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Cloud Computing

Die wichtigsten Cloud-Computing-Modelle im Überblick

Es gibt vier Haupttypen des Cloud Computing: Private Clouds, Public Clouds, Hybrid Clouds und Multi-Clouds. Daneben gibt es drei Haupttypen von Cloud-Computing-Services: IaaS (Infrastructure-as-a-Service), PaaS (Platforms-as-a-Service) und SaaS (Software-as-a-Service).

Die Auswahl eines Cloud-Modells oder Cloud-Services ist eine individuelle Entscheidung. Keine zwei Clouds sind gleich (auch wenn sie vom gleichen Typ sind), und keine zwei Cloud-Services werden verwendet, um dasselbe Problem zu lösen. Wenn Sie jedoch die Ähnlichkeiten kennen, dann fällt Ihnen das Urteil leichter, wie sich die Einschränkungen der einzelnen Modelle beim Cloud Computing und bei den Cloud-Services auf Ihr Unternehmen auswirken können.


Wo liegen die Gemeinsamkeiten?

In jeder Cloud werden skalierbare Computing-Ressourcen in einem Netzwerk abstrahiert, in Pools zusammengefasst und geteilt. Alle Cloud-Modelle ermöglichen zudem Cloud Computing, also die Ausführung von Workloads im jeweiligen System. Dazu besteht jede einzelne von ihnen aus einer speziellen Kombination an Technologien, darunter befinden sich fast immer ein Betriebssystem, eine Managementplattform und APIs (Application Programming Interfaces). Zu jeder dieser Clouds lässt sich Virtualisierungs- und Automatisierungssoftware hinzufügen, die für zusätzliche Funktionen oder eine gesteigerte Effizienz sorgen.


Was sind die Unterschiede?

Früher konnte zwischen Public, Private, Hybrid und Multi-Clouds ganz einfach durch den Standort und die Eigentumsrechte unterschieden werden. Das aber hat sich grundlegend geändert. Deshalb gilt der nachfolgende Vergleich der Unterschiede nur unter Vorbehalt.

Public Clouds

Public Clouds sind Cloud-Umgebungen, die typischerweise aus IT-Infrastrukturen erstellt werden, die nicht dem Endbenutzer gehören. Zu den größten Anbietern von Public Clouds zählen Alibaba Cloud, Amazon Web Services (AWS), Google Cloud, IBM Cloud und Microsoft Azure.

Alibaba Cloud Logo
Amazon Web Services
Google Cloud
IBM Cloud
Microsoft Azur

Traditionelle Public Clouds wurden früher fast ausschließlich „Off-Premise“ ausgeführt, heute aber stellen Cloud-Anbieter solche Services vor Ort (On-Premise) in den Rechenzentren ihrer Kunden bereit. Aus diesem Grund haben Argumente wie Standort und Eigentum der Cloud ihre Bedeutung verloren.

Alle Clouds werden zu Public Clouds, wenn Umgebungen partitioniert und auf mehrere Mandanten verteilt werden. Auch Gebührenstrukturen sind nicht mehr notwendigerweise ein Kennzeichen von Public Clouds, seit manche Cloud-Anbieter (wie die Massachusetts Open Cloud) ihren Mandanten die kostenlose Nutzung ihrer Clouds erlauben. Die von Public Cloud-Anbietern verwendete Bare-Metal-IT-Infrastruktur kann ebenfalls abstrahiert und als IaaS verkauft oder als Cloud-Plattform entwickelt und als PaaS vertrieben werden.

Private Clouds

Private Clouds lassen sich grob als Cloud-Umgebungen definieren, die nur einem Endbenutzer oder einer Nutzergruppe zugeteilt und üblicherweise hinter der Firewall dieses Nutzers oder dieser Gruppe ausgeführt werden. Alle Clouds werden zu Private Clouds, wenn die zugrundeliegende IT-Infrastruktur einem Einzelkunden mit komplett isoliertem Zugriff zugewiesen wird.

Aber Private Clouds müssen nicht mehr auf lokalen IT-Infrastrukturen aufsetzen. Heutzutage entwickeln Organisationen solche Clouds in gemieteten, Off-Premise-Rechenzentren, die einem Anbieter gehören, wodurch Argumente wie Standort und Eigentum ihre Bedeutung verlieren. Dies hat zudem zu einer Vielzahl an Untertypen von Private Clouds geführt, darunter:

Gemanagte Private Clouds

Hierbei erstellen und nutzen Kunden eine Private Cloud, die von einem Drittanbieter bereitgestellt, konfiguriert und gemanagt wird. Gemanagte Private Clouds sind eine Cloud-Option für Unternehmen mit unterbesetzten oder nicht ausreichend qualifizierten IT-Teams, damit diese ihren Nutzern bessere Private Cloud-Services und -Infrastrukturen bieten können.

Dedizierte Clouds

Die Cloud in der Cloud Eine dedizierte Cloud kann in eine Public Cloud (z. B. Red Hat® OpenShift Dedicated) oder eine Private Cloud integriert sein. So könnte man z. B. einer Buchhaltungsabteilung ihre eigene dedizierte Cloud in der Private Cloud ihres Unternehmens zuweisen.

Hybrid Clouds

Eine Hybrid Cloud ist eine scheinbar einzelne IT-Umgebung, die aus mehreren Umgebungen erstellt wird, die über LANs (Local Area Networks), WANs (Wide Area Networks), VPNs (Virtual Private Networks) und/oder APIs verbunden sind.

Je nachdem, wen man fragt, können die Eigenschaften einer Hybrid Cloud sehr komplex sein und ihre Anforderungen variieren. So kann eine Hybrid Cloud unter anderem Folgendes erfordern:

  • Mindestens je eine Private und eine Public Cloud
  • Zwei oder mehr Private Clouds
  • Zwei oder mehr Public Clouds
  • Eine virtuelle oder Bare-Metal-Umgebung, die mit mindestens einer Private oder Public Cloud verbunden ist

IT-Systeme aber werden automatisch zur Hybrid Cloud, wenn Apps frei zwischen mehreren separaten, aber miteinander verbundenen Umgebungen verschoben werden können. Einige dieser Umgebungen müssen auf konsolidierten IT-Ressourcen aufsetzen, die bei Bedarf skaliert werden können. Und alle von ihnen müssen als separate Umgebung mithilfe einer integrierten Management- und Orchestrierungsplattform verwaltet werden.

Multi-Clouds

Die Multi-Cloud ist ein Ansatz, bei dem mehr als nur ein Cloud-Service von mehr als nur einem Public oder Private Cloud-Anbieter genutzt werden. Alle Hybrid Clouds sind Multi-Clouds, aber nicht alle Multi-Clouds sind Hybrid Clouds. Multi-Clouds werden zu Hybrid Clouds, wenn mehrere Clouds durch eine Art der Integration oder Orchestrierung miteinander verbunden sind.

Eine Multi-Cloud-Umgebung kann absichtlich (zur besseren Kontrolle sensibler Daten oder als redundanter Speicherplatz für eine verbesserte Disaster Recovery) oder zufällig (normalerweise das Ergebnis einer Schatten-IT) vorhanden sein. Wie dem auch sei, Multi-Clouds werden immer beliebter, weil Unternehmen so Sicherheit und Performance über ein viel größeres Umgebungs-Portfolio hinweg verbessern können.


Cloud-Services

Bei Cloud-Services handelt es sich um Infrastrukturen, Plattformen oder Software, die von einem Drittanbieter gehostet und Nutzern über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Es gibt drei Haupttypen von As-a-Service-Lösungen: IaaS, PaaS und SaaS. Alle drei ermöglichen den Fluss von Benutzerdaten von Frontend-Clients über das Internet zu den Systemen des Cloud-Serviceanbieters und zurück. Sie unterscheiden sich jedoch durch die Art der Bereitstellung.

IaaS

Diagramm: IaaS im VergleichIaaS bedeutet, dass ein Cloud-Serviceanbieter die Infrastruktur, d. h. die eigentlichen Server, das Netzwerk, die Virtualisierung und den Data Storage, über eine Internetverbindung für Sie verwaltet. Der Nutzer hat Zugriff über eine API oder ein Dashboard und mietet im Wesentlichen die Infrastruktur. Der Nutzer verwaltet Komponenten wie Betriebssystem, Apps und Middleware, während der Anbieter Hardware, Networking, Festplatten, Storage und Server bereitstellt und für jegliche Ausfälle, Reparaturen und Hardware-Probleme verantwortlich ist. Dies ist das typische Bereitstellungsmodell von Cloud Storage-Anbietern.

PaaS

Beim Diagramm: PaaS im VergleichPaaS-Modell werden Hardware und Anwendungssoftwareplattform von einem externen Cloud-Serviceanbieter bereitgestellt und verwaltet. Der Nutzer verwaltet die Apps, die auf der Plattform ausgeführt werden, und die Daten, auf denen die App basiert. Die Lösung, die primär für Entwickler und Programmierer gedacht ist, bietet Nutzern eine gemeinsam genutzte Cloud-Plattform für die Entwicklung und das Management eigener Anwendungen (eine wichtige DevOps-Komponente), ohne dass sie die üblicherweise für den Prozess benötigte Infrastruktur aufbauen und verwalten müssen.

SaaS

Diagramm: SaaS im VergleichSaaS ist ein Service, der seinen Nutzern eine Softwareanwendung bereitstellt, die der Cloud-Serviceanbieter managt. In der Regel sind SaaS-Apps Webanwendungen oder mobile Apps, auf die Nutzer über einen Webbrowser zugreifen können. Software-Updates, Fehlerbehebungen und andere allgemeine Softwarewartungen werden für den Nutzer erledigt. Über ein Dashboard oder eine API hält der Nutzer dabei die Verbindung zu den Cloud-Anwendungen. SaaS macht es außerdem überflüssig, eine App lokal auf dem Computer jedes einzelnen Nutzers zu installieren, und ermöglicht Methoden eines umfassenden Gruppen- oder Teamzugriffs auf die Software.


Häufige Fragen zum Cloud Computing

Welche Cloud ist am besten für mich geeignet?

Das hängt davon ab, was Sie damit anfangen möchten.

  • Workloads mit hohem Volumen oder unterschiedlich hohen Anforderungen eignen sich möglicherweise besser für Public Clouds.
  • Für Workloads mit vorhersehbaren Verwendungsmustern empfehlen sich eher Private Clouds.
  • Hybrid Clouds können tatsächlich als Patentlösung bezeichnet werden, denn damit lässt sich jede beliebige Workload an jedem beliebigen Ort hosten.

Welche Cloud ist am sichersten?

Das ist keine einfache Frage.

  • Public Clouds sind aufgrund ihrer Mandantenfähigkeit sowie den zahlreichen Zugangspunkten einer Vielzahl an Sicherheitsbedrohungen ausgesetzt. Bei diesem Cloud-Modell sind die sicherheitstechnischen Zuständigkeiten häufig aufgeteilt: Beispielsweise kümmert sich der Anbieter um die Sicherheit der Infrastruktur und der Mandant um die Sicherheit der Workloads.
  • Private Clouds gelten im Allgemeinen als sicherer, weil Workloads üblicherweise hinter der Firewall des Nutzers ausgeführt werden. Letzten Endes hängt dies allerdings vom jeweiligen Sicherheitsniveau ab.
  • Die Sicherheit in Hybrid Clouds setzt sich aus den besten Features aller Cloud-Modelle zusammen. Hier können Nutzer und Administratoren die Datenrisiken minimieren, indem sie Workloads und Daten entsprechend den Compliance-, Audit- und Geschäftsrichtlinien oder Sicherheitsanforderungen zwischen den Umgebungen hin- und herschieben.

Welches Cloud-Modell kostet mehr?

Auch darauf gibt es keine einfache Antwort.

  • Bei Public Clouds fallen die Kosten typischerweise entsprechend der Nutzung an. Allerdings gibt es da auch Ausnahmen (wie bei der Massachusetts Open Cloud).
  • Wer eine Private Cloud einrichtet, ist normalerweise für die Ausgaben verantwortlich, die beim Kauf neuer Hardware und Ressourcen für die vertikale Skalierung anfallen.
  • Bei Hybrid Clouds lassen sich mit beliebigen On-, Off-Premise- oder Anbieter-Clouds benutzerdefinierte Umgebungen erstellen, die zu Ihren jeweiligen Kostenanforderungen passen.

Welche Cloud bietet die besten Ressourcen?

Das kommt auf Ihre Investitionsstrategie an. Bevorzugen Sie höhere Betriebs- oder Kapitalausgaben? Oder klassisch gefragt: Möchten Sie vertikal oder horizontal skalieren?

  • Public Cloud-Nutzer haben praktisch unbegrenzten Zugriff auf Ressourcen, was jedoch zu höheren Betriebskosten führt.
  • Der Einsatz zusätzlicher Private Cloud-Ressourcen erfordert die Anschaffung oder Anmietung zusätzlicher Hardware, was wiederum mehr Kapitalausgaben bedeutet.
  • Bei Hybrid Clouds können Sie wahlweise eine vertikale Skalierung (mit höheren Kapitalausgaben) oder eine horizontale Skalierung (mit höheren Betriebsausgaben) durchführen.

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