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Was ist Konfigurationsmanagement?

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Konfigurationsmanagement bezeichnet einen Prozess, bei dem Computersysteme, Server und Software in einem gewünschten, konsistenten Zustand gehalten werden. Damit können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Systeme auch bei ständigen Veränderungen wie erwartet funktionieren. 

Beim Management von IT-Systemkonfigurationen wird der gewünschte Zustand eines Systems definiert (z. B. die Serverkonfiguration). Außerdem werden diese Systeme entwickelt und gewartet. Das Konfigurationsmanagement nutzt die mit ihm eng verbundene Konfigurationsbewertung und Abweichungsanalyse, um Systeme zu ermitteln, die aktualisiert, neu konfiguriert oder gepatcht werden müssen.

Das Konfigurationsmanagement sorgt dafür, dass weder kleinere noch größere Änderungen undokumentiert zur Anwendung kommen. In unserem Bericht zum Stand der Kubernetes-Sicherheit wurden solche Fälle von Nichtdokumentation als einer der Hauptgründe für Sicherheitsvorfälle in containerisierten oder durch Kubernetes orchestrierten Umgebungen identifiziert. 

Fehlkonfigurationen können zu unzureichender Performance, Inkonsistenzen oder Nicht-Compliance führen und damit Geschäftsbetrieb und Sicherheit beeinträchtigen. Wenn undokumentierte Änderungen über viele Systeme und Anwendungen hinweg vorgenommen werden, führt das unweigerlich zu Instabilität und Ausfallzeiten.

Die manuelle Identifizierung von zu prüfenden Systemen, die Festlegung von Abhilfemaßnahmen, die Priorisierung von Aktionen und die Validierung einer erfolgreichen Durchführung sind Aufgaben, die für große Systeme zu komplex sind. Aber ohne Dokumentation, Wartung sowie einen Änderungskontrollprozess fehlen Systemadministratoren und Softwareentwicklern die notwendigen Informationen darüber, was sich auf einem Server befindet oder welche Programme aktualisiert wurden.

Mithilfe von Konfigurationsmanagementsystemen können Sie nicht nur Systemeinstellungen einheitlich definieren, sondern die Systeme auch gemäß dieser festgelegten grundlegenden Einstellungen entwickeln und warten. So wissen Nutzer und Administratoren immer, welche Services sich wo befinden und was der aktuelle Zustand von Anwendungen ist.

Geeignete Konfigurationsmanagementtools ermöglichen Folgendes:

  • Klassifizierung und Verwaltung von Systemen nach Gruppen und Untergruppen 
  • Zentrale Änderung von Basiskonfigurationen
  • Rollout neuer Einstellungen auf alle infrage kommenden Systeme 
  • Automatisierung von Systemidentifikation, -Patches und -Updates
  • Identifizierung veralteter, leistungsschwacher und nicht konformer Konfigurationen 
  • Priorisierung von Aktionen 
  • Zugriff auf und Anwendung von vorgegebenen Abhilfemaßnahmen

Sie können es so sehen: Wenn Sie stets auch auf die kleinen Dinge achten, können Sie komplexe und vor allem teure Reparaturen in der Zukunft vermeiden. Beim Konfigurationsmanagement geht es darum, Probleme von vornherein zu vermeiden. 

So können Sie zum Beispiel sicherstellen, dass Ihre Test- und Produktivumgebungen übereinstimmen. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit von Problemen nach dem Deployment der Anwendungen, die oft auftauchen, wenn diese Umgebungen nicht genau gleich sind.

Durch das Konfigurationsmanagement können Sie Umgebungen präzise mit der korrekten Konfiguration und/oder Software replizieren, weil Sie die Komponenten der Originalumgebung genau kennen.

Automatisierung des Konfigurationsmanagements

Die Aufgabe des Konfigurationsmanagements besteht darin, die Systeme im gewünschten Zustand zu halten. Früher erfolgte dies manuell oder mit speziellen, von Systemadministratorinnen und -administratoren programmierten Skripten. Bei der Automatisierung werden Aufgaben wie das Konfigurationsmanagement mithilfe von Software ausgeführt, um Kosten und Komplexität zu reduzieren sowie Fehler zu vermeiden.

Dadurch lassen sich über ein Konfigurationsmanagementtool neue Server binnen Minuten bereitstellen und Fehler effektiv vermeiden. Sie können mithilfe von Automatisierung auch den gewünschten Zustand eines Servers gewährleisten, wie z. B. Ihre Standardbetriebsumgebung (SOE), ohne dafür spezielle Provisionierungsskripte schreiben zu müssen.

Die Red Hat® Ansible® Automation Platform kann als Konfigurationsmanagementtool dazu eingesetzt werden, den aktuellen Zustand Ihrer Systeme zu speichern und aufrechtzuerhalten. Mithilfe von Konfigurationsmanagementtools lassen sich Änderungen und Deployments beschleunigen und menschliche Fehler verhindern, wodurch das Systemmanagement vorhersehbar und skalierbar wird.

Außerdem können Sie damit den Zustand Ihrer Ressourcen überwachen und die wiederholte Ausführung von Aufgaben vermeiden, wie etwa das mehrmalige Installieren von Paketen. 

Das automatisierte Konfigurationsmanagement ermöglicht eine verbesserte Systemwiederherstellung nach kritischen Events. Wenn ein Server aus unbekannten Gründen ausfällt, können Sie umgehend einen neuen bereitstellen. Zusätzlich stehen Ihnen Informationen zu durchgeführten Änderungen oder Updates zur Verfügung, mit denen Sie die Fehlerursache umgehend identifizieren können. 

Sie können mit Ihren Konfigurationsmanagementtools auch eine Prüfung Ihrer Systeme vornehmen und so die Ursache von Problemen schneller identifizieren. 

Red Hat arbeitet gemeinsam mit der erweiterten Open Source Community an Automatisierungstechnologien. Unsere Technikerinnen und Techniker setzen alles daran, Funktionen zu verbessern, sie verlässlicher und sicherer zu machen, damit Ihr Business und Ihre IT funktionieren und dabei stabil und sicher bleiben. Wie bei allen Open Source-Projekten bringt Red Hat Code und Verbesserungen wieder in die Upstream-Codebasis ein – und alle Fortschritte können so gemeinsam genutzt werden.

Die Red Hat Ansible Automation Platform enthält alle benötigten Tools zur Implementierung einer unternehmensweiten Automatisierung, darunter Playbooks, ein visuelles Dashboard sowie Analysen.

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