Automatisierung

Was ist IT-Automatisierung?

IT-Automatisierung, manchmal auch Infrastruktur-Automatisierung genannt, ist die Verwendung von Software zur Erstellung wiederholbarer Anweisungen und Prozesse, die eine menschliche Interaktion mit IT-Systemen ersetzen oder reduzieren. Automatisierungssoftware arbeitet innerhalb der Grenzen dieser Anweisungen, Tools oder Frameworks, um die Aufgaben mit wenig oder ganz ohne menschliches Eingreifen auszuführen.

Automatisierung ist der Schlüssel für IT-Optimierung und digitale Transformation. Moderne dynamische IT-Umgebungen müssen in der Lage sein, schneller denn je zu skalieren und die IT-Automatisierung ist entscheidend, um dies zu realisieren.

Was beinhaltet die IT-Automatisierung?

Theoretisch kann auf jede IT-Aufgabe ein bestimmtes Maß an Automatisierung angewendet werden. Automatisierung kann also in alles integriert und auf alles angewendet werden, von der Netzwerkautomatisierung bis hin zur Infrastruktur- und Cloud-Bereitstellung und darüber hinaus auch auf den Einsatz von Anwendungen und das Konfigurationsmanagement.

Automatisierungsfähigkeiten und -Anwendungen können sich noch weiter auf bestimmte Technologien wie Container erstrecken, auf Methoden wie DevOps und in größere Bereiche wie Cloud, Sicherheit, Tests und Überwachung/Alarmierung.


Automatisieren – kann man wirklich alles!

Okay, vielleicht (noch) nicht alles, aber ein ganzheitlicher Ansatz für die IT-Automatisierung kann Ihnen dabei helfen, Ihren Mitarbeitern repetitive, manuelle Prozesse aus der Hand zu nehmen. Das kann die Produktivität steigern, Fehler reduzieren, die Zusammenarbeit verbessern und Zeit freimachen, die für bedeutendere Arbeiten genutzt werden kann, welche eine höhere Aufmerksamkeit erfordern.

Bereitstellung

Die Bereitstellung ist harte Arbeit, sei es auf Bare-Metal oder in einer Private, Hybrid oder Public Cloud. Zum Betrieb von Business-Systemen benötigen Sie Infrastruktur und diese Infrastruktur muss eingerichtet werden. Ging es früher um Regale, Kisten und Kabel in einem Rechenzentrum, so geht es jetzt (hauptsächlich) um virtualisierte Assets, von softwaredefinierten Rechenzentren, Netzwerken und Storage bis hin zu virtuellen Maschinen und Containern.

Das Meiste, was wir jetzt tun, ist in Software definiert und die Verschiebung zur Softwarenutzung hat das Ausmaß und die Kapazität der Möglichkeiten vergrößert. Diese Verschiebung erlaubt (und erfordert notwendigerweise auch) die Kodifizierung von Prozessen. Diese hilft dabei, die Anforderungen Ihres Business bei erhöhtem Kostenbewusstsein und unter engeren zeitlichen Einschränkungen zu erfüllen.

Hier kommt die Automatisierung ins Spiel. Warum sollten Sie Zeit damit verbringen, diese Umgebungen manuell über Templates einzurichten? Dank der Kodifizierung haben Sie bereits ein Template, dem Sie für diese Arbeiten folgen können. Warum lassen Sie nicht stattdessen ein automatisiertes System diesen Regeln folgen? Implementieren Sie in Ihrem Rechenzentrum Bereitstellungen per Automatisierung, die mit Ihrer bestehenden Infrastruktur und Ihren Managementtools zusammenarbeitet. So nutzen Sie alle Vorteile Ihrer bereits vorhandenen Ressourcen, um den gewünschten Soll-Zustand zu erreichen.

Konfigurationsmanagement

Nicht alle Anwendungen werden auf die gleiche Weise erstellt. Sie erfordern unterschiedliche Einstellungen, Dateisysteme, Ports, Nutzer ... und die Liste lässt sich noch fortsetzen. Sobald Sie automatisiert bereitstellen, müssen Sie in der Lage sein, diesen Ressourcen mitzuteilen, was sie tun sollen. Das Speichern eines Abbildes Ihrer Anwendungsumgebung in einem Dokument, einer Tabelle, einer Textdatei oder gar einer E-Mail wird Ihnen nicht dabei helfen, eine wiederholbare, robuste Umgebung zu erreichen, in der Sie Ihre Anwendungen hosten können. Und wenn Ihnen immer mehr Systeme, Instanzen und Komplexität zur Verfügung stehen, benötigen Sie einen besseren Weg zur Aufzeichnung eines Systemabbilds, damit Sie diese effektiv verwalten können.

Zu diesem Zweck benötigen Sie eine robuste Konfigurationsmanagementlösung, mit der die Entwickler die Infrastruktur (Bare-Metal, virtualisiert, Cloud, Container, usw.) auf einfache Weise definieren können, die von jedem in Ihrem IT-Team verstanden werden kann. Je einfacher es ist, Ad-Hoc-Skripte und Praktiken für das Systemmanagement zu automatisieren, desto einfacher wird es, effizient zu arbeiten.

Orchestrierung

Es ist sehr wahrscheinlich, dass in Ihrem Unternehmen nicht nur ein einziger Service auf einer einzigen Maschine eingesetzt wird. Ihre IT ist sicher etwas komplexer. Sie erfordert die Verwaltung und die Wartung mehrerer Anwendungen in verschiedenen Rechenzentren und Infrastrukturen. Hinzu kommen natürlich auch noch Ihre Public, Private und Hybrid Cloud-Bereitstellungen.

Je komplexer ein IT-System ist, desto komplexer kann die Verwaltung aller beweglichen Teile werden. Die Notwendigkeit der Kombination von verschiedenen automatisierten Aufgaben und deren übergreifende Konfigurationen über Systemgruppen und Maschinen hinweg steigt immer weiter. So lässt sich Orchestrierung zusammengefasst beschreiben. Darüber hinaus können Sie diese Orchestrierungen mit robusten automatisierten Lösungen steuern. Damit können Sie alle im Auge behalten, alle miteinander verbinden und fortgeschrittenere autonome Systeme einfacher laufen lassen.

Bereitstellung von Anwendungen

Egal, ob Sie einen traditionelleren Ansatz zur Anwendungsentwicklung verfolgen oder kontinuierliche Integration und kontinuierliche Bereitstellung (CI/CD) verwenden, Entwicklungspipelines sind auf robuste, automatisierte Systeme angewiesen, um moderne Erwartungen zu erfüllen. Erfolgreiche Anwendungsentwicklung ist abhängig von einem wirklich effizienten Satz von automatisierten, wichtigen Aufgaben und Fähigkeiten, insbesondere während der Testphase. Automatisierung kann Ihnen helfen, von Commit zu Build über Tests bis hin zur Bereitstellung zu gelangen – und das auf eine bewährte, zuverlässige und kodifizierte Art. Das reduziert die Möglichkeit von menschlichen Fehlern und verbessert gleichzeitig die Effizienz und den Durchsatz.

IT-Automatisierung ermöglicht es Ihnen, Ihre Anwendungen sicher bereitzustellen, erforderliche Dienste von Anfang an zu konfigurieren und Ihre Apps und Artefakte zum Laufen zu bringen. All das über einen gemeinsamen transparenten Ansatz, der für Ihr gesamtes IT-Personal verständlich ist.

Sicherheit und Compliance

Definieren Sie Sicherheits- und Compliance-Richtlinien, setzen Sie diese durch und lösen Sie Probleme, indem Sie diese als automatisierte Schritte in Ihre gesamte Infrastruktur einbauen. Bringen Sie die Sicherheit an vorderste Stelle für Ihre IT-Prozesse und agieren Sie mithilfe der Automatisierung proaktiver.

Standardisierte Sicherheitsprozesse und Workflows bedeuten einfachere Compliance und Audits. Sie wissen genau, wie alles durchgesetzt wird, und können verifizieren, ob dies konsistent geschieht. Neue Compliance-Anforderungen werden auf einfache Weise und konsistent in Ihrer gesamten IT implementiert.


Ist dies das Gleiche wie Business-Automatisierung?

Nicht ganz. Die Business-Automatisierung ist im Wandel begriffen. Bisher war sie mehr auf die Automatisierung von Geschäftsprozessen (wie z. B. Datenhaltung) fokussiert, um diese einschließlich deren Überwachung schneller und einfacher zu machen. Heute müssen sich Unternehmen mit Bedrohungen durch digitale Neuerungen auseinandersetzen. Sie müssen Automatisierungsstrategien annehmen, die sie bei der digitalen Wandlung unterstützen.

So war es beispielsweise früher ausreichend, die Datenhaltung für Versicherungsunternehmen zu automatisieren. Jetzt wird die Business-Automatisierung dafür eingesetzt, neue Möglichkeiten für den Verkauf von Versicherungen zu entwickeln. Dies geschieht, indem Geschäfts- und IT-Führungskräfte gemeinsam daran arbeiten, moderne Ansätze für die Anwendungsentwicklung mit Geschäftsprozessen in Einklang zu bringen und dann diese Modelle für einfachere Wartung und Verteilung zu kodifizieren.


Und was hat Ansible damit zu tun?

IT-Automatisierung hat viele verschiedene Anwendungsfälle oder Use Cases. Die Vorteile der IT-Automatisierung werden am deutlichsten, wenn Sie Use Cases miteinander kombinieren. Oder, noch besser, wenn Sie diese in einem einzelnen System vereinen. Hier kommt Red Hat®Ansible Automation ins Spiel.

Ansible Automation ist eine Software von Red Hat für Automatisierung von Bereitstellung, Konfiguration, Management und Implementierung. Ansible führt diese Aktivitäten mithilfe von Playbooks— durch: Das sind die Anweisungen und Sprache von Ansible für die Automatisierung. Playbooks können Richtlinien beschreiben, die Sie durchsetzen wollen, oder Schritte, denen in einem allgemeinen IT-Prozess gefolgt werden muss. Ansible, Inc., das für diese Software verantwortliche Unternehmen, wurde im Jahr 2015 von Red Hat erworben.

In der Red Hat Ansible Automation Familie gibt es zwei Produkte:

Red Hat Ansible Engine

Das ist das Gehirn hinter allem, das mit Ansible zu tun hat. Es hat den gleichen Namen wie das Open Source Community Projekt Ansible und ist grundsätzlich identisch mit diesem Projekt. Als formelles Angebot von Red Hat hat es jedoch weitere Vorteile wie Support, Fehlerbehebung und ausführliche Dokumentation.

Red Hat Ansible Tower

Ansible Tower bietet eine einfach zu bedienende Nutzeroberfläche (UI) und ein Dashboard für Ansible Engine. Damit können die Nutzer alles sehen, was auf ihren Nodes passiert, die Automatisierung zentralisieren, rollenbasierten Zugriff gewähren, Aufgaben planen und mehr. Es liefert darüber hinaus Echtzeitinformationen von Playbook-Durchläufen und unterstützt nativ den Einsatz in Clouds.


Die Zukunft der IT-Automatisierung

Es ist natürlich unmöglich, die Zukunft vorherzusehen, es gibt aber Dinge, die wir für die Automatisierung erwarten können.Sicher ist, dass es größere Autonomie geben wird und dass demzufolge eine größere Intelligenz in diese Systeme eingebaut wird. Sie werden sich erweitern und mehr Teile des IT-Software-Stacks abdecken. Denken Sie an eine Automatisierung, die von Bare-Metal bis hin zur Middleware, Apps, Sicherheit, Aktualisierung, Benachrichtigung, Failover erstellt wird und an Entscheidungen, die ohne direkte Kontrolle getroffen werden.

Stellen Sie sich vor, dass ein Sicherheitsrisiko automatisch erkannt, gemeldet, beseitigt, geprüft und das System wieder eingesetzt wird, während Ihr IT-Personal noch schläft. Ihr System könnte sich selbst reparieren, relevante Informationen sammeln, um zu erkennen, ob und woher ein Angriff kam, die entsprechenden Personen benachrichtigen – und all dies ohne den Betrieb zu unterbrechen.

Es gibt gute Nachrichten: Einiges davon wird bereits verwirklicht.

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