die von einem Drittanbieter bereitgestellt, konfiguriert und gemanagt wird. Gemanagte Private Clouds sind eine Cloud-Option für Unternehmen mit unterbesetzten oder nicht ausreichend qualifizierten IT-Teams, damit diese ihren Nutzern bessere Private Cloud-Services und -Infrastrukturen bieten können.

Dedizierte Clouds

Die Cloud in der Cloud Eine dedizierte Cloud kann in eine Public Cloud (z. B. Red Hat® OpenShift Dedicated) oder eine Private Cloud integriert sein. So könnte man z. B. einer Buchhaltungsabteilung ihre eigene dedizierte Cloud in der Private Cloud ihres Unternehmens zuweisen.

Hybrid Clouds

Eine Hybrid Cloud wirkt wie eine einzelne IT-Umgebung, die aber aus mehreren Umgebungstypen besteht. Je nachdem, wen man fragt, können die Eigenschaften einer Hybrid Cloud sehr komplex sein und ihre Anforderungen variieren. So kann eine Hybrid Cloud unter anderem Folgendes erfordern:

  • Mindestens je eine Private und eine Public Cloud
  • Zwei oder mehr Private Clouds
  • Zwei oder mehr Public Clouds
  • Eine virtuelle oder Bare-Metal-Umgebung, die mit mindestens einer Private oder Public Cloud verbunden ist

IT-Systeme aber werden automatisch zur Hybrid Cloud, wenn Apps frei zwischen mehreren separaten, aber miteinander verbundenen Umgebungen verschoben werden können. Einige dieser Umgebungen müssen auf konsolidierten IT-Ressourcen aufsetzen, die bei Bedarf skaliert werden können. Und alle von ihnen müssen als separate Umgebung mithilfe einer integrierten Management- und Orchestrierungsplattform verwaltet werden.


Welche Cloud ist am besten für mich geeignet?

Das hängt davon ab, was Sie damit anfangen möchten.

  • Workloads mit hohem Volumen oder unterschiedlich hohen Anforderungen eignen sich möglicherweise besser für Public Clouds.
  • Für Workloads mit vorhersehbaren Verwendungsmustern empfehlen sich eher Private Clouds.
  • Hybrid Clouds können tatsächlich als Patentlösung bezeichnet werden, denn damit lässt sich jede beliebige Workload an jedem beliebigen Ort hosten.

Welche Cloud ist am sichersten?

Das ist keine einfache Frage.

  • Public Clouds sind aufgrund ihrer Mandantenfähigkeit sowie der zahlreichen Zugangspunkte einer Vielzahl an Sicherheitsbedrohungen ausgesetzt. Bei diesem Cloud-Typ sind die sicherheitstechnischen Zuständigkeiten häufig aufgeteilt: Der Anbieter kümmert sich um die Sicherheit der Infrastruktur und der Mandant um die Sicherheit der Workloads.
  • Private Clouds gelten im Allgemeinen als sicherer, weil Workloads üblicherweise hinter der Firewall des Nutzers ausgeführt werden. Letzten Endes hängt dies allerdings vom jeweiligen Sicherheitsniveau ab.
  • Die Sicherheit in Hybrid Clouds setzt sich aus den besten Features aller Cloud-Typen zusammen. Hier können Nutzer und Administratoren die Datenrisiken minimieren, indem sie Workloads und Daten entsprechend den Compliance-, Audit- und Geschäftsrichtlinien oder Sicherheitsanforderungen zwischen den Umgebungen hin- und herschieben.

Welcher Cloud-Typ kostet mehr?

Auch darauf gibt es keine einfache Antwort.

  • Bei Public Clouds fallen die Kosten typischerweise entsprechend der Nutzung an. Allerdings gibt es da auch Ausnahmen (wie bei der Massachusetts Open Cloud).
  • Wer eine Private Cloud einrichtet, ist normalerweise für die Ausgaben verantwortlich, die beim Kauf neuer Hardware und Ressourcen für die vertikale Skalierung anfallen.
  • Bei Hybrid Clouds lassen sich mit beliebigen On-, Off-Premise- oder Anbieter-Clouds benutzerdefinierte Umgebungen erstellen, die zu Ihren jeweiligen Kostenanforderungen passen.

Welche Cloud bietet die besten Ressourcen?

Das kommt auf Ihre Investitionsstrategie an. Bevorzugen Sie höhere Betriebs- oder Kapitalausgaben? Oder klassisch gefragt: Möchten Sie vertikal oder horizontal skalieren?

  • Public Cloud-Nutzer haben praktisch unbegrenzten Zugriff auf Ressourcen, was jedoch zu höheren Betriebskosten führt.
  • Der Einsatz zusätzlicher Private Cloud-Ressourcen erfordert die Anschaffung oder Anmietung zusätzlicher Hardware, was wiederum mehr Kapitalausgaben bedeutet.
  • Bei Hybrid Clouds können Sie wahlweise eine vertikale Skalierung (mit höheren Kapitalausgaben) oder eine horizontale Skalierung (mit höheren Betriebsausgaben) durchführen.

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