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Was ist Compliance-Management?

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Compliance-Management ist ein fortlaufender Prozess zur Überwachung und Bewertung von Systemen, um sicherzustellen, dass sie den Branchen- und Sicherheitsstandards sowie den Unternehmens- und Regulierungsrichtlinien und -anforderungen entsprechen.

Dazu gehört eine Infrastrukturbewertung zur Identifizierung von Systemen, die aufgrund von geänderten Vorschriften, Richtlinien oder Standards, Fehlkonfigurationen oder aus anderen Gründen nicht konform sind.

Compliance-Management ist wichtig, weil eine Nichteinhaltung zu Geldstrafen, Sicherheitsverletzungen, Verlust von Zertifizierungen oder anderen Schäden für Ihr Unternehmen führen kann. Indem Sie über Compliance-Änderungen und -Aktualisierungen auf dem Laufenden bleiben, können Sie eine Disruption Ihrer Geschäftsprozesse vermeiden und so Geld sparen.

Um die Compliance für die Infrastruktur Ihres Unternehmens erfolgreich überwachen und verwalten zu können, müssen Sie:

  • Bewerten: Systeme identifizieren, die nicht konform, anfällig oder nicht gepatcht sind.
  • Organisieren: Korrekturmaßnahmen nach Aufwand, Auswirkungen und Schweregrad des Problems priorisieren.
  • Beheben: Systeme, die Maßnahmen erfordern, schnell und auf einfache Weise patchen und neu konfigurieren.
  • Berichten: Sicherstellen, dass Änderungen angewendet wurden und die entsprechenden Ergebnisse melden.

Einige Dinge, die das Compliance-Management erschweren können, sind:

  • Ändern von Sicherheits- und Compliance-Landschaften: Sicherheitsbedrohungen und Compliance-Änderungen entwickeln sich schnell und erfordern eine unmittelbare Reaktion auf neue Bedrohungen und sich ändernde Vorschriften.
  • Verteilte Umgebungen auf mehreren Plattformen: Mit zunehmender Verteilung der Infrastrukturen auf On-Site- und Cloud-Plattformen wird es schwieriger, einen vollständigen Überblick über Ihre Umgebung und eventuell vorhandene Risiken und Schwachstellen zu erhalten.
  • Große Umgebungen und Teams: Große, komplexe Infrastrukturen und Teams können die Koordination in Ihrer Umgebung und Organisation erschweren. Tatsächlich kann die Systemkomplexität die Kosten von Datenschutzverletzungen erhöhen.

Die beste Methode, um jeder dieser Herausforderungen zu begegnen, ist ein vielfältiger Ansatz, bei dem alle Umgebungen überwacht, etwaige regulatorische Inkohärenzen identifiziert und behoben, auf den neuesten Stand gebracht und konform gemacht und diese Aktualisierungen protokolliert werden.

Diese Best Practices können Ihnen dabei helfen, sich über regulatorische Änderungen auf dem Laufenden und Ihre Systeme konform zu halten:

  1. Regelmäßige System-Scans: Durch die tägliche Überwachung können Sie Compliance-Probleme und Sicherheitslücken identifizieren, bevor sie sich auf den Geschäftsbetrieb auswirken oder zu Gebühren oder Verzögerungen führen.
  2. Automatisierung bereitstellen: Mit der sich verändernden Größe Ihrer Infrastruktur und allen Änderungen wird auch die manuelle Verwaltung schwieriger. Mit Automatisierung können allgemeine Aufgaben optimiert, die Konsistenz verbessert und eine regelmäßige Überwachung und Berichterstellung sichergestellt werden, sodass Sie sich auf andere Aspekte Ihres Unternehmens konzentrieren können.
  3. Konsistentes Patching und Patch-Tests: Indem Sie Ihre Systeme auf dem neuesten Stand halten, können Sie Sicherheit, Zuverlässigkeit, Performance und Compliance verbessern. Um mit wichtigen Problemen Schritt halten zu können, sollten Sie Patches einmal im Monat einspielen. Dieser Vorgang kann automatisiert werden Patches für kritische Fehler und Defekte sollten so schnell wie möglich installiert werden. Führen Sie für gepatchte Systeme in jedem Fall einem Abnahmetest durch, bevor Sie sie wieder in den Produktivmodus versetzen.
  4. Tools vernetzen: Verteilte Umgebungen beinhalten häufig unterschiedliche Verwaltungstools für die einzelnen Plattformen. Integrieren Sie diese Tools über APIs. Auf diese Weise können Sie Ihre bevorzugten Benutzeroberflächen verwenden, um Aufgaben mit anderen Tools auszuführen. Mit einer geringeren Anzahl von Benutzeroberflächen können Sie die Betriebsabläufe optimieren und die Übersicht über den Sicherheits- und Compliance-Status aller Systeme in Ihrer Umgebung verbessern.

Folgende Tools können Sie dabei unterstützen:

  • Proaktives Scannen: Durch automatisiertes Scannen kann sichergestellt werden, dass Systeme in regelmäßigen Abständen überwacht und Sie auf Probleme aufmerksam gemacht werden, und das ohne großen Zeit- und Kostenaufwand.
  • Verwertbare Erkenntnisse: Mithilfe von auf Ihre Umgebung zugeschnittenen Informationen können Sie schneller erkennen, welche Compliance-Probleme und Sicherheitslücken vorliegen, welche Systeme betroffen sind und welche potenziellen Auswirkungen Sie erwarten können.
  • Anpassbare Ergebnisse: Definieren Sie den Geschäftskontext, um falsch positive Ergebnisse zu reduzieren, das Geschäftsrisiko zu verwalten und eine realistischere Ansicht Ihres Sicherheits- und Compliance-Status zu erhalten.
  • Vorgegebene priorisierte Korrektur: Durch Anweisungen für eine vorgegebene Korrektur entfällt die Notwendigkeit, Maßnahmen selbst zu recherchieren, was Zeit spart und das Fehlerrisiko verringert. Durch die Priorisierung von Maßnahmen basierend auf potenziellen Auswirkungen und betroffenen Systemen können Sie begrenzte Patch-Fenster optimal nutzen.
  • Intuitive Berichterstellung: Die Erstellung klarer, intuitiver Berichte dazu, welche Systeme gepatcht sind, welche gepatcht werden müssen und welche nicht den Sicherheits- und regulatorischen Richtlinien entsprechen, erhöht die Überprüfbarkeit und ermöglicht ein besseres Verständnis in Bezug auf den Status Ihrer Umgebung.

Weitere Informationen zu Compliance-Management und Automatisierung

Eine Automatisierungsstrategie trägt wesentlich dazu bei, ohne zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand Kapazitäten für die Überprüfung der Compliance von Systemen aufzubauen. Manuelle Compliance-Praktiken sind zeitaufwändiger, fehleranfälliger und schwerer zu wiederholen oder zu überprüfen. 

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